Mit einem Investitionsvolumen von rund 4 Mio. Euro und nach fünfjährigen Gedanken- und Planungsspielen haben die Geschäftsführer Kai Brune und Dr. Moritz Koch Anfang Juni 2019 ihr Restaurantkonzept eröffnet. Mit hellen Sitzgelegenheiten in einem lichtdurchfluteten Gastraum und auf der Außenterrasse bietet sich ein stimmungsvoller Blick über den Darmstädter Friedensplatz bis zum nahen Taunus. Mit Aufenthaltsqualität und einem individuellen Speisenangebot beabsichtigen die beiden Gesellschafter, die Frequenz im Haus zu erhöhen und dem E-Commerce etwas entgegenzusetzen.

Die Damenmode-Abteilung in der fünften Etage des Kaufhauses teilt sich die Fläche nun mit einer professionell ausgestatteten Küche und etwa 200 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich. „Wir haben seit der Eröffnung durchschnittlich gut 500 Personen pro Tag zusätzlich in unserem Haus“, berichtet Koch. „Wenn das so weiterläuft, werden wir im nächsten Jahr mit der Gastronomie schwarze Zahlen schreiben“. Die angrenzende Modeabteilung profitiere bereits von dem neuen Zulauf. Trotz weniger Verkaufsfläche und Angebot stiegen die Umsätze um 23 Prozent seit der Eröffnung.

Eigenregie

Es wurde bewusst auf einen gastronomischen Betrieb in Eigenregie gesetzt, denn „nur so haben wir die volle Zugriffsmöglichkeit und können alles so prägen, dass es zum Style des Hauses Henschel passt“, erklärt Koch. Auch wenn er nicht immer alle Vorschläge angenommen habe, waren aus seiner Sicht aber Berater und „Sparringspartner“ bei der Umsetzung unverzichtbar.

Das qualitätsorientierte Food-Konzept im anspruchsvollen Preissegment hat einen hohen Fertigungsaufwand. Für das Abendgeschäft wird elegant eingedeckt, auf der Karte finden sich neben Gerichten wie Tomahawk-Steak Craft-Biere und edle Weine. Bei durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von über 20 Euro wird laut Koch damit schnell über die Hälfte des Tagesumsatzes generiert.

Das „Obendrüber“ muss sich dank eines separaten Aufzugs nicht an die Öffnungszeiten des Handelshauses halten. So können die Gäste bis mindestens 23 Uhr verweilen, am Wochenende mit Cocktail-Angebot auch manchmal bis nach 1 Uhr. Schnell wurde die anfänglich unterbesetzte gastronomische Personaldecke aufgestockt von anfänglich 17 Personen auf 32 Angestellte.

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