Fahrrad XXL Franz: Radelnd den Store entdecken | stores+shops

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Die Natur in den Store holen: Konsumenten sollen bei Fahrrad XXL Franz in Griesheim die räumlichen Grenzen des Stores „vergessen“. (Foto: Martin Kunze, Hamburg)

Fahrrad XXL Franz: Radelnd den Store entdecken

„Erleben, Testen, Losfahren“ – so das Leitmotiv des Einzelhandelsunternehmens Fahrrad XXL Franz, das die Inhaber Ralf und Marco Schäfer in ihrem vierten Store in Griesheim auf rund 6.000 qm Verkaufsfläche realisiert haben.

Seit Frühjahr lädt Fahrrad XXL Franz Konsumenten in seine neue Filiale, in der sich zuvor ein Baumarkt befand. Das Erdgeschoss dient als Verkaufsraum für ein Vollsortiment an Fahrrädern mit unterschiedlichen Technik-Varianten für verschiedene Anwendungsbereiche sowie entsprechendes Zubehör, z. B. Fahrradbekleidung und Accessoires, im Obergeschoss befindet sich eine Werkstatt. Seine Produkte möchte das Unternehmen mit Zentralsitz in Mülheim-Kärlich in möglichst real erscheinender Umgebung präsentieren. "Aufgabe war es, das Gefühl von ‚Außen‘ nach ‚Innen‘ zu transportieren", so das Architekturbüro Nette + Hartmann, das Konzept und Planung des Stores verantwortet. Realisiert hat den Store Trendstore Shop Creation aus Greding, das Lichtkonzept stammt von LDA Licht.

Adresse: Flughafenstraße 14, 64347 Griesheim

Eröffnung: 22. Februar 2018

Verkaufsfläche: 6.000 qm

Konzept und Planung: Nette + Hartmann, Hamburg

Ladenbau: Trendstore Shop Creation, Greding

Beleuchtung: LDA Licht, Oberhof

Bodenbelag: Objectfloor, Köln/Oliver Schmidt Kunststofftechnik, Bechtheim

Indoor-Teststrecke und Bike-Lounge

Gestalterischer Höhepunkt des Stores ist eine weitläufige Indoor-Teststrecke in Form eines Rundwegs, die zum Erproben der Zweiräder unter variablen Bedingungen einlädt, wahlweise mit einer Steigung auf eine Höhe von 2,70 m – in Gerüstbau-Technik erstellt, um Transparenz zu gewahren. Ein Holzparcours lockt routinierte Fahrer und Mountain-Biker. Kindern steht eine liebevoll ausgearbeitete Teststrecke zur Verfügung. Blickfang: Die Fahrstrecke hebt sich vom grau gestrichenen Estrich im Store durch einen anthrazitfarbenen Steinbelag ab, der durch Markierungen in Fahrradteststrecke und Fußgängerweg gegliedert ist.

Den Mittelpunkt des Stores bildet eine „Bike Lounge“ neben der Teststrecke, die von einer 4,8 m hohen, transparenten Stahllamellen-Konstruktion eingerahmt wird. Raum für Raum im Stil eines Messestandes errichtet, dient das 150 qm große Areal als Aufenthaltsbereich und Beratungszentrale und wird mit Oldtimer-Rädern in Szene gesetzt. Bilder und Logos zieren eine rote Mittelwand in Backstein-Optik. Sie informieren über die Firmenhistorie. Diverse Sitzgruppen, eine Kaffee-Bar und Getränkeautomaten laden zum Entspannen und Verweilen ein.  

Grenzen Stahllamellen die „Bike Lounge“ optisch von der übrigen Verkaufsfläche ab, prägen das gesamte Storedesign Holzlamellen. Kreiert wurden die großen, zum Teil hallenhohen Ladenbauelemente aus dezenten und filigranen anthrazitfarbenen Metallelementen, Streckmetall, Motivflächen und Holzrahmen, die an Transportkisten erinnern. L-förmige Holzlamellen-Überdachungen kennzeichnen die Service-Areale im Store. Auf Rückwände in den Ladenbauelementen verzichtet das Handelsunternehmen weitgehend und setzt diese stattdessen als Raumteiler ein. Die Ziele: Mitarbeitern und Kunden genügend Ein- und Ausblicke zu ermöglichen, um die Flächenübersicht zu gewährleisten und so zugleich die Ware zu fokussieren.

Weiße, hochglänzende Podeste und Regale rücken die Zweiräder in den Fokus. (Foto: Martin Kunze, Hamburg)

Weiße, hochglänzende Podeste und Regale rücken die Zweiräder in den Fokus. (Foto: Martin Kunze, Hamburg)

Die Halle zu strukturieren, war die größte Herausforderung für die Architekten. Wichtig war es deshalb, die Verkaufsfläche offen und übersichtlich zu gestalten, aber dennoch eine visuelle Ordnung beizubehalten. So blieb die Hallendecke in ihrer Urform erhalten, wurde jedoch mithilfe verschiedener Deckenelemente gegliedert, um die Atmosphäre der einzelnen Abteilungen herauszuarbeiten. Auch Bodenbelag und Beleuchtung tragen zur Gliederung des Stores bei. Stromschienen und flexible Strahler auf LED-Basis leuchten die einzelnen Verkaufszonen aus. PVC in Holzoptik kennzeichnet die einzelnen Abteilungen, während selbstleuchtende Motivflächen als Deckensegel wechselnde Stimmungen in den einzelnen Abteilungen hervorrufen und sie voneinander abgrenzen. Die Kinderabteilung prägen Lichtringe über Antrittspodesten.  

Podeste verschiedener Höhen und nahezu deckenhohe Regale bilden im Store die Bühne für das Sortiment. Große Bildmotive von Wäldern und Mountain-Bikern an den Wänden und der Decke erschaffen ein Outdoor-Ambiente.  

Fotos (5): Martin Kunze, Hamburg

Weitere Informationen: www.nette-hartmann.de und www.trendstore.de