ESL als Schlüssel zur Prozessexzellenz | stores+shops

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Kaufland gibt Preisänderungen im Bereich Backwaren schnell und präzise direkt an die Regale weiter
Foto: Kaufland

ESL als Schlüssel zur Prozessexzellenz

Immer mehr Handelsunternehmen setzen heute bei der Vernetzung von In-Store-Prozessen auf elektronische Regaletiketten (ESL). Das Anwendungsspektrum der smarten Labels geht mittlerweile weit über die Anzeige von Preisinformationen hinaus.

Im November 2025 war es spruchreif: Obi Deutschland wird in mehr als 200 deutschen Baumärkten eine ESL-Lösung der Vusion Group, einem international führenden Anbieter digitaler Lösungen für den stationären Einzelhandel, installieren. Das Projekt umfasst neben den digitalen Regaletiketten (Electronic Shelf Labels/ESL) auch die Steuerung durch die „Vusion Cloud“-Plattform. Damit will der DIY-Händler seinen Kundinnen und Kunden nicht nur jederzeit aktuelle und korrekte Preise anzeigen, sondern vielmehr seine „Prozesse mit neuen Technologien transformieren“, heißt es bei Obi.

Obi transformiert seine Prozesse in über 200 deutschen Märkten mit ESL-Technologien der Vusion Group

Obi transformiert seine Prozesse in über 200 deutschen Märkten mit ESL-Technologien der Vusion Group
Foto: Obi

Ziel ist es unter anderem, nicht-verkaufsbezogene Aktivitäten auf den Flächen zu reduzieren und so die Verfügbarkeit der Mitarbeitenden für den Kundenservice zu erhöhen. Der Einsatz der digitalen Labels ermöglicht es zum einen, Preisänderungen zu automatisieren, und zum anderen, verschiedene Informationen über das Regal und seinen Bestand per ESL direkt an die Mitarbeitenden zu übermitteln.

„Wir verbessern kontinuierlich das Einkaufserlebnis unserer Kunden und versuchen, unsere Teams in den Obi-Märkten mit modernster Technologie noch besser zu unterstützen. Durch die Partnerschaft mit der Vusion Group können wir unsere Prozesse in den Märkten deutlich optimieren und sicherstellen, dass sich unsere Mitarbeitenden auf einen noch besseren Kundenservice konzen-trieren können“, sagt Stefanie Kristes, Senior Expert Retail & Enterprise Solutions bei Obi. Darüber hinaus profitiert Obi von der nahtlosen Integration der ESL in die bestehende Cisco-Meraki-Wireless-Infrastruktur in den Filialen. Durch diesen Ansatz sei keine zusätzliche Hardware erforderlich.

Akkus in Regalschienen

Auch dm-Drogeriemarkt treibt die Integration der elektronischen Preisschilder in innovative Filialprozesse voran. Die technische Plattform der ESL-Lösung ist die „Edge Sense“ der Vusion Group. Das System beinhaltet neue energie- und zeitsparende Regalschienen und ermöglicht auch Bluetooth-Verbindungen. Die Stromversorgung erfolgt mit aufladbaren Akkus, die sich nicht mehr einzeln in den Labels, sondern in den Regalschienen befinden. Auch können die ESL per Bluetooth standortgenau für jedes Produkt Infos an Mitarbeitende und Kund:innen übermitteln.

Für die Mitarbeitenden im Markt vereinfacht das System die täglichen Aufgaben. Mit dem sofortigen Zugriff auf detaillierte Produktinformationen über digitale Etiketten und mobile Geräte können sie schnell auf Kundenanfragen reagieren. „Edge Sense“ bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Prozesse im Warenwirtschaftssystem zu optimieren. dm-Drogeriemarkt will das System vorerst in rund 70 Filialen einführen. Außerdem soll diese Technologie mit Robotern (Ubica) kooperieren, die bereits in vielen dm-Märkten nach Ladenschluss Bilder der Regale aufnehmen und daraus Bestände, Out-of-Stocks, Fehlplatzierungen und andere Daten generieren und so automatisierte Regalarbeiten oder Nachbestellungen ermöglichen.

Die Zusammenführung mit der ESL-Technologie gilt für dm als „Schlüssel zur Prozessexzellenz“. Nicht zuletzt soll die neue integrierte Lösung aus ESL und Robotern den Instore-Picking-Prozess für Click & Collect optimieren. Die Scanroboter der Ubica Robotics GmbH, ein Start-up mit Sitz in Bremen, erfassen, erkennen und identifizieren das Mobiliar und den Warenbestand in Einzelhandelsfilialen. Die damit – sinnvollerweise täglich – erstellten „digitalen Zwillinge“ sind ein exaktes aktuelles Datenabbild der Filialen. Sie dienen nicht nur zur Out-of-Stock-Erkennung, sondern erfassen auch die reale Artikelpositionierung, lesen die ESL-Infos und gleichen die korrekte Auszeichnung ab.

Preisoptimierung im Fashionhandel

Das Osnabrücker Modehaus L&T Lengermann & Trieschmann setzt jetzt ebenfalls eine ESL-Lösung ein mit dem klar definierten Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dafür ist die intelligente Preisoptimierung im stationären Geschäft ein wichtiger Hebel. Das Unternehmen sieht im stationären Geschäft gegenüber dem Onlinehandel bislang eine fehlende Chancengleichheit aufgrund aufwendiger Preisänderungsprozesse und mangelnder Informationen über Kundenverhalten. In einer Entwicklungspartnerschaft mit Vusion und GK Air installiert L&T seit 2025 rund 20.000 ESL-Einheiten mit NFC-Schnittstelle auf seiner Verkaufsfläche. Die Arbeiten sollen im Mai 2026 abgeschlossen werden. Der „GK Air Price Optimizer“ ist eine All-in-One Software für AI-gesteuerte Preisoptimierung. Auch hier wird die ESL-Lösung in bestehende Prozesse wie Kasse und Marketingmaßnahmen integriert.

Artikelgenaue Preisfindung mit KI

dm-Drogeriemarkt treibt die Integration von ESL in seinen Filialen voran

dm-Drogeriemarkt treibt die Integration von ESL in seinen Filialen voran
Foto: dm-Drogeriemarkt

Der „Price Optimizer“ von GK Software erstellt mithilfe von KI Markt- und Bedarfsanalysen und ermöglicht auf dieser Basis eine automatisierte, transparente und profitable Preisgestaltung für den jeweiligen Vertriebskanal. Intelligente Algorithmen helfen, Verkaufspreise jederzeit und strategisch konform zu optimieren. Die Wechselwirkungen zwischen Verbrauchernachfrage, Marktbedingungen und Wettbewerb werden dabei laut GK ebenfalls automatisch berücksichtigt. „GK Air Price Optimizer“ verarbeitet für die jeweils aktuelle und produktgenaue Preisfindung große Datenmengen mit Produktdaten, nachfragebezogenen Informationen, Wettbewerbspreisen, Wetter und anderen relevanten Einflussfaktoren.

Bereits im Mai 2025 hat Kaufland rund 100.000 digitale Preisschilder in seinen Filial-Bäckereien angebracht, um Preissenkungen blitzschnell und sicher übermitteln zu können. „Gerade in diesem Bereich kommt es aufgrund von saisonalen Sortimentswechseln, Werbeaktionen oder Rabattierungen am Abend häufig zu Preisanpassungen“, so die Begründung. In den Obst- und Gemüseabteilungen hatte Kaufland ESL schon zuvor bundesweit im Einsatz.

Stabil und flexibel

Ebenfalls im Mai 2025 hat die Online Software AG die neue Version ihrer Kommunikationsplattform für den Einzelhandel „Prestigeenterprise 6.4“ vorgestellt. Diese bietet unter anderem gezielte Verbesserungen in der Skalierbarkeit von ESL. Deren Anbindung gehört zwar seit langem zu den Funktionen von „Prestigeenterprise“, wurde nun aber gezielt für den Einsatz in großflächigen Installationen weiterentwickelt. Im Ergebnis verspricht Online Software eine „spürbar höhere Performance, verbesserte Stabilität auch bei sehr großen Datenmengen und weiterhin volle Flexibilität bei der Hersteller- und Modellwahl“.

Gleichzeitig ermöglicht die Softwareplattform auch die zentrale Steuerung der gesamten Preis- und Werbekommunikation mit digitalen und gedruckten Medien direkt am POS. „So gelingt eine moderne, medienübergreifende Kundenansprache in der Filiale, und zugleich wird der Grundstein für Retail Media Installationen gelegt – das nächste große Thema in der Welt der Handelstechnologien“, sagt Jürgen Berens von Rautenfeld, Vorstand der Online Software AG.

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