Die Aldi South Group Group, internationale Dachorganisation von Aldi Süd, führt ein weltweit einheitliches Filialkonzept ein, das künftig in allen fünf Kernmärkten eingesetzt werden soll. Dazu zählen die USA, Australien, Deutschland, Österreich (unter der Vertriebslinie Hofer) sowie Großbritannien und Irland. Erste Tests laufen seit September 2025 in Aventura im US-Bundesstaat Florida, wo nun die erste Filiale auf Basis des neuen Konzepts eröffnet wurde. Der internationale Roll-out ist ab dem zweiten Quartal 2026 vorgesehen und soll schrittweise in allen Märkten erfolgen.
Individualisierung möglich
Das Konzept wurde unter Einbindung aller Landesgesellschaften entwickelt und zentral über das International Real Estate Committee gesteuert mit dem von der Unternehmensgruppe erklärten Ziel, eine konsistente Marken- und Einkaufserfahrung zu schaffen und gleichzeitig lokale Anforderungen berücksichtigen zu können. Zum Leistungsumfang zählen unter anderem Vorgaben für Markenauftritt und Storedesign, Architektur und Innenraumgestaltung, Kundenkommunikation, Beschilderung und Wegeleitsysteme sowie weitere Elemente entlang der Customer Journey. Entwickelt wurde das Format gemeinsam mit der Designberatung Landini Associates.
Projekte für den australischen Markt
Das Unternehmen verantwortete bereits die gestalterische Weiterentwicklung von Aldi Australia. Das nationale Storekonzept „Project Fresh“ wurde schrittweise bis 2020 auf rund 650 Standorte ausgerollt und definiert neben Architektur und Ladenlayout visuelle Kommunikation, Wegeleitung und Warenpräsentation. Mit „Aldi Corner Store“ entstand ein ergänzendes Kleinflächenformat für urbane Lagen. Es wurde erstmals im Juli 2021 in North Sydney eingeführt und inzwischen landesweit ausgebaut. Im Unterschied zum nationalen Standardformat ist es stärker auf kompakte Verkaufsflächen und lokale Standortanforderungen zugeschnitten.
US-Strategie
In den USA ist das globale Konzept Teil einer breiteren Expansions- und Modernisierungsstrategie. Aldi kündigt dort für 2026 die Eröffnung von mehr als 180 neuen Filialen in 31 Bundesstaaten an. Parallel soll die Marktpräsenz weiter ausgebaut werden, unter anderem mit dem Eintritt in neue Regionen wie Colorado und der langfristigen Expansion in weitere Wachstumsmärkte. Insgesamt strebt das Unternehmen an, die Filialanzahl in den USA bis Ende 2026 auf rund 2.800 Standorte zu erhöhen und bis 2028 auf etwa 3.200 Standorte zu wachsen. Der US-Roll-out wird durch Investitionen in die Infrastruktur begleitet. Geplant sind unter anderem neue und erweiterte Logistikstandorte, darunter zusätzliche Distributionszentren in Florida, Arizona und Colorado.

