Die digitale Apotheke | stores+shops

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Touchsreens statt realer Warenpräsentation (Foto: Becton Dickinson)

Die digitale Apotheke

In der Pharmacie Raphael in Frankfurt am Main präsentiert der Apotheker Raphael Perl die nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel auf großen Multi-Touch-Bildschirmen. An einem Service-Terminal im Verkaufsraum können sich die Kunden neuerdings vorinformieren und in Kürze auch kaufen.

Auf der Frankfurter Fressgass’, dem 250 m langen Straßenzug zwischen Opernplatz und Börsenstraße, pulsiert das städtische Leben. Zwischen Delikatessengeschäften, alteingesessenen Speiselokalen, exklusiven Fashion-Stores und Juwelieren hat Gabor Perl vor zwei Jahren eine Apotheke eröffnet. Die „Pharmacie Raphael“ trägt den Namen des Sohns von Perl, der die Apotheke leitet. Der Senior kümmert sich um die beiden Filialen im hessischen Langen.

In Raphael Perls Apotheke laufen die Warenflussprozesse im Back- und Frontoffice voll automatisiert ab. Durch die begrenzten räumlichen Ressourcen wurde die Apotheke von Anfang an mit einem automatisierten Warenlager mit vollautomatischer Einlagerung geplant. Auf nur 7,5 qm Fläche sind rund 10.000 verschiedene Artikel eingelagert. Über mehrere Ausgabeschächte gelangt die Ware in den Handverkaufsbereich (Offizin) der Apotheke. Die OTC-Produkte präsentiert Perl auf modernen Touch-Screens. Sechs Bildschirme à 55 Zoll zeigen die Sichtwahl-Produkte in Übergröße an und ersetzen die reale Präsentation.

Informieren und kaufen am Terminal

Als jüngstes „Baby“ der Technologie-Ausstattung unterstützt ein Service-Terminal im Verkaufsraum das Apothekenteam bei der Beratung und im Verkauf. Am „Rowa Vpoint“, der wie die Lager- und Sichtwahltechnologie vom Anbieter Becton Dickinson stammt, kann der Kunde sich über das Angebot der Apotheke informieren. Sichtwahlprodukte werden mittels eines Bons am Handverkaufstisch abgeholt, Informationen über Freiwahlprodukte erhält der Kunde über das Einscannen des Barcodes auf der Verpackung. Sehr anschaulich ist das Suchen am Terminal-Bildschirm über eine weibliche oder männliche Körpersilhouette auf dem Bildschirm mit der Anzeige von passenden „Problemlösern“ für die betroffenen Körperstellen.

Bald auch mit Bezahlfunktion: Info-Terminal bei Perl (Foto: Becton Dickinson)

Bald auch mit Bezahlfunktion: Info-Terminal bei Perl (Foto: Becton Dickinson)

Das Terminal ist ebenso wie die virtuelle Sichtwahltechnik direkt mit dem Server in der Cloud verbunden. Hier sind Produktstammdaten, Packungsbilder und Videos hinterlegt. Raphael Perl pflegt die Bestände selbst über das Webportal, das er von nahezu jedem internetfähigen Endgerät aus erreichen kann. Per Drag & Drop erstellt der Apotheker die Auswahl aus dem Warenangebot für die Sichtbarkeit auf den Multi-Touch-Bildschirmen und für das Terminal. „Unsere Kunden schätzen es sehr, wenn wir uns der Zeit anpassen und ihnen ein innovatives Einkaufserlebnis bieten“, sagt Raphael Perl. Aufgrund der guten Erfahrungen plant der Apotheker, das Terminal in Kürze zu einem Selfcheckout mit Bezahlfunktion aufzurüsten. Dann kann der Bezahlvorgang bei Freiwahlprodukten (z.B. Kosmetik) direkt am Verkaufsterminal getätigt werden.

Fotos (2): Becton Dickinson

Weitere Informationen: www.pharmacie-raphael.de

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