Quo Vadis, Digital Signage? | stores+shops

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Foto: Nexgen/Hermann Hagemeyer

Quo Vadis, Digital Signage?

Die Corona-Krise hat den stationären Handel verändert und Themen wie Sicherheit und Hygiene verstärkt in den Fokus gerückt. Im Interview verrät Thomas Grundmann, Geschäftsführer der Nexgen Smart Instore GmbH, wie sich die Bedeutung von Digital Signage gewandelt und welche Rolle berührungslose Sensorik im Laufe der Pandemie eingenommen hat.

Wie hat sich Digital Signage im stationären Handel gewandelt?

Der Handel hat im Zuge der Digitalisierung aufgerüstet. Kunden bezahlen jetzt ihre Brötchen beim Bäcker in der Vorkassenzone kontaktlos. Vor der Pandemie war das noch selten. Einzelhändler führen kamerabasierte Kundenzähler ein, nicht zuletzt aufgrund von behördlichen Vorgaben. Menschen wollen zum Beispiel Berührungen vermeiden.

Wie nehmen die Kunden die neuen digitalen Möglichkeiten an?

Die Digitalisierung am POS hat in den letzten 15 Monaten einen Schub erlebt. Wir sehen heute bei den Konsumenten weniger Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und mehr Verständnis für Maßnahmen, die der Hygiene zuträglich sind. Händler und Dienstleister brauchen zusätzliche Möglichkeiten, um ihre physische Präsenz durchgehend sichtbar zu halten. Die Einbindung in eine Omnichannel-Strategie mit Webshops und Kundenbindungsprogrammen ist ein Weg. Eine weitere Option ist es, jederzeit durch verkaufsfördernde Maßnahmen im Schaufenster präsent zu sein.

Unter welchen Voraussetzungen steht das zweite Halbjahr 2021?

Die Konsolidierung der unterschiedlichen Insellösungen steht auf dem Plan. Wie lässt sich eine digitale Kundenampel in die Instore-Kommunikation integrieren? Touchanwendungen werden reihenweise gegen berührungslose Sensorik getauscht. Das Kundenerlebnis soll bleiben, die Ansteckungsgefahr weichen.

Braucht der stationäre Einzelhandel neue Konzepte und Denkmuster?

Absolut. Der Trend, dass Innenstädte vom Aussterben bedroht sind, hat sich im letzten Jahr verschärft. Jetzt ist es wesentlich, die Customer Journey des Kunden als Ganzes zu verstehen, nicht nur vom Betreten der Fläche bis zum Zurückstellen des Einkaufswagens. Es kommt darauf an, das Einkaufserlebnis im physischen Store attraktiv zu halten.

Also geht es darum, interessante Angebote und relevante Informationen über alle Kanäle bis in die Fläche zu kommunizieren, um so den Kunden von den Online-Händlern zurückzuholen?

Das ist nicht alles. Die Potenziale, die Supermärkte, Fachhändler oder Zentren bieten, müssen freigesetzt werden. Die Interaktion mit dem Personal, Beratung und Betreuung der Kunden sind durch nichts zu ersetzen. Digital unterstützt, mit interaktiven Elementen ist und bleibt das meiner Meinung nach ein großer Mehrwert des stationären Handels. Was es dazu braucht ist Offenheit, Mut und Begeisterungsfähigkeit bei Händlern sowie Expertise und Ressourcen bei Dienstleistern. Je mehr Lösungen am Markt umgesetzt werden, desto schneller rentieren sich sinnvolle Investitionen. Alle Lösungen sollten miteinander harmonieren, weil dadurch der bestmögliche Nutzen für Kunden entsteht.

Über Nexgen Smart Instore

Die Nexgen Smart Instore GmbH ist ein Full Service-Anbieter für Digital Signage-Lösungen am POS mit Sitz in Karlsruhe. Zu den Kunden gehören Edeka, Depot und Tegut. 

 

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