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Visitenkarte des Händlers
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Visitenkarte des Händlers

Ein manierliches Erscheinungsbild und pflegeleichte Materialien stehen für die Food-Filialisten bei Berufsbekleidung an oberster Stelle. Auch eine hohe Qualität der Textilien ist entscheidend, damit die Kleidung lange hält und den täglichen Belastungen und regelmäßigen Reinigungen standhält. „Die Optik der Arbeitskleidung muss einem frischeorientierten Markt entsprechen“, so der Edeka-Kaufmann Dierk Frauen. Darüber hinaus sollen sich die Mitarbeiter darin wohlfühlen, die Kleidung muss bequem sein.

Gestickte Namenszüge

Für Konsumenten ist Berufskleidung ein wichtiges Erkennungsmerkmal, wenn sie im Supermarkt Hilfe benötigen. Ein einheitliches Erscheinungsbild unterstützt sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter dabei, Verkaufspersonal auf Distanz zu erkennen. Zugleich soll Arbeitskleidung die Identifikation eines Angestellten mit seinem Unternehmen fördern. Viele Lebensmittelhändler setzen einheitliche, CI-gelabelte Kleidung ein. Trugen die Mitarbeiter vor einigen Jahren noch einfache Namensschilder, bevorzugen es viele Händler mittlerweile, Namenszüge in die Kleidung einsticken zu lassen. Erfahrungsgemäß ist diese Variante langlebiger, da sich die Namenszüge nicht vom Outfit lösen können. Fester Bestandteil bei CI-Kleidung ist außerdem das Firmen-Logo, welches ebenfalls eingenäht wird.

Wir mieten Berufskleidung, weil dieses Verfahren einen Rundum-Service bietet. Nachhaltiger wäre es, wenn sich die Reinigungszyklen dem jeweiligen Benutzungsgrad anpassen würden.
Robert Schäfer
Geschäftsführer, Rewe Schäfer

Von den Berufskleidungsanbietern erwarten Händler nicht nur hochwertige Ware, sie müssen neue Textilien auch kurzfristig herstellen bzw. liefern können. Dies tritt ein, wenn sich beispielsweise die Kleidergröße eines Mitarbeiters ändert oder neues Verkaufspersonal eingestellt wird. Üblicherweise erhält jeder Mitarbeiter 7 Garnituren in doppelter Ausführung. So kann er täglich die Kleidung wechseln, während die verschmutzten Kleidungsstücke der vorherigen Woche gewaschen werden. Mitarbeiter der Frischwarenabteilungen erhalten meist mehr Textilien als Angestellte in der Kassenzone, da ihre Kleidung schmutzanfälliger ist.

Wir kaufen die Arbeitskleidung bei einem lokal ansässigen Schneider. Unsere Mitarbeiter bevorzugen es, ihr Waschmittel selber auszuwählen und ihre Kleidung selber zu waschen. Reparaturen fallen selten an.
Dierk Frauen
Geschäftsführer, Peter Frauen GmbH

Viele Lebensmittelhändler legen Wert auf ein zeitgemäßes Design. Dennoch führen sie Kollektionswechsel meistens erst nach einigen Jahren durch. „Die Trends ähneln sich. Bei den Styles würde ich mir mehr Innovationen wünschen“, so Dieter Hieber. „Durch permanentes Upgrading der Läden werden sich auch bei der Berufskleidung die Zyklen verringern“, meint der Rewe-Kaufmann Robert Schäfer. Einige Lebensmittelhändler bevorzugen es, Arbeitskleidung zu mieten, weil das den Rundum-Service mit Reinigung, Reparatur, Kleidungswechsel und Anlieferung beinhaltet. Andere wiederum entscheiden sich für den Kauf von Berufskleidung. Grund dafür sind die Kosten, die mit den Services einhergehen.

Selber waschen?

Ein Mietservice kann günstig sein bei hoher Mitarbeiter-Fluktuation. Die Kaufleute erhalten genaue Informationen darüber, wie häufig die Kleidung gereinigt wird und können auf den richtigen Umgang der Dienstleister mit farbempfindlichen Textilien vertrauen. Volker Wiem, der in seinen Hamburger Niemerszein-Märkten aktuell neue Berufskleidung einführt, sagt: „Für uns ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter nicht um die Reinigung und Pflege ihrer Berufskleidung kümmern müssen.“

Unsere Mitarbeiter haben die Wahl, ob wir ihre Berufskleidung kaufen oder mieten. 60 Prozent sind bei der Reinigung mit dem Ergebnis ihrer eigenen Waschmaschine zufriedener. Alternativ können sie ihre Arbeitskleidung von unserem Dienstleister reinigen lassen.
Dieter Hieber
Geschäftsführer, Hiebers Frische-Center KG

Für Guido Empen, Prokurist bei der Manfred Gebauer GmbH ebenso wie für Christian Stolzenberger, Geschäftsführer der Stolzenberger GmbH steht der finanzielle Aspekt im Vordergrund. „Wir sind bei der Berufskleidung vor zwei Jahren von einem Mietmodell auf ein Kaufmodell umgestiegen, weil wir dadurch unsere Kosten deutlich reduzieren konnten“, so Empen. In den Märkten von Manfred Gebauer wäscht eine lokale Reinigung die Bekleidung. Wie häufig dies erfolgt, hängt von der Anzahl der Arbeitsstunden ab, die ein Mitarbeiter pro Woche leistet. Bei Edeka-Kaufmann Stolzenberger waschen die Mitarbeiter ihre Garnituren selbst. Manchen Mitarbeitern ist es lieber, wenn ihre Berufsbekleidung gewaschen und nicht chemisch gereinigt wird.

Bei der Materialauswahl stehen für Händler die Funktionalität und das Erscheinungsbild der Bekleidung im Fokus – Nachhaltigkeit hat in Bezug auf Arbeitskleidung somit weiterhin einen geringen Stellenwert und ist nur dann ein Thema, wenn ein wirtschaftlicher Nutzen erkennbar ist. Einige Anbieter von Berufskleidung thematisieren den Punkt Nachhaltigkeit zwar, müssen hier aber noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten.

Fotos (2): Migros, Kaya & Kato

Weitere Informationen: redaktion@remove-this.ehi.org

Fair und ökologisch

Fair und ökologisch

Kaya & Kato, ein Kölner Label für Berufskleidung, hat sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsmarkt „fair zu revolutionieren“. Das Start-up produziert Schürzen und Kochjacken für Gastronomie, Hotellerie, Lebensmittelhandel und Endkunden und legt großen Wert auf faire Produktionsbedingungen. Mensch und Umwelt in den Vordergrund zu stellen, ist ihre Grundbedingung für die Auswahl von Partnern und Zulieferern. Genäht werden soll unter fairen Bedingungen mit Stoffen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Weitere Informationen: www.kaya-kato.de