Showfields: Peeling und Zähneputzen im Store | stores+shops

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Im Pop-up-Store von Cabinet werden nicht verschreibungspflichtige Medikamente in ästhetisch ansprechender Verpackung angeboten.
Foto: Aysia Marotta für Showfields

Showfields: Peeling und Zähneputzen im Store

Showfields in New York ist ein Store, der in Micro-Showrooms ein wechselndes kuratiertes Angebot von jungen, innovativen Produkten aus dem Internet präsentiert. Im Store wird geguckt und ausprobiert, gekauft wird dann online – in jedem Micro-Showroom gibt es dafür einen Kiosk.

Großzügige 4.500 qm, die sich über vier Etagen eines historischen Backsteingebäudes an der Ecke Bond und Lafayette Street im Stadtteil NoHo erstrecken – schon das schiere Ausmaß von Showfields New York weckt große Erwartungen. In zahlreichen Micro-Showrooms entdecken und erleben die Kundinnen und Kunden Marken aus den Bereichen Wellness, Gesundheit und Haushalt. Und das ganz hautnah: Die australische Kosmetiklinie Frank Body beispielsweise, deren auf Kaffeebasis entwickelten Produkte ganz neu auf dem amerikanischen Markt sind, bietet ein Peeling vor Ort an. Der Zahnpflegespezialist Quip gibt in einem hübschen, vollständig eingerichteten Badezimmer der neugierigen Kundschaft die Möglichkeit, seine Produkte zu testen. Quasi wie zu Hause.

Tal Zvi Nathanel, Mitbegründer und CEO von Showfields, war 2016 auf ein Paradox gestoßen: „In meinen Augen hat die junge Generation in den letzten Jahren mehr spannende Marken und Produkte auf den Markt gebracht als je zuvor – gleichzeitig ähnelten sich die Innenstädte der Metropolen zunehmend.“ Nathanel sah Handlungsbedarf. Zusammen mit den Mitgründern Amir Zwickel und Katie Hunt machte er sich daran, ungewöhnliche, innovative Marken aufzuspüren mit dem Ziel, ihnen einen Ort anzubieten, an dem sie sich präsentieren können.

Online kaufen

Auch das Storytelling übernimmt Showfields und stellt außerdem einen Online-Verkaufskanal zur Verfügung. „Wir wollten es den Marken leicht machen, einen Webshop zu eröffnen und eine Website an den Start zu bringen. Mit unserem Konzept geben wir den Brands, was sie brauchen – und den Kunden, was sie sich wünschen, nämlich Abwechslung durch eine Vielfalt an Cutting-Edge-Produkten“, sagt Nathanel.

Die Hauptaufgabe der Macher von Showfields liegt also im Kuratieren eines gekonnten Mix: Die interessantesten Marken und die vielversprechendsten Künstler aus den Tiefen des Internet zu „fischen“, ist die Mission von Showfields. „Jede Marke ist einzigartig und hat eine einzigartige Geschichte. Wir nutzen alle Mittel, um diese Geschichte zu erzählen. Wir entwickeln 3D-Projektionen, in die die Kunden hineingehen können, setzen die Produkte in Kontext zu Kunst und Artverwandtem. Hinter jeder Ecke lauert bei uns eine Überraschung.“ Damit das auch dauerhaft so bleibt, erfährt der Store alle sechs Monate ein komplettes Remake. Der Anspruch des Gründer-Trios an Ästhetik, der sich sowohl in der Einrichtung als auch in den Verpackungen der kuratierten Produkte widerspiegelt, macht einen Besuch bei Showfields zu einem nahezu musealen Erlebnis.

Showrooming-Konzept

Das Showrooming-Konzept lädt die Kunden dazu ein, in den Laden zu kommen, um sich inspirieren und beraten zu lassen. Nicht der Umsatz pro Quadratmeter, sondern das Erlebnis pro Quadratmeter scheint bei Showfields zu zählen. Denn die Ware bestellen die Kunden und Kundinnen dann im Internet – etwas, das andernorts die Einzelhändler vielleicht verzweifeln ließe. Doch bei Showfields geht man bewusst diesen Weg. Hier ist jeder Markenraum mit einem Kiosk ausgestattet, an dem die Kunden online bestellen können. Die Folge: kein Lagerbestand, mehr Fläche, die optimal genutzt wird.

Das Konzept Showfields geht dabei über einen Retail-Space hinaus: Die einzelnen Showrooms wechseln sich mit kleinen Galerien, Coworking-Spaces und Gemeinschaftsräumen ab. Ein weiteres Merkmal von Showfields besteht darin, dass das Konzept genau auf die Gegend zugeschnitten ist, in der sich der Store befindet. Für die Adresse 11 Bond Street bedeutet das: Hier kuratieren die Macher für ein umweltbewusstes, hauptsächlich weibliches Publikum, das großes Interesse an Gesundheit und Wellness hat.

In NoHo wimmelt es von Fitnessstudios und Healthfood-Restaurants. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich sicher sein, dass sie mit den Produkten nicht nur etwas für sich, sondern auch etwas für die Umwelt tun“, so das Versprechen von Nathanel. In der zweiten Filiale in South Beach, Miami, die demnächst eröffnen soll, wird sich alles um Essen und Getränke drehen. Doch das ist erst der Anfang. Ein internationaler Rollout mit vielen Filialen soll in den nächsten Jahren stattfinden.