Am deutschen Handelsinvestmentmarkt wurden im dritten Quartal des Jahres Immobilien für rund 3,5 Mrd. Euro gehandelt. Einen bedeutenden Anteil an diesem Transaktionsvolumen hatten insbesondere der Verkauf des Millennium Portfolios von Generali an Commerz Real, in dem u. a. elf Trophy Geschäftshäuser enthalten sind, die 5 Prozent Beteiligung der Madison International Realty an der Signa Prime Selection AG sowie der Verkauf des Fachmarktzentren Portfolios Salt & Pepper von Patrizia an die Hahn AG.

Transaktionsvolumen Handelsimmobilienmarkt 3. Q 2019

Transaktionsvolumen Handelsimmobilienmarkt 3. Q 2019
Foto: Savills

Insgesamt belief sich das Transaktionsvolumen mit deutschen Handelsimmobilien in den ersten neun Monaten 2019 auf rund 9,93 Mrd. Euro – ein Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Mit einem Gesamtgewerbetransaktionsvolumen von rund 23 Prozent sind Handelsimmobilien hinter Büroobjekten die bedeutendste Assetklasse am deutschen Investmentmarkt. Geschäftshäuser waren mit einem Volumen von 3,5 Mrd. Euro das stärkste Segment (36 Prozent) im bisherigen Jahresverlauf, gefolgt von Warenhäusern mit knapp 2 Mrd. Euro (20 Prozent). Fachmarktzentren und Shopping-Center sind mit jeweils 1,46 Mrd. Euro nahezu gleichauf (jeweils 15 Prozent). Sonstige Einzelhandelsformate (z. B. Supermärkte, Discounter und Baumärkte) waren ebenfalls für 15 Prozent des Volumens verantwortlich (1,49 Mrd. Euro).

A-Standorte bieten Sicherheit

Im Fokus der Investoren standen bei den Transaktionen insbesondere A-Standorte, auf die allein ein Volumen von 3,64 Mrd. Euro entfiel im Vergleich zu den letzten zehn Jahren stellt dies das zweithöchste Investitionsvolumen innerhalb der ersten neun Monate dar.

Während die Spitzenrendite für Geschäftshäuser in den vergangenen drei Monaten auf 3,0 Prozent fiel und sie für Fachmarktzentren (3,9 Prozent) und Secondary Shopping-Center (5,9 Prozent) stabil blieb, stieg sie bei Prime Shopping-Centern auf aktuell 4,3 Prozent. Insbesondere Transaktionen von Shopping-Centern im Jahresverlauf 2019 wie die Verkäufe des Seidnitz Centers in Dresden, der Rathaus Galerie in Essen oder des Allee Centers in Berlin gelten als Indiz dafür, dass die Portfoliomanager den Handel wieder besser verstehen.