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Eröffnete im Juli ihren zweiten Store in Köln: die Herrenmaßschneiderei The Bloke (Foto: Hanna Witte)
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Neueröffnung  |

Einmal Maßnehmen, bitte

Wunsch der Inhaberin und Gründerin von The Bloke, Anna Ullrich-Cattien, ist es, dem traditionsreichen Handwerk der Maßschneiderei neues Leben einzuhauchen. Den insgesamt zweiten Standort im Belgischen Viertel von Köln zu erschließen war für The Bloke kein Zufall. Das Geschäft in der Kamekestraße 31 trifft in dem Szeneviertel mit Boutiquen, Galerien und kreativem Flair auf Individualisten. Darüber hinaus eigne sich der Standort als Anlaufpunkt für das Kölner Umland und im weiteren Sinne die benachbarten Länder wie Belgien und Holland, so Ullrich-Cattien.


Vorzugsweise betritt ein Kunde von The Bloke die Ladenfläche zu einem bestimmten Zeitpunkt, den er zuvor online auf der Website des Unternehmens gebucht hat. Tritt ein Konsument erstmals mit dem Maßatelier in Kontakt, erhält er in der Regel einen zweistündigen Termin. Dies trifft auch auf besondere Beratungssituationen zu – je nach Anlass und Wunsch. Stammkunden schätzen die Schnelligkeit, die sie eine neue Bestellung kostet, da ihre Maßen bereits bekannt sind.  

Das Store-Konzept für die 100 qm große Ladenfläche in Köln realisierte die Herrenmaßschneiderei gemeinsam mit dem Architekturstudio A Vier Sechs aus Solingen. Die großzügige Schaufensterfront legt den Blick auf das komplette Maßatelier frei. „In Köln haben wir das Konzept des Düsseldorfer Ateliers weiterentwickelt. Wir sind den damals ausgewählten Materialien treu geblieben. Ehrliche Oberflächen aus Eiche, Messing und Stahl stehen auch hier im Vordergrund“, erklärt Architekt Philipp Flamminger. Kombiniert werden die Materialien mit hellem Fischgrätparkett und weißen Wänden, so dass die Warenträger, aber vor allem die im Atelier handgefertigten Maßanzüge, Maßhemden und Accessoires in den Fokus rücken. Individuell gebeiztes Holzmobiliar und ein an die Räumlichkeiten angepasstes Stahlregalsystem setzen die Herrenanzüge in Szene. Der dunkle, tiefe Farbton des Holzes soll eine maskuline Note in die ansonsten lichtdurchfluteten Räume bringen.

Blick zum Kopfende des Ateliers (Foto: Hanna Witte)
Blick zum Kopfende des Ateliers (Foto: Hanna Witte)

Das Herzstück des Ateliers bildet ein raumhohes Möbel. Zentral platziert wird es zu einem Raumteiler und bildet dabei zwei Bereiche für Anproben. Zugleich bietet das Möbel Schallschutz und soll so die Privatsphäre im Fall zwei gleichzeitig erfolgender Beratungen gewährleisten. Dort beginnt auch die persönliche Beratung, das Maßnehmen und Auswählen von Stoffen, Knöpfen und Garnen. Diese lagern mit Schlupfteilen und allen nötigen Arbeitswerkzeugen der Maßschneiderei in dem mittigen Möbelstück. Beide Beratungszonen umfassen je eine Umkleidekabine und einen Beratungstisch. Auf ein klassisches Checkout-Areal verzichtet The Bloke. Bezahlt wird direkt am Beratungstisch, per EC- oder Kreditkarte.     

Um den großzügigen Blick vom Schaufenster in dem Atelier weiter zum Kopfende zu führen, ist mittig in das Möbel ein Stahlsprossenfenster eingesetzt, welches den hinteren Teil mit ausreichend Tageslicht versorgt – eine architektonische Lösung in dem neu zonierten Gesamtraum, die mit der Reminiszenz von alten Werkstätten und Schneiderateliers spielt. Die Stahlmaßanfertigungen ziehen sich durch bis hin zu den Beratungstischen.  

Mit den ersten Erfahrungen in Köln zeigt sich The Bloke zufrieden. Ob das Unternehmen zukünftig auch Shop-in-Shops bei anderen Handelsunternehmen eröffnen wird, bleibt offen. Anfragen lagen der Inhaberin in Vergangenheit bereits vor. Zunächst möchte sich The Bloke in Köln etablieren und anschließend weitere Atelier-Eröffnungen planen – mit dem Ziel, organisch zu wachsen und ein nachhaltiges Kundennetzwerk in verschiedenen Städten aufzubauen.

Fotos (5): Hanna Witte

Weitere Informationen: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.the-bloke.de