Nach mehr als einem Jahrzehnt des konstanten Wachstums hat die Umsatzaktivität am Black Friday offenbar ihren Höhepunkt in Deutschland erreicht, wie der Vergleich der Acquiring-Transaktionen bei 100 führenden Einzelhandelskunden von Concardis in Deutschland zeigt.
„Im Vergleich zum Rekordjahr 2020 ging die Gesamtzahl der Acquiring-Transaktionen am Black Friday um 0,7 Prozent leicht zurück. Für die Black Week ist diese Zahl dagegen um 0,7 Prozent gestiegen und für den Black Month sogar um insgesamt 4,8 Prozent“, sagt Patrick Höijer, Mitglied der Geschäftsführung der Concardis GmbH und Chief Commercial Officer für Large & Key Account (LAKA), Nets Merchant Services.
Ein Großteil der Händler verlagert seine Angebote auf die Black Week oder in einigen Fällen sogar auf die Wochen davor. Angesichts des intensiven Wettbewerbs um die Kunden ist daher die richtige Strategie entscheidend.
Liveshopping und Kunden-Loyalität
Ein interessanter Trend, mit dem einige Händler experimentiert haben, ist das Liveshopping, wobei die Produkte im Rahmen eines Livestreams in den sozialen Medien vorgestellt und über den Kommentarbereich gekauft werden können.
„Auch wenn soziale Medien bereits seit langem eine beliebte Möglichkeit sind, um sich vom Wettbewerb abzuheben, werden sie jetzt zunehmend vom reinen Marketingkanal zu einer Hybridform für Marketing und Vertrieb“, beobachtet Patrick Höijer.
In diesem Jahr haben viele Händler in Deutschland versucht, ihren Umsatz bereits in den Wochen vor dem Black Friday durch unterschiedliche Verkaufsaktivitäten anzukurbeln. So wurden täglich neue Angebote für bestimmte Produkte häufig über Loyalty-Programme und Kundenkarten beworben, um zum einen treue Kunden zu belohnen, aber auch das Interesse an diesen Programmen zu erhöhen.
Wird Black Friday irrelevant?
Trotz des leichten Rückgangs der Aktivitäten am Black Friday selbst besteht kein Zweifel daran, dass sowohl Black Friday als auch Black Week zum jetzigen Zeitpunkt bei den Konsumenten und Händlern in Deutschland gut etabliert sind.
„Die aktuellen Zahlen sollten im Kontext mit dem massiven Umsatzwachstum am Black Friday und in der Black Week der vorherigen Jahre betrachtet werden. Der leichte Aktivitätsrückgang am Black Friday ist bislang nur ein kleiner Rückschritt von einem sehr hohen Niveau, das durch mehrere Jahre des Wachstums erreicht wurde.“
Welche Erkenntnisse sind für die zukünftige Strategie entscheidend?
In unserem Artikel finden Händler eine Analyse der Acquiring-Tansaktionen, weitere Erkenntnisse und spezielle Vorschläge für die Planung der Black-Saison 2022.
Zu den Empfehlungen gehören:
1. Zeitplanung und Vorbereitung für maximale Wirkung und Umsatzsteigerung
2. Überprüfung der eigenen Social-Media- und Vertriebskanäle
3. Individuelle und begrenzte Angebote für mehr Loyalität