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Theodor Schember
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Die Frischeabteilungen Feinkost, Convenience und Bäckerei/Konditorei sowie weitere handelsgastronomische Einrichtungen sind in der Mitte des Marktes positioniert. (Foto: Mirko Krenzel Fotografie)
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Neueröffnung  |

Rewe in Hamburg Ottensen: Storytelling pur

Die Historie des denkmalgestützten Standortes prägte maßgeblich das Konzept für den Umbau der Zeiseshallen an der Hamburger Friedensallee. „Um die Geschichte und Architektur des Gebäudes besser sichtbar zu machen, haben wir die Gestaltung des Supermarktes offen und transparent gehalten“, sagt Valentina Kinzel von Kinzel Architecture aus Schermbeck. Der Markt sollte eine Brücke zwischen Designelementen aus dem späten 19. Jahrhundert und der Moderne schlagen.


Die massiven Stützelemente in der Mitte der Halle prägen auch nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen die Innenarchitektur des rund 1.400 qm großen Supermarktes. Die Frischeabteilungen Feinkost, Convenience und Bäckerei/Konditorei und weiteren handelsgastronomischen Einrichtungen sind in der Mitte des Marktes positioniert. Vom Eingang her erschließt sich der Supermarkt dem Kunden linksläufig in der Abfolge Obst + Gemüse, Frühstück, Süßwaren, Fertiggerichte, Molkereiprodukte, SB-Kühlung für Fleisch und Wurst, Getränke, Wein, Drogeriewaren und das Tiefkühlsortiment in unmittelbarer Nähe zum Checkout.

Empore für Eventabende

Über den Frischeabteilungen in der Mitte des Marktes wurde eine Zwischenebene eingezogen. Sie dient einerseits als Decke über der Frischezone, andererseits als multifunktionale Fläche für einen Gastronomiebereich mit 48 Sitzplätzen, die auch als Bühne für Veranstaltungen oder Eventabende genutzt werden kann. Ein hochwertiger Flügel im vorderen Bereich der Bühne, gut sichtbar im gesamten Markt, kann für Live-Musikuntermalung genutzt werden. Weitere 24 Sitzplätze befinden sich im Erdgeschoss des Marktes.  

Die Materialien und Farben des Interieur-Designs unterstützen die von der Historie des Standortes geprägte Anmutung: Betonoptik im Bereich des Bodens, schwarze Metallprofile, Glas, Rost, Gitter, Edelstahl und Chrom sowie Stoffe, die mit „warmen“ Materialien wie Holz und weißem gestrichenen Backstein mit schwarz-weißen Grafiken verbunden werden.  

Eingebunden in das Storedesign wurden museale Elemente wie ein 6 x 3 Meter große Schwarzweiß-Bilder. Sie entstammen einem benachbarten Museum. Die großformatig besetzten Beschriftungen im Markt sind vom Stil her an die Jugendstilschriften des ausgehenden 19. Jahrhunderts angelehnt. Ein außergewöhnliches, bezogen auf das Umfeld sehr authentische Detail ist die Original-Schiffschraube unter einer rund 7 x 5 Meter großen Glasplatte direkt im Kundenlauf.  

Letztlich möchte der neue Supermarkt die Kunden einladen, mehr Zeit als nur zum Einkaufen zu verbringen – mit Potenzial zu einem Szenetreffpunkt inmitten der Ottenser Wohnbebauung.  

Fotos (13): Mirko Krenzel Fotografie

Weitere Informationen: www.kinzel-architecture.de