Anzeige
Theodor Schember
Anzeige
Hoffmann Ladenbau
Armani in den Münchner 5 Höfen: Imposante Außenwerbung mit LED-Leuchtlogo. (Foto: Neon Lambers)
A- A A+
Einrichtung  |

Marken zum Leuchten bringen

Schon von außen Aufmerksamkeit zu erzeugen und dabei die Strahlkraft der (Handels-) Marke zu maximieren – das ist Aufgabe von Lichtwerbung. Das Einrichtungshaus Segmüller in Pulheim ist dafür eine markante Referenz. 25 m hoch und 42 m breit ist das rot beleuchtete, gläserne Eingangsportal mit „Segmüller“-Leuchtschrift. Derartige Dimensionen der Lichtwerbung sind in der Regel nur auf der grünen Wiese möglich, wobei auch hier inzwischen wie in der Innenstadt häufig ein Bebauungsplan den Gestaltungsspielraum für Werbeanlagen einschränkt und ein Bauantrag Pflicht ist. So beginnt die Arbeit der Lichtwerbeprofis damit, die spezifischen Richtlinien zu kennen. Von der Anlagengröße über die Beschränkung der Helligkeit bis zur uhrzeitgebundenen Leuchtdauer reichen die Vorgaben. „Die Stadt Zürich schreibt sogar die Leuchtdichte pro Farbe vor“, berichtet Simon Märki, Product Manager beim Anbieter Westiform, der die Segmüller-Lichtwerbung gemacht hat.

„An denkmalgeschützten Fassaden ist häufig indirekte Beleuchtung gefordert“, nennt Eyyüp Özen, Head of Sales bei PSS Lichtwerbung ein weiteres Beispiel. „Auch die baulichen Gegebenheiten wie die Montagemöglichkeit bei wärmegedämmten Fassaden oder die benötigten Elektrozuleitungen müssen vorab bedacht werden“, führt Andrea Jütting, Marketingleitung beim Unternehmen Alpha Signs an. „Ein gutes Filial-Außenwerbekonzept ist modular aufgebaut. Es lässt sich flexibel auf die Bedingungen vor Ort anpassen“, erläutert Marc Obermann, Geschäftsführer von Struck-Lichtwerbung.

Die Anforderungen des Handels an die Leuchtwerbe-Unternehmen sind gestiegen. „Früher fragten unsere Kunden: Lässt sich das realisieren? Heute bekommen wir Entwürfe vorgelegt, und es ist fast schon selbstverständlich, dass wir diese umsetzen können“, beschreibt Walter van den Berg, Geschäftsführer des niederländischen Anbieters API Signs & Displays, den Wandel. Als Beispiel nennt er, dass randlose Leuchten einst undenkbar waren und nun gängige Praxis sind. Eyyüp Özen von PSS Lichtwerbung sagt: „Es gab zwischen der Frontseite der Leuchte und der Außenseite lange Zeit eine unattraktive Kante, den Umleimer. Heute sind die Abschlüsse bündig.“

Eine ganz entscheidende Entwicklung ist die zu ultraflachen, filigranen Lichtwerbe-Lösungen, die auch Behörden-Bewilligungen deutlich leichter machen. „Leuchtkästen werden inzwischen oftmals von LED-Flächenlichtern abgelöst, bei denen Bautiefen von 12 mm möglich sind. Der optische Vorteil gegenüber den bisherigen, weit vorstehenden Anlagen ist enorm“, berichtet Andrea Jütting von Alpha Signs.

LED Standard

Die LED-Technologie ist inzwischen auch in der Lichtwerbung Standard, wobei die Energieeffizienz ein weiterer wichtiger Vorteil ist. Andrea Jütting verweist darauf, dass es von Anbieter zu Anbieter Unterschiede gäbe, was Energieeffizienz, Helligkeit, und Haltbarkeit der LED angeht. Laut Marc Obermann von Struck-Lichtwerbung erreichen gut geplante Lichtwerbeanlagen eine durchschnittliche Lebensdauer von 10-15 Jahren. LED in der Außenwerbung könne aufgrund von Korrosion ausfallen. Daher ist auf den Feuchtigkeitsschutz der Systeme zu achten. Zentrale Auswahlkriterien sind des Weiteren eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der Anlage und eine vorlagengetreue Umsetzung des Firmenlogos bzw. des Schriftzugs.

Auch wenn das Unternehmen Neon Lambers aus Senden heute überwiegend LED einsetzt, hat das „Neon“ im Namen weiterhin seine Berechtigung. „Wir stellen wieder eine steigende Nachfrage nach Neon fest“, berichtet Kristina Kraft, zuständig für Marketing und Vertrieb. Retro liegt im Trend und so gewinnt der Neon-Style mit seinen handgebogenen Gläsern und spezifischen leuchtkräftigen Farben derzeit wieder viele Anhänger. „Wir liefern neue Anlagen, regenerieren aber auch alte“, so Kraft.

Maxx Luxx, eine Marke von VGS Marketingservice, präsentierte auf der Messe EuroShop das Produkt „LED-Neon“. Die Dresdner versehen dafür das Acrylglas mit Rundungen, die Neon nachahmen. Auch PSS Lichtwerbung kombiniert auf diese Weise Energieeffizienz und Retro-Optik.

Die meisten neuen Außen-Werbeanlagen sind mit Lichtsteuerung ausgestattet. Das allerdings weniger, um Effekte zu erzielen, denen die behördlichen Vorgaben oftmals im Wege stehen. Simon Märki von Westiform: „Die Dimm-Funktion wird genutzt, um Vorschriften, die es zur Reduzierung von sogenannter Lichtverschmutzung gibt, einzuhalten. Sie trägt zudem dazu bei, Energie und Kosten zu sparen. Oftmals sind Werbeanlagen heute noch heller, als sie sein müssten. Besonders an einem Ort mit wenig Umgebungslicht genügen schon sehr niedrige Leuchtdichtewerte für eine gute Wirkung. Auch bei farbiger Ausleuchtung gilt nicht unbedingt: je heller, desto besser.“

Fotos (4): Neon Lambers; API Signs & Display; Struck Lichtwerbung; Westiform

Weitere Informationen: redaktion@remove-this.ehi.org