E-Mobilität im Handel: Laden wird strategisch | stores+shops

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Immer mehr Handelsunternehmen wie Bauhaus setzen gemeinsam mit Infrastrukturpartnern wie EnBW auf Schnellladeangebote als festen Bestandteil ihrer Standortstrategie.
Foto: Bauhaus

E-Mobilität im Handel: Laden wird strategisch

Ladeinfrastruktur auf Handelsparkplätzen wird zum festen Bestandteil moderner Standorte. Statt Zusatzservice stehen heute Themen wie Ladegeschwindigkeit, Netzkapazitäten und Nutzungskonzepte im Fokus. Besonders Schnellladen gewinnt im Handel an Bedeutung: Ladezeit und typische Aufenthaltsdauer der Kundschaft gleichen sich zunehmend an.

Mit batteriegepufferten Schnellladestationen wollen Rewe und Jolt Energy HPC-Laden auch an urbanen Handelsstandorten mit begrenzten Netzkapazitäten ermöglichen.

Mit batteriegepufferten Schnellladestationen wollen Rewe und Jolt Energy HPC-Laden auch an urbanen Handelsstandorten mit begrenzten Netzkapazitäten ermöglichen.
Foto: Jolt

Im Rahmen der EHI-Session „Elektromobilität im Handel“ diskutierten Energieversorger und Infrastrukturbetreiber aktuelle Entwicklungen rund um Ladeangebote im Einzelhandel. Dabei wurde festgestellt, dass immer mehr Ladepunkte von Händlern angeboten werden. Treiber dieser Entwicklung sind veränderte Nutzungsgewohnheiten und gesetzliche Anforderungen wie das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG).

Gleichzeitig verändert sich die Rolle der Ladeinfrastruktur im Wettbewerb der Handelsstandorte. Anbieter wie EnBW Mobility+, E.on, Jolt oder Electra sehen Schnellladen zunehmend nicht nur als ergänzenden Service, sondern auch als Frequenzfaktor für urbane Standorte. Durchschnittlich rd. 29 Minuten verbringen Nutzer:innen an Schnellladepunkten im Handel: ein Zeitraum, der sich eng an typische Einkaufszeiten anlehnt.

Vor allem in Innenstädten gewinnen dabei kompakte HPC-Lösungen mit Batteriespeichern an Bedeutung, da Platz und Netzanschlüsse häufig begrenzt sind. Wie solche Konzepte künftig skaliert werden sollen, zeigt eine aktuelle Kooperation von Jolt Energy mit der Rewe Group: Geplant sind mehr als 100 neue Schnellladestandorte pro Jahr auf Rewe- und Penny-Parkplätzen, teilweise ohne notwendigen Mittelspannungsausbau.

Energie wird flexibler

Parallel dazu entwickelt sich Ladeinfrastruktur zunehmend zum Bestandteil umfassender Energiestrategien. Kombinationen aus Ladepunkten, Photovoltaik, Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement sollen Lastspitzen reduzieren und Stromkosten senken. Dynamische Stromtarife und zeitversetztes Laden spielen dabei insbesondere für Logistikflotten eine wachsende Rolle. Gleichzeitig steigt die Bedeutung gewerblicher Nutzergruppen: Lieferdienste, Dienstwagenflotten und urbane Mobilitätsanbieter integrieren öffentliche Ladepunkte immer stärker in ihre täglichen Routen.

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