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Theodor Schember
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Hoffmann Ladenbau
Eine offene und einladende Ladenfront, die mit ihrer Transparenz auch den Innenraum erfasst, oder geschlossene Erlebniswelten mit hoher Inszenierungsqualität? (Foto: Schwitzke)
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Design  |

Letztlich kommt es auf den Kunden an

„In transparenten Konzepten ist die Ablenkung durch die Außenwelt zu groß. Zudem möchten viele Kunden nicht gesehen werden. In geschlossenen Welten jedoch ist der Fokus auf der Ware, ich habe mehr Ruhe, kann eine spannende Kulisse schaffen, durch akzentuierte Beleuchtung mit Licht und Schatten spielen und gezielt Emotionen wecken. Außerdem kann ich den Mittelraum luftiger gestalten, weil mehr Rückwände zur Verfügung stehen. Meiner Erfahrung nach sind geschlossene Welten kommerziell erfolgreicher.“
Thorsten Winkelmann
Geschäftsführer, Winkelmann Impulse, Fulda
„Am Ende des Tages kommt es darauf an, wie mein Zielkunde einkauft. Hat er wenig Zeit, ist er ein eiliger Kunde? Dann empfiehlt sich ein offenes Konzept, das ihm einen schnellen Überblick gewährt. Ist er jedoch ein Stöberkunde, der sich die Zeit nimmt, bewusst in die Fläche zu gehen, statt online zu shoppen, dann kann sich eher eine geschlossene Inszenierung anbieten. Aber: Man braucht auch hohe Flexibilität; in geschlossenen Welten jedoch sind die Flächen nicht so einfach zu verändern.“
Anna Trunk
Key Account Manager Retail Projects, Michelgroup, Ulm
„Zunächst muss man dem Gebäude Präsenz und Ausdruck verschaffen. Ob die Front sich dann geschlossen oder offen präsentiert, hängt maßgeblich vom Genre ab. Je jünger und je modischer, desto mehr Einblick wird gewährt. Im unteren Preissegment oder in Malls empfiehlt es sich, so weit wie nur möglich zu öffnen, damit die Menschen ungehindert eintreten können. Im Premium- und Luxussegment sollte der Rückraum der Fensterfläche geschlossen und wie eine Bühne gestaltet sein, der Rest stört dann eher.“
Karl Schwitzke
Managing Director, Schwitzke GmbH, Düsseldorf