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Die Kühlregale „TectoDeck MD2 GD e-Novus" halten im Metro-Markt in St. Pölten unter anderem Fleisch, Wurst und Käse frisch. (Foto: Viessmann)
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Technik  |

Nachhaltigkeit im Blick

Der Metro-Großmarkt „Zero 1“ im niederösterreichischen St. Pölten ist eines der europaweit ersten Nullenergie-Betriebsgebäude. Der 2017 neu errichtete Markt der Metro Cash & Carry Österreich GmbH mit Sitz in Vösendorf (Wien), die als Vertriebslinie der Metro AG in Österreich insgesamt zwölf Großmärkte betreibt, nutzt insgesamt rund 2.850 cbm Holz statt Beton und – dank großzügiger Fensterflächen – viel Tageslicht statt künstlicher Beleuchtung. So will das Unternehmen Nachhaltigkeit und Wohlfühlambiente verbinden. Großflächige Kühlräume, wie sie Metro Cash & Carry bisher verwendete, mussten weichen. Stattdessen sind effiziente, umweltfreundliche Kühlmöbel im Einsatz. „Unser Markt in St. Pölten ist ein Leuchtturmprojekt, für die Metro und für Europa. Das Ziel, „zero emission“ haben wir erreicht“, resümiert Markus Baier, Senior Department Manager Store Development & Maintenance bei der Metro Cash & Carry Österreich.

Energiebedarf halbiert

Geheizt wird auf der 8.500 qm großen Verkaufsfläche mit der Abwärme der Kälteanlagen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes deckt den Eigen-Energiebedarf. Im Vergleich zum alten Metro-Markt St. Pölten konnte der Energiebedarf um über die Hälfte gesenkt werden. „Vorher hatten wir einen Verbrauch von 2.700 MW pro Jahr, jetzt kommen wir mit nur 1.000 MW pro Jahr aus. Weil die Photovoltaikanlage im Vergleich dazu eine Leistung von 1.100 MW liefert, produziert unser neuer Markt übers Jahr gerechnet sogar mehr Energie als er verbraucht“, so Baier – daher der Name Plusenergie-Großmarkt. Der zusätzliche Energiegewinn wird unter anderem für die E-Tankstellen auf dem Parkplatz genutzt.

Verkaufsräume nicht mehr gekühlt

Im Kühlbereich des Nullenergie-Gebäudes sind insgesamt 62 Möbel der Firma Viessmann installiert. 50 Kühlregale „TectoDeck MD2 GD e-Novus“ mit doppelt verglasten Türen reduzieren den Energieverbrauch laut Aussage des Unternehmens um 35 Prozent im Vergleich zu herkömmlich geschlossenen Kühlregalen am Markt. Darüber hinaus setzt die Metro acht halbhohe Kühlregale „TectoDeck SV 1 Inspi“ und vier Container-Kühlregale „TectoDeck RI4 Leho“ ein. Im Tiefkühlbereich verfügen vier Tiefkühlschränke „TectoFreeze VF1 Luxo“ über vollverglaste Türen. Ergänzt wird der Bereich um 34 Tiefkühlinseln „TectoFreeze IS1 Maxim“, zwölf davon als umschaltbare Plus-Minus-Lösung.

Die kältetechnische Ausrüstung arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R744 (CO2). Die transkritische CO2-Kälteanlage produziert im Normalkühlbereich ca. 345 kW Kälteleistung. Für die Tiefkühlung werden ca. 93 kW Kälteleistung bereitgestellt. Die Regelung der Anlage erfolgt mittels einer speziellen Technologie. Eine Besonderheit: Die Verbundanlage ist mit zwei regelbaren Ejektoren ausgestattet.

Die Abwärme der Kälteanlagen wird zudem in die Bodenplatte geleitet und so die Filiale geheizt. Auch zur Aufbereitung von Warmwasser wird die Abwärme genutzt.

Fotos: Viessmann

Weitere Informationen: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.metro.at und Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.viessmann.de