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Bis Mai 2018 inszeniert Zara seine Waren im Shopping-Center Westfield Stratford in London auf einer 200 qm großen Pop-up-Fläche. (Foto: Zara)
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Neueröffnung  |

Zara poppt in London auf

Vorwiegend als Bestell- und Abholstation gedacht, finden Konsumenten im 200 qm großen Pop-up Store von Zara nicht nur eine Selektion des stationären, sondern auch des Online-Warenangebots vor. Interaktive Spiegel dienen der Produktberatung. Scannt ein Kunde einen Artikel ein, erhält er über das im Spiegel integrierte Informationssystem Empfehlungen zu Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Kleidungsstücken in der gewünschten Größe oder Accessoires.

Mit mobilen Geräten ausgestattete Mitarbeiter unterstützen den Kunden beim Bestellvorgang. Die Bezahlung erfolgt über ein Kartenterminalsystem, das via Bluetooth kommuniziert. Bis 14 Uhr in Auftrag gegebene Ware stellt das Unternehmen den Konsumenten noch am selben Tag zu. Im Laufe des Nachmittags eingehende Bestellungen liefert Zara am Folgetag aus. Die temporäre Verkaufsfläche dient zugleich als Anlaufpunkt für Retouren und Umtausche. 

Bis Mai 2018 richtet der spanische Händler sein Augenmerk auf die temporäre Fläche. Anschließend soll der neue Flagshipstore am Standort die Kunden locken. Um das doppelte vergrößert, wird Zara auf 4.500 qm sein neues Store-Konzept präsentieren. Im Mittelpunkt stehen zukünftig digitale Technologien und neue Kundenservices, die das Einkaufserlebnis steigern sollen.

Erlebnis durch Technologien

Diese Woche starten bei Zara in London die Umbauarbeiten. Eine neue Fassadengestaltung des 2-stöckigen Ladengeschäfts soll künftig die Blicke des Konsumenten lenken. Während die untere Etage ohne Schaufenster auskommt, verwandeln zahlreiche Sensoren die Glasfassade in der oberen Etage in eine digitale Werbefläche. Nähert sich ein Kunde dem Schaufenster, dienen verschiedene Kollektionsbilder der Animation.  

Das neue Flaggschiff wird sich in vier Bereiche gliedern: Neben den traditionellen Sortimentskategorien Women’s, Men’s und Kids‘ integriert die Modemarke eine separate Fläche zur Abholung der Online-Bestellungen. Zwei kleine Warenlager bedienen die automatisierte Abholstation für die online eingekauften Waren. Ein Barcode-Reader entschlüsselt die QR-Codes oder PINs, die der Kunde online bei seiner Bestellung erhalten hat. Innerhalb weniger Sekunden befördert das im Warenlager am POS eingesetzte Robotik-System die Produkte in ein Abholfach. Dort können die Kunden sie eigenständig entnehmen. Bezahlt wird via Smartphone über die Zara App oder die Inditex Group App „InWallet“. Ergänzend zum klassischen Checkout wird eine Self-Checkout-Zone bereitgestellt, um die Warteschlangen zu reduzieren. Das Self-Checkout-System soll die ausgewählten Kleidungsstücke automatisch erkennen können, so dass Konsumenten den Warenkorb lediglich über einen Screen bestätigen müssen. Auf Wunsch erhalten sie den Bon in gedruckter Form oder digital aufs Smartphone.

Abgerundet wird das neue Store-Konzept im Westfield-Stratford mit einem smarten System zur Emissionsreduktion und zur Einsparung von Energie. Die Eröffnung ist für Mai 2018 geplant.

Weitere Informationen: www.inditex.com