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Theodor Schember
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Hoffmann Ladenbau
Anthrazitfarbene Rückwände lassen der Ware bei der Inszenierung den Vortritt. (Foto: EHI)
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Neueröffnung  |

Ein Sportpark als Erlebnis

Bis 2011 befand sich am heutigen Standort von Decathlon noch eine Kaufland-Filiale, vor drei Jahren entschied sich der Eigentümer der Immobilie zum Verkauf und ein Jahr später konnte Decathlon sich den Standort sichern. Vor allem in den Eingangsbereich des ehemaligen SB-Warenhauses hat das Unternehmen im Zuge der Umbauten stark investiert. Eine Treppe gegenüber den Fahrstühlen ermöglicht nun eine direkte Anbindung an das angrenzende Parkhaus, Sitzkissen laden zum Verweilen ein.

Die 4.200 qm große Verkaufsfläche des Stores empfängt seine Kunden mit einem Servicepoint für die Wartung und Reparatur. Zudem bietet ihnen dieser Bereich die Möglichkeit, Produkte via Textildruck individualisieren zu lassen. Die Präsentation des 35.0000 Artikel umfassenden Sortiments erfolgt nach Sportarten. Das Sortiment in Köln-Marsdorf umfasst 70 Sportarten. Die Hauptwarengruppen sind Radsport, Multisport (Teamsportarten wie Fußball und Basketball), Schwimmen (inklusive Surfen, Tauchen, sonstiger Wassersport) und Wandern (inklusive Camping/Trekking). Auch Schlagsportarten wie Golf, Hockey oder Tischtennis werden im Kölner Produktangebot mit abgedeckt. Innerhalb der einzelnen Kategorien werden die Waren nach Intensität der Durchführung sortiert. So werden beispielweise Badetextilien nach häufiger, gelegentlicher  und seltener  Nutzung angeordnet. Kurze Definitionen der Intensitäten sollen Kunden eine eigene Einschätzung ihrer Fitness erleichtern und sie zu den passenden Artikeln im Store führen.

Das sachlich-nüchterne Verkaufsumfeld des Stores lässt die Waren in den Fokus rücken. Eine Technikdecke, anthrazitfarbene Rückwände, ein heller Boden aus Epoxidharzbeschichtung sowie vollständige LED-Beleuchtung sind die Hauptmerkmale. Die Präsentation erfolgt auf Stahlregalen mit überwiegend Drahtböden und Schütten. Während die Warenträger vor den Rückwänden  fest installiert sind, setzt Decathlon im Innenraum vollständig auf flexiblen Ladenbau, um die Fläche saisonal wechselnd bespielen zu können. Je 3 bis 4 Gänge mit parallel zueinander positionierten Stahlregalen sind einer Sportart gewidmet. Eine Hauptachse der rechteckigen Verkaufsfläche teilt die Verkaufsfläche in zwei Hälften. Textilbezüge an den Warenträgern weisen zu Beginn einer Reihe auf die im Gang inszenierte Sportart hin.

Kunden können ausgewählte Produkte ausprobieren. Im Bereich der Schlagsportarten können zum Beispiel Schläger und Bälle an entsprechenden Tischen getestet werden. Highlight ist ein 2.500 qm großer Sportpark direkt vor dem Geschäft, der einen Kunstrasenplatz, ein Feld für Streetbasketball, eine Multiaktionsfläche sowie 3 Boule-Plätze umfasst. Decathlon bietet dort zum Beispiel Vereinen die Gelegenheit, ihre Sportarten der Öffentlichkeit vorzuführen. Darüber hinaus können die Flächen für bestimmte Zeiträume reserviert werden. Eine Außenterrasse soll zur Erholung einladen.

Am Checkout haben Kunden die Wahl, ihren Einkauf an einer von 6 Self-Scanning-Kassen eigenständig via Kartenzahlung abzuschließen oder sich an eine der 6 bedienergeführten Kassen zu begeben. Alle Kassensysteme sind mit einer Holzbox ausgestattet, die beim Einlegen der RFID-getaggten Ware die Eigenmarken von Decathlon erkennt und die Diebstahlsicherung deaktiviert. Fremdmarken wie Puma und Nike sind nicht mit RFID-Etiketten gesichert, werden aber von der Holzbox automatisch erkannt. Via Signalton werden Verkäufer darauf hingewiesen. , die Produkte separat einzuscannen.

In die Kassenzone ist eine „Click & Collect“-Station integriert. Im Onlineshop bestellte Waren können hier im Store abgeholt oder nach Hause geliefert werden. Im Hauptgang der Kölner Filiale befindet sich zudem ein Kiosk-Terminal, das als digitale Regalverlängerung fungiert. Von hier aus kann auf das komplette Sortiment im Onlineshop zugegriffen werden. Potenziellen Stammkunden von Decathlon steht in Köln außerdem ein Kundenkartendrucker zur Verfügung. Mit einem digitalen Bewertungstool lädt der Händler am Ausgang des Stores zu einem Feedback ein.

Wenn die Anlaufphase am neuen Standort erfolgreich verläuft, denkt Decathlon darüber nach, die Verkaufsfläche um eine weitere Ebene auf maximal 8.400 qm zu erweitern.

Weitere Informationen: www.decathlon.de