Anzeige
Theodor Schember
Anzeige
Hoffmann Ladenbau
Groß dimensionierte Wand-Displays mit Abbildungen der regionalen Zulieferanten kennzeichnen den neuen Obst- und Gemüsebereich im Marktkauf Nüsken. (Foto: Reinhard Rosendahl Fotografie)
A- A A+
Neueröffnung  |

Zurück zu den Wurzeln

Zu Jahresbeginn hatte die Familie Nüsken den Marktkauf von der Firma Junkerkalerfeld an der Westerkirchener Straße übernommen, einer Ausfallstraße nördlich von Ennigerloh in Richtung Warendorf. Der Markt befand sich zum Zeitpunkt der Übernahme in einem maroden Zustand, wie zahlreiche Online-Bewertungen enttäuschter Kunden aus dieser Zeit bezeugen. Um den Investitionsstau aufzulösen und den Markt wirtschaftlich weiterzuführen, nahmen die Gebrüder Marcus und Karsten rund 1,8 Mio. Euro in die Hand. Was bauseitig möglich war, ohne die Immobilie abreißen zu müssen, wurde erneuert. Zur Jahresmitte 2017 waren die Planungen abgeschlossen. Ab August folgte eine vierwöchige, intensive Umbauphase, die letzte Woche vor der Wiedereröffnung blieb der Markt geschlossen.

Das Ergebnis nach dem Umbau kann sich sehen lassen. Neu ist unter anderem die Obst- und Gemüseabteilung, die jetzt nach klassischem Prinzip am Anfang des Kundenlaufs platziert ist. Auffallend sind hier die groß dimensionierten Wand-Displays mit Abbildungen der regionalen Zulieferanten. Die sich anschließende Nonfood-Abteilung umfasst ein breites Sortiment an Textilien, darunter Wäsche und Strickwaren. Das Angebot an Jeans,  Herren-, Damen- und Kinderoberbekleidung wurde als Shop-in-Shop-Lösung umgesetzt. Der Nonfood-Flächenanteil ist mit knapp 40 Prozent ungewöhnlich hoch für einen Supermarkt mit 2.900 qm Verkaufsfläche. Nüsken sieht sich hier in der Rolle des Versorgers privater Haushalte mit Produkten, die von Wettbewerbern an diesem Standort nicht bedient werden können.

Dem Grundriss des Marktes geschuldet ist die räumlich konzentrierte Präsentation des Bedienungssortiments an der Kopfseite des Supermarktes. Fleisch und Wurst, Feinkost und Käse teilen sich die Thekenauslagen auf einer Länge von knapp 15 Metern, erweitert um eine Aufbackstation. Marktkauf-typisch befinden sich die Tiefkühlinseln im hinteren Bereich. Die Angebote für den schnellen Vor-Ort-Verzehr konzentrieren sich derzeit noch auf die Vorkassenzone, wo die Handwerksbäckerei Bosselmann eine ihrer rund 20 Filialen mit angeschlossenem Bistro betreibt. Ein Imbiss-Betrieb soll in Kürze im Außenbereich des Marktes neben dem Eingang eröffnen, auf dem mit 7.000 qm großzügig dimensionierten Kundenparkplatz.

Bio neu im Sortiment

Das Trockensortiment im Marktkauf Nüsken präsentiert sich geradlinig und schnörkellos in parallel stehenden Stahlregalreihen mit abgerundeten Gondelköpfen. Neu aufgenommen wurde das Bio-Sortiment mit 1.200 geleisteten Artikeln. Die lamellenartige Deckenverkleidung nimmt die naturholzbraune Farbe des neu gefliesten Hartbodens im Eingangsbereich auf und findet sich auch im Designbelag wieder, der als Wegeleitsystem mit den hellen Steinfliesen kontrastiert.

Der im Ergebnis gelungene Relaunch stimmt die Betreiber Karsten und Markus optimistisch, an diesem Standort wieder an die guten alten Zeiten anknüpfen zu können. Denn Ennigerloh ist der Gründungsort des Unternehmens Nüsken, mit der Eröffnung des ersten Supermarktes im September 1980. Dass der alte und neue Standort eine hohe Wertschätzung bei der Inhaberfamilie genießt, beweist auch der Umzug der Firmenverwaltung von Kamen nach Ennigerloh.     

Fotos (7): Reinhard Rosendahl Fotografie (5), EHI/Winfried Lambertz (2)

Weitere Informationen: www.edeka-nuesken.de