Freitag: Archivsystem trifft Altstadt | stores+shops

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Verantwortlich für Konzept und Storedesign zeichnet Freitag lab.ag, die Bauleitung übernahm die Studio Milani Simon GmbH
Foto: Freitag

Freitag: Archivsystem trifft Altstadt

Im Zürcher Niederdorf hat der Taschenhersteller Freitag einen Store eröffnet, dessen Innenausbau der industriellen Designsprache des Unternehmens folgt und der ein modulares Archivsystem mit der historischen Bausubstanz am Hirschenplatz verbindet.

Freitag

Niederdorfstrasse 18
8001 Zürich
Schweiz

Neueröffnung: 12.06.2026

Freitag

Niederdorfstrasse 18 8001 Zürich Schweiz Neueröffnung: 12.06.2026

Der rund 100 qm große Laden liegt in einem denkmalgeschützten Eckgebäude mit schmiedeeisernen Balkonen und blau gerahmten Bogenfenstern, direkt am kopfsteingepflasterten Platz. Die Schaufenster geben den Blick auf das dahinterliegende Verkaufskonzept frei, das optisch mit dem historischen Rahmen kontrastiert.

Sitzbänke aus gefalteten LKW-Planen prägen das Erscheinungsbild

Sitzbänke aus gefalteten LKW-Planen prägen das Erscheinungsbild
Foto: Freitag

Sitzbänke aus LKW-Planen

Prägendes Gestaltungselement ist ein raumhohes Regalsystem aus einheitlichen weißen Boxen, die jeweils mit einem Foto des enthaltenen Unikats beschriftet sind. Die Systematik erinnert an ein Aktenarchiv und macht die Auswahl der einzelnen Taschenmodelle auf einen Blick erfassbar. Einzelne Regalböden sind für die Präsentation ausgewählter Taschen und Rucksäcke freigestellt. Als Sitzmöbel dienen gefaltete und mit Gurten verschnürte LKW-Planen im charakteristischen Blau-Weiß der Marke. Sie greifen das Rohmaterial auf, aus dem die Taschen gefertigt werden. An einer Lochwand werden Gurte, Schlüsselanhänger und kleine Taschen farblich sortiert präsentiert.

Reparaturen auf dem Schirm

Bildschirme über der Kasse zeigen Handgriffe aus der hauseigenen Reparaturwerkstatt

Bildschirme über der Kasse zeigen Handgriffe aus der hauseigenen Reparaturwerkstatt
Foto: Freitag

Der Store bindet damit den hauseigenen Reparaturservice optisch in die Verkaufsfläche ein: Eine mehrfarbige Vorhanganlage aus recycelten Planenbahnen mit großformatigen Schriftzügen und Logofragmenten lässt sich wie eine Schiebewand entlang einer Laufschiene öffnen. Dahinter liegt ein Arbeitsbereich mit Werkzeug und Materialschubladen.

Über der Kasse zeigen Bildschirme kurze Sequenzen aus der Reparaturwerkstatt, etwa das Anbringen einer Fahrradtasche oder Handgriffe an einer Nähmaschine. Eine fahrbare Aluminiumleiter vor der Archivwand unterstreicht den funktionalen, lagerähnlichen Charakter der Einrichtung.

Das physische Erlebnis bleibt für uns essenziell.

Janine Weiz-Bühler

Navigatorin, Freitag

Der neue Standort ist der zweite Freitag-Store in Zürich neben dem langjährigen Flagship an der Geroldstrasse an der Hardbrücke, wo die Marke vor 33 Jahren ihr erstes Ladengeschäft hatte.

„Zürich ist unsere Wiege und unser Zuhause. Mit dem neuen Store am Hirschenplatz stärken wir unsere Wurzeln im Herzen der Stadt. Für uns ist dieser Ort mehr als ein Verkaufsraum: Er ist ein Bekenntnis zu echten Begegnungen, zum lokalen Design und vor allem zu den Menschen, die unsere Werte teilen. Das physische Erlebnis bleibt für uns essenziell: Man muss unsere Produkte in die Hand nehmen, die Plane spüren und das eigene Einzelstück, das Unikat entdecken“, sagt Janine Weiz-Bühler, Navigatorin von Freitag.

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