„Zalando Extended“ bringt Sortimente anderer Onlineshops auf die Plattform, die Zalando bisher nicht im Sortiment führt. Zum Start stehen komplexe Kategorien wie sperrige Einrichtungsgegenstände im Fokus, das Sortiment soll schrittweise erweitert werden. „,Zalando Extended‘ zeigt, wie Agentic Commerce im Alltag aussehen kann. Sortimente lassen sich erweitern, ohne jedes Produkt selbst einkaufen zu müssen. Das ist eine spannende Option, um Kund:innen breiter zu bedienen,“ sagt Lars Hofacker, Forschungsbereichsleiter E-Commerce im EHI.

Ab 2027 soll Zalandos eigener KI-Agent Bezahl- und Bestellvorgänge im Auftrag der Kund:innen übernehmen können, sodass diese die Zalando-App zum Kauf nicht verlassen müssen. Erster Pilotpartner ist seit 2026 Westwing, Anbieter von Home-&-Living-Produkten, deren Produkte ab 2027 über Zalando erhältlich sein werden. „Dass Zalando seinen KI-Agenten künftig im Auftrag der Kundinnen einkaufen lassen will, zeigt die Richtung: Assistenten begleiten den Einkauf immer stärker. Wer diese Entwicklung früh mitgestaltet, verschafft sich einen Vorsprung,“ so Hofacker.

Für Partnershops entfallen laut Zalando komplexe technische Integrationen und Anpassungen in der Logistik. Zusätzlich können sie ihre Produkte über Retail Media auf Zalando bewerben. Der Zalando Assistant, auf dem das Angebot aufbaut, wurde 2026 bereits von über 22 Millionen Nutzer:innen besucht. „Im Handel wird der eigene Shopping-Assistent immer mehr zum Thema. Zalando setzt auf den eigenen Assistant und will zugleich über externe KI-Plattformen sichtbar sein. Diesen Mix sehen wir auch im Handel: 34,6 Prozent der Unternehmen nutzen eigene und externe KI-Systeme gemeinsam,“ sagt Hofacker und ergänzt: „Wenn KI-Agenten Kaufentscheidungen beeinflussen, wird für Händler wichtiger, wie gut Produkte beschrieben und beraten werden.“

Zalandos Wandel hin zu einem Plattform-Modell gewinnt weiter an Fahrt: Der Partneranteil am B2C-GMV stieg im dritten Quartal 2026 auf 33,6 %. Das mittelfristige Ziel liegt bei 40 bis 50 % bis 2028.