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Theodor Schember
Welche Relevanz haben Energiemanagement-Softwares für den Handel? (Foto: Green Pocket)
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Wie relevant sind Energiemanagement-Softwares?

Das BAFA listet mehr als 200 Anbieter von Energiemanagement-Software zur Auswertung von RLM-Zählerdaten. Energieversorger und Unternehmen stellen sich die Frage, welche Funktionen für sie eine wichtige Rolle spielen. Die vom Softwareentwickler Green Pocket erstellte Studie geht drei Fragen nach: 1) Welche Anwendungsbeispiele besitzen für die Experten eine hohe oder sehr hohe Bedeutung? 2) Welche Standard-Features bieten den Experten einen Mehrwert? 3) In welcher Frequenz (täglich, wöchentlich, monatlich) kommen die Funktionen zum Einsatz?  

Von den 12 befragten Anwendern verwalten 42 % den Energieverbrauch von bis zu 1000 Filialen. Weitere 33 % managen zwischen 101 und 500 Filialen. Die Anwendungserfahrung speist sich bei 75% der Befragten aus mindestens 4 Jahren aktiven Gebrauchs.

Die wichtigsten Features

8 von 10 abgefragten Anwendungsbeispielen schreiben die befragten Nutzer der Energiemanagement-Software eine hohe oder sehr hohe Bedeutung zu. Am wichtigsten ist den Befragten die Möglichkeit, bei der Analyse der Energieverbräuche frei wählbare Zeiträume für beliebige Medien auf Stunden- oder Tagesbasis miteinander vergleichen zu können. Das ermöglicht ihnen beispielsweise, die Stromverbräuche während der Öffnungszeiten von Filialen oder die Gasgrundlasten während der Schließzeiten gegenüberzustellen. Als ähnlich wichtig beurteilen sie die Möglichkeit, Energieverbräuche spezifischen Kostenstellen zuordnen zu können. Dadurch erhalten Nutzer eine Grundlage für ein unternehmensinternes Benchmarking und können ihre Kosten besser kontrollieren. 83 % der Nutzer ist es wichtig, individuelle Energieberichte aus kombinierten Texten und Diagrammen erstellen zu können.

Wichtige Anwendungen für den Handel (Grafik: Green Pocket)
Wichtige Anwendungen für den Handel (Grafik: Green Pocket)

Einen Mehrwert sehen die Experten auch bei 8 von 10 Standard-Features. Gefragt sind demnach vor allem Anwendungen, durch die eine umfassende und differenzierte Datengrundlage gewährleistet werden kann. Wichtig sei z. B. eine Funktion zur Definition von virtuellen Zählern durch die Verrechnung von mehreren im System vorhandenen Zählern. Als sinnvoll erachten die Befragten auch, Unterzähler zu frei definierbaren Verbrauchergruppen wie Beleuchtung oder Klimatisierung gruppieren zu können. Darüber hinaus sei es wichtig, Zählerstände manuell eingeben zu können, zum Beispiel um ihre Daten vollständig sichern zu können, auch wenn noch nicht alle Zählpunkte ihres Unternehmens digitalisiert sind.  

70% aller Anwendungsbeispiele kommen bei zwei Dritteln der Befragten regelmäßig zum Einsatz. Funktionen, die der Anomaliedetektion dienen, sind täglich aktiv. Durch die Anzeige von Tagesmustern können die Energiemanager eines Unternehmens erkennen, ob der tägliche Energieverbrauch innerhalb des erwarteten Rahmens liegt. Dynamische Alarme melden Ausreißer. Dies soll ermöglichen, die Ursachen von Anomalien – wie Leckagen an den verwendeten Geräten – verzögerungsfrei beheben zu können.

In wöchentlichen Abständen kommen in erster Linie Funktionen zum Einsatz, die einen Blick auf den energetischen Zustand eines Standortes oder Gesamtunternehmens erlauben. Das erlaube den Energiemanagern eines Unternehmens, wöchentliche Bilanzen zu ziehen, auf deren Grundlage sie mittel- und langfristig ihre Energieeffizienz optimieren können. In monatlicher Frequenz werden vor allem Funktionen eingesetzt, die der Durchführung kaufmännischer Analysen dienen. Anwendungen zur Kostenstellenzuordnungen, zur individuellen Berichterstattung und zur integrierten Rechnungsprüfung sind hilfreich, um die Ausgaben des Unternehmens im Blick behalten.  

Foto und Grafik: Green Pocket

Weitere Informationen: www.greenpocket.de