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Gewerbliche Waschplätze können effizient gestaltet werden. (Foto: Stiebel Eltron)
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Gewerbliche Waschplätze effizient gestalten

In den meisten Fällen werden gewerbliche Waschplätze dezentral mit Warmwasser versorgt, um eine schnelle Verfügbarkeit von Warmwasser an der Zapfstelle gewährleistet zu gewährleisten. Durch direkte Erwärmung des Wassers an der Zapfstelle werden Energie- und Wasserverbrauch minimiert. Händler sollten eine dezentrale Warmwasserzufuhr einer zentralen Versorgung vorziehen, da die Investitionskosten gering sind, eine Montage schnell und mit geringem Aufwand verbunden ist und die Abrechnung der Energiekosten bezugsorientiert erfolgt. Zudem sieht die im Jahr 2001 eingeführte Trinkwasserverordnung zur Vermeidung von Legionellen vor, dass Betreiber von Großanlagen mit zentralen Systemen alle 3 Jahre dazu verpflichtet sind, ihre Systeme auf Befall durch Legionellen überprüfen lassen müssen. Dezentrale Systeme hingegen sind im Normalfall nicht von der Trinkwasserverordnung betroffen, die Überprüfungspflichten verfallen (siehe auch DIN 1988-200).

Dezentrale Warmwasserversorgung

Für die Warmwasserdarbietung am Gewerbewaschplatz sind drei Gerätetypen prädestiniert: Mini-Durchlauferhitzer, Kompakt-Durchlauferhitzer und Kleinspeicher.

Mini-Durchlauferhitzer sind speziell für den Einsatz am Handwaschbecken mit geringen Zapfraten und -mengen konzipiert, da sie mit kleinen Leistungen Wasser um geringstenfalls 25 Kelvin (bei 2 l/min) erwärmen, also bei einer in Deutschland üblichen Kaltwassertemperatur von etwa 10 Grad bis zu 35 Grad warmes Wasser verbrauchsabhängig zur Verfügung stellen. Eine Schuko-Steckdose oder ein 230-Volt-Festanschluss genügen für den Elektroanschluss im Regelfall.

Kompakt-Durchlauferhitzer erreichen höhere Wassertemperaturen als ein Mini-Durchlauferhitzer – möglich sind maximal 60 Grad. Jedoch benötigt ein Kompakt-Durchlauferhitzer einen dreiphasigen Anschluss (umgangssprachlich: Starkstrom). Ist dieser Anschluss nicht gegeben, können Beteiber von Waschplätzen einen Kleinspeicher einsetzen, der jedoch wesentlich größer ist. Beide Geräte bieten Zapfraten von bis fünf Litern pro Minute.

Bei Bestandsbauten spielt die vorhandene Elektroinstallation eine wichtige Rolle, da bestehende Leitungen in der Regel weiterhin genutzt werden.

Armatur ohne Berührung bedienen

Grundsätzlich nicht zwingend vorgeschrieben, jedoch in den meisten Fällen zu empfehlen sind berührungslos zu bedienende Armaturen. Sie erhöhen die Hygiene im Sanitärbereich. Eine Begrenzung der Auslauftemperatur ist zu empfehlen. Auch sollten Sensorarmaturen über eine Zwangsspülung verfügen, um sicher zu stellen, dass auch bei längeren Stillstandszeiten kein Problem mit Stagnationswasser entsteht.

Händetrocknung

Die Auswahl des Handtrocknungssystems beeinflusst die Anschaffungs- und Betriebskosten des Gesamtsystems. Bei Luft-Händetrocknern unterscheidet man zwischen Warmluft- und Highspeed-Händetrocknern. Highspeed-Händetrockner funktionieren ohne Heizregister und benötigen daher nur geringe Anschlussleistungen bzw. eine geringe Menge Strom im  Betrieb. 100 Händetrocknungen kosten etwa 0,10 Euro. Im Vergleich zu Handtuch-Systemen schneiden Luft-Trocknungssysteme in nahezu allen Punkten besser ab. Einmal-Handtücher müssen gesammelt und entsorgt werden, so dass die Unterhaltskosten deutlich höher ausfallen. Stoffhandtücher müssen gewaschen und desinfiziert werden. Weiterhin besteht die Gefahr, dass keine Handtücher verfügbar sind, wenn gerade Bedarf besteht.

Foto: Stiebel Eltron

Weitere Informationen: www.stiebel-eltron.de