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Rund 200 Tegut-Filialen wechseln von der Schweizer Migros in den Edeka-Verbund
Foto: Ben Pakalski/Edeka/EHI

Edeka übernimmt Tegut-Filialpaket von Migros

Der genossenschaftliche Lebensmittelhändler Edeka hat sich mit dem Migros-Konzern auf den Kauf der meisten Filialen der Supermarktkette Tegut in Deutschland geeinigt. Die Schweizer Genossenschaft hatte heute bekannt gegeben, dass sie sich komplett aus dem deutschen Markt zurückzieht. Die Transaktion steht noch unter Kartellvorbehalt.

Edeka übernimmt nach eigener Aussage rund 200  von etwa 350 deutschen Tegut-Filialen von der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ). Ein entsprechender Vertrag ist bereits unterzeichnet. Neben einem Großteil des Filialportfolios mit den Vertriebsmitarbeitenden umfasst die Vereinbarung das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie die Smart Retail Solutions, Betreiberin der Teo-Standorte in Deutschland. Die Tegut-Filialen sollen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integriert werden. Die Übergabe steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

Rückzug nach Sanierungsversuch

Der Rückzug der Migros Zürich aus Deutschland ist laut Unternehmen das Ergebnis einer strategischen Neubeurteilung im Rahmen der laufenden Sanierung der Tegut-Gruppe. Trotz Kosteneinsparungen, die die operativen Verluste im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte reduzierten, verschärfte sich das Marktumfeld demnach weiter und führte zu rückläufigen Umsätzen. Die Option einer Gesamtübernahme durch einen bislang nicht im deutschen Markt präsenten Händler erwies sich dabei offenbar als nicht umsetzbar.

„Die Entscheidung, Tegut zu veräußern, ist uns äußerst schwergefallen. Das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen in den herausfordernden vergangenen Monaten verdient meinen höchsten Respekt. Dennoch hat die Analyse eindeutig gezeigt, dass eine Gesamtveräußerung unter den aktuellen Marktbedingungen die beste langfristige Perspektive für alle Beteiligten bietet – insbesondere für die Mitarbeitenden aber auch für die Kundinnen und Kunden“, erklärt Patrik Pörtig, Geschäftsleiter der Migros Zürich.

Arbeitsplätze sichern

Parallel zu der mit Edeka erzielten Einigung führt die Migros Zürich Gespräche mit weiteren Marktteilnehmern, um eine Lösung für möglichst alle Standorte zu gewährleisten. Bei den Verhandlungen standen laut der Genossenschaft die Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze und die Fortführung der Filialen im Mittelpunkt. Ohne eine Übernahmelösung hätte die Schließung zahlreicher Standorte und der Verlust von rund 4.500 Arbeitsplätzen gedroht.

„Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, die Standorte wirtschaftlich stabil aufzustellen, Arbeitsplätze zu sichern und die Nahversorgung für die Menschen vor Ort langfristig zu gewährleisten“, so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka-Zentrale. „Unser genossenschaftliches Modell mit rund 3.200 selbstständigen Kaufleuten bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

Mit der Integration will Edeka Investitionen in die Märkte, eine breitere Sortimentsvielfalt, wettbewerbsfähigere Preise sowie verbesserte Perspektiven für regionale und lokale Lieferanten verbinden. Als Referenz verweist der Konzern auf die frühere Übernahme der Kaiser’s-Tengelmann-Filialen, bei der Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern sogar ausgebaut worden seien.

Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Die finanziellen Auswirkungen der Transaktion werden im Jahresabschluss 2025 der Migros Zürich sichtbar sein, der am 24. März veröffentlicht wird. Die Gesamtabwicklung führt zu außerordentlichen Aufwänden, die das Ergebnis der Genossenschaft Migros Zürich und der Migros-Gruppe belasten werden.

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