Das Programm startet im März 2026 und soll Otto in einem dynamischen Marktumfeld langfristig wettbewerbs- und innovationsfähig sowie finanziell robust aufstellen. Ein wesentlicher Hebel ist die konsequente Senkung der externen Personal- und Sachkosten. Die strukturellen Veränderungen betreffen nahezu alle Geschäftsbereiche, insbesondere in der Hamburger Zentrale. Größere Veränderungen sind in Marketing, Controlling sowie den Tech-Bereichen geplant.
Im Fokus der freiwerdenden Mittel steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform, der Daten- und Technologiekompetenz und des Kundenerlebnisses. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit neuen technologischen Möglichkeiten, etwa im Bereich AI Commerce, also der Nutzung künstlicher Intelligenz entlang der gesamten Customer Journey. Otto plant, seine Position als größter deutscher Onlineshop weiter auszubauen. Ein starkes eigenes Handelsgeschäft gehört ebenso dazu wie der weitere Ausbau der Marktplatz- und Service-Segmente. Als größter deutscher Retail-Media-Anbieter bleibt Retail Media eine wichtige Geschäftssäule.
Personalabbau am Standort Hamburg
Im Rahmen des Transformationsprogramms werden am Standort Hamburg knapp 460 Vollzeitstellen abgebaut. Otto hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Freiwilligenprogramm vereinbart, das ein Altersteilzeit-Angebot mit einer maximalen Laufzeit von bis zu sechs Jahren, ein Aufhebungsangebot zur einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie den Wechsel in eine Transfergesellschaft umfasst.

