Seit März 2025 setzt der norddeutsche Modehändler auf neue Systemlösungen, die Kassenbetrieb, Wareneingang und Kundenkommunikation miteinander verbinden. Das Familienunternehmen war an die Grenzen seiner bisherigen Software-Infrastruktur gestoßen, da jede neu eröffnete Filiale bislang eine manuelle Konfiguration der Kassensysteme und einen erheblichen IT-Aufwand erforderte.

CB Mode setzt auf ein breites Markensortiment
Foto: Christian Beutin GmbH & Co. KG
Niklas Kieckbusch, Leiter Digitalisierung & Supply Chain bei CB Mode: „Wir konnten nicht für jede neue Filiale zusätzliche IT-Ressourcen aufbauen. Wir brauchten ein System, das skalierbar ist und Prozesse automatisiert.“ Eingeführt wurden nun drei Lösungsbausteine des Dortmunder Retail-Technologieanbieters Remira: ein filialübergreifendes Kassensystem, eine Mobile Store Management App sowie ein Warenwirtschaftssystem mit EDI-Schnittstellen zu Lieferanten und Drittanbietern. Ergänzend wurde die bestehende Kunden-App angebunden, über die rund 200.000 Nutzerinnen und Nutzer Einkäufe, Rabatte und Bonusgutscheine verwalten.
Bestandsprüfung auf der Fläche
Ein zentraler Fortschritt betrifft den Wareneingang: Bisher war eine vollständige Prüfung eingehender Lieferungen technisch nicht möglich. Kieckbusch: „Heute prüfen wir mithilfe der Software sofort, ob die Lieferung korrekt ist.“ 98 Prozent der Lieferanten sind inzwischen per EDI angebunden, Abverkaufs- und Bestandsdaten fließen automatisch ins Warenwirtschaftssystem. Die Mobile Store Management App kommt an allen acht Standorten zum Einsatz – für Warenannahmen, Umlagerungen, Retouren und Bestandsabfragen direkt auf der Verkaufsfläche.
Beratungsqualität und Kundenzufriedenheit erhöhen sich enorm.
Niklas KieckbuschDie Mobile Store Management App kommt an allen acht Standorten zum Einsatz – für Warenannahmen, Umlagerungen, Retouren und Bestandsabfragen direkt auf der Verkaufsfläche. Dies hat Konsequenzen für Beratungsgespräche am POS: „Uns war es wichtig, dass wir Fragen unserer Kunden direkt auf der Fläche beantworten können, zum Beispiel, ob ein bestimmter Artikel aktuell in einer anderen Filiale verfügbar ist. Das können wir nun über das Smartphone direkt nachgucken und müssen den Kunden nicht allein lassen, um zum Computer zu laufen. Dadurch erhöhen sich die Beratungsqualität und die Kundenzufriedenheit enorm.“

CB Mode betreibt acht Filialen mit insgesamt 22.000 qm Verkaufsfläche
Foto: Christian Beutin GmbH & Co. KG
Wegbereiter für Wachstum
Rabattaktionen lassen sich nun zentral steuern, die Kasse entscheidet automatisch über die Kombinierbarkeit verschiedener Aktionen. Einkäufe erscheinen in der Kunden-App inklusive Bonuspunkten. „Unsere Kommunikation läuft heute über Social Media und die App – nicht mehr über Briefe oder Zeitungsanzeigen“, so Kieckbusch. Derzeit wird auch die Zahlungsverkehrslösung des Anbieters eingeführt, die stationären Kartenzahlungsverkehr und Onlinehandel zusammenführen soll. Die Filiale in Stralsund ist bereits umgestellt. Kieckbusch: „Wir haben nicht nur technisch gewonnen, sondern auch organisatorisch. Die Prozesse sind stabil und wir sind bereit für weiteres Wachstum.“
CB Mode betreibt acht Filialen mit insgesamt 22.000 qm Verkaufsfläche und rund 100 Marken im Sortiment. Zuletzt wurden Standorte in Hannover und Stralsund eröffnet. Das Unternehmen ist ein Geschäftsbereich der Christian Beutin GmbH & Co. KG aus Lübeck.

