London at its best! | stores+shops

Anzeige
{{{name}}}

Vorgeschlagene Beiträge

Anzeige

Neues Großflächenkonzept von Sainsbury‘s: XL-Hypermarket in Stanway

London at its best!

Immer wieder neu entstehende Store-Konzepte und Retail-Orte unterstreichen den Ruf der britischen Hauptstadt als Trendmetropole Europas. Davon konnten sich die EHI-Arbeitskreise Store Planning & Design und Marketing auf einer gemeinsamen Studienreise Anfang Juni überzeugen.

Für führende US-Marken gilt London heute als der Testmarkt für ihre Expansion nach Europa. Zu den Newcomern der letzten Jahre zählen Banana Republic, Abercrombie & Fitch, Anthropologie und National Geographic. Letztere setzen auch im Store-Design Akzente: Während Abercrombie & Fitch die bei jungen Kunden angesagte Casual Wear in komplett schwarz gestalteten Läden verkauft, in denen nur Spots die Ware beleuchten, gilt für Anthropologie und National Geographic: Ladenbau als Bühnenbild, wie zufällig arrangiert, mit vielen individuellen Deko-Elementen. Neben den High-Street-Filialisten und Traditionswarenhäusern wie Harrods oder Selfridges, die regelmäßig in die Modernisierung ihrer Abteilungen und ein lebendiges Merchandising investieren und sich so immer wieder selbst erneuern, sorgen vor allem die vielen bunten Konzepte innovativer, experimentierfreudiger Einzelhändler in Szene-Vierteln wie Covent Garden oder Notting Hill für die ungebrochene Attraktivität Londons als Impulsgeber für den europäischen Einzelhandel – auch im Lebensmittelhandel! Nirgendwo sonst ist das Angebot an Food-to-go so vielfältig und abwechslungsreich.

Individueller Ladenbau bei Anthropologie, mit vertikalem Garten über drei Etagen

Individueller Ladenbau bei Anthropologie, mit vertikalem Garten über drei Etagen

Auch die großen britischen Lebensmittelfilialisten mischen hier mit und spitzen ihre Vertriebsformate weiter auf den Verzehranlass ihrer Kunden zu, ein Trend, der auch hierzulande festzustellen ist. Mit „Little Waitrose“ setzt Waitrose seit Ende 2010 erstmals ein Convenience-Konzept für Kleinflächen bis 300 qm um. Sainsbury’s, mit Sainsbury’s Local schon lange im Convenience-Markt vertreten, eröffnete unter „Fresh Kitchen“ im Februar 2011 in Londons Fleet Street das erste Geschäft ausschließlich für Fertiggerichte zum Mitnehmen. Auf der anderen Seite des Spektrums entsteht mit Sainsbury’s XL ein Hypermarkt-Konzept mit für den britischen Markt ungewohnten Verkaufsflächen von bis zu 10.000 qm und einem stark erweiterten Nonfood-Sortiment, dies ein klar gegenläufiger Trend zum deutschen Markt. Das Angebot zum One-Stop-Shopping wird in den bislang drei Märkten im Speckgürtel von Greater London schon gut angenommen angesichts von Durchschnittsbons von 35 GBP.

Der Markt in Stanway, den die Gruppe besuchte, besticht durch klare Strukturen und eine übersichtliche Kundenführung. Emotion und Entschleunigung beim Lebensmitteleinkauf sucht der Londoner Kunde auf den frischeorientierten Farmer Markets, die es inzwischen in fast jedem Stadtteil gibt und von denen Borough Market südlich der London Bridge der bekannteste ist. Der auch architektonisch interessante Markt gilt seit seiner Revitalisierung in den 1990er-Jahren als Gourmetparadies. Mit der weiteren Ansiedlung von hochwertigen Lebensmittelfachgeschäften und Gastronomie ist er zugleich Beispiel für die Aufwertung und Neuausrichtung eines gesamten Viertels. Fazit nach vier Tagen London: Die Vielseitigkeit und Lebendigkeit der Handelsszene sorgt immer wieder für neue Impulse und macht es für jeden Händler ratsam, regelmäßig vorbeizuschauen.

Produkt-News