Vaund: Ausprobieren erwünscht | stores+shops

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Vaund lädt Kunden dazu ein, die Ware auszuprobieren.
Foto: Realtale

Vaund: Ausprobieren erwünscht

„What you’ll get is what we found“ – so lautet der Slogan eines neuen, innovativen Store-Konzepts von Realtale in der Innenstadt von Hannover: Vaund, abgeleitet vom englischen Wort found, ist eine Art Multibrand-Store als Testfläche für außergewöhnliche Produkte.

Vaund

Georgstraße 14 
30159 Hannover

Neueröffnung: 28.11.2019

Vaund

Georgstraße 14
30159 Hannover

Neueröffnung: 28.11.2019

Rund 170 Produkte findet der Verbraucher bei Vaund – auf 750 qm Verkaufsfläche. Also kein hoher Warendruck, Showrooming ist erwünscht.

Die Waren werden in regelmäßigen Abständen ausgetauscht und auch neu arrangiert.

Die Waren werden in regelmäßigen Abständen ausgetauscht und auch neu arrangiert.
Foto: Realtale

Die Sortimentsstruktur gleicht keinem anderen Laden. Inszenieren Showrooms oft die Produkte einer Brand, zeigt Vaund verschiedenste Produkte unterschiedlicher Hersteller – darunter sowohl etablierte Marken als auch Newcomer im Verhältnis von etwa 70/30. Welche Artikel im Store zu sehen sind, entscheidet Realtale. Die kurartierte Auswahl umfasst ausschließlich „Premium“-Produkte – auf Mainstream- und besonders kostengünstige Artikel wird verzichtet. Sortimentsbreite schlägt -tiefe zugunsten eines besonderen Einkaufserlebnisses. „Wir möchten den Konsumenten innovative Produkte mit Herausstellungsmerkmal vorstellen und sie dazu einladen, diese in entspannter Atmosphäre entdecken und ausprobieren zu können“, so Christian Ladner, CSO und Co-Founder von Vaund.

Storytelling statt Category Management

Die mit Strom versorgten Waren werden auf Lavaschotter in Szene gesetzt.

Die mit Strom versorgten Waren werden auf Lavaschotter in Szene gesetzt.
Foto: Realtale

Das Store-Design entwickelte Realtale in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Vaust. Fast wie in einem Museum werden die Produkte in Szene gesetzt und erhalten so in der minimalistisch gestalteten Umgebung die volle Aufmerksamkeit der Kunden. „Das Erlebnis soll im Vordergrund stehen“, betont Ladner und ergänzt: „Klassische Laufwege gibt es nicht. Schon beim Betreten des Stores haben die Kunden freie Sicht bis zur Rückwand. Barrieren wollen wir vermeiden.“ Auch von Verpackungen fehlt jede Spur. Stattdessen fallen mittig positionierte, podestartige Warenträger ins Auge, die mit Vulkangestein aus der Eifel gefüllt sind und einzelnen Produkten eine Bühne bieten. Das Besondere: In der Konstruktion aus U-Profilen und MDF-Platten befindet sich eine Kabelführung, die alle über dem Lavaschotter inszenierten Waren potenziell mit Strom versorgen kann. Ergänzt werden die mittig arrangierten Displays um Glascubes und Sideboards, die an den Rückwänden überwiegend kleinere Artikel in Szene setzen. Reflektierende Materialien wie Spiegelflächen setzen Akzente.

Retail as a Service

Eine Bar und eine Sofa-Lounge tragen zur einladenden Atmosphäre bei.

Eine Bar und eine Sofa-Lounge tragen zur einladenden Atmosphäre bei.
Foto: Realtale

Wie und wo ein Produkt auf der Fläche präsentiert wird, definiert Realtale. Vaund versteht sich als Retail as a Service-Konzept, das den Herstellern für einen bestimmten Zeitraum die Möglichkeit bietet, ihr Produkt im Corporate Design des Multibrand-Stores zu inszenieren. Während der Hersteller 100 Prozent der Umsätze und je nach Partnerschaftsmodell verschiedene Zusatzleistungen erhält, profitiert Realtale vom vereinbarten Leistungsumfang. Dabei spielen Platzbedarf und Mietdauer eine wichtige Rolle. Aktuell sind Hersteller wie u. a. Bosch, Jura, Teufel und Rose für jeweils 6 oder 12 Monate auf der Fläche präsent. Das Konzept sieht vor, dass der Standort des Produkts während dieser Laufzeit wechselt. So wird sichergestellt, dass die Marke von verschiedenen Konsumenten wahrgenommen wird und der Store wiederkehrenden Käufern stets neue Eindrücke vermittelt.

Analog und digital

Markant ist auch die Art der Zusammenstellung: So sind beispielsweise eine Kaffeemaschine neben einem Kopfhörer-Modell oder ein Staubsauger neben einem Koffer positioniert. Ziel ist es, die Konsumenten zu inspirieren und neugierig zu machen. Um die Distanz des Kunden zu den galerieartig inszenierten Produkten abzubauen, liefern insgesamt rund 60 im Store installierte Tablets detaillierte Informationen zu den jeweils 4 bis 6 im direkten Umfeld platzierten Waren. Alternativ sollen analoge Produktkarten mit einem QR-Code den Kunden dazu animieren, seinen Kauf auf der Website des Herstellers abzuschließen. Darüber hinaus steht ihm geschultes Personal beratend zur Seite, bei dem auch via Tablet über die Vaund-Website bezahlt werden kann. Die Produkte können über den Online-Shop des Stores auch dann noch käuflich erworben werden, wenn sie stationär nicht mehr zu sehen sind.

Fünf Betonstützen tragen die Flucht des Stores und leiten den Kunden entlang der frei angeordneten Produkte.

Fünf Betonstützen tragen die Flucht des Stores und leiten den Kunden entlang der frei angeordneten Produkte.
Foto: Realtale

Um Konsumenten in den Store zu führen, ist Vaund als POS-Partner auf den Websites der Hersteller gelistet und in den sozialen Netzwerken wie Instagram aktiv. Dort können Nutzer durch Verwendung bestimmter Hashtags ihr eigenes Erlebnis im Store mit ihrer Community teilen, wodurch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens automatisch gesteigert wird.

Marktforschung

Digital findet nicht nur durch die Verknüpfung von On- und Offline statt. Realtale betreibt auch Marktforschung in Form von Umfragen, die das Unternehmen zuvor gemeinsam mit dem Hersteller erarbeitet. Darüber hinaus erhalten Partner Zugang zu verschiedenen Daten rund um ihr Produkt. So können sie zum Beispiel aus der im Store erfolgten Interaktion mit den Kunden Rückschlüsse über die Attraktivität ihres Produkts erhalten.

Um die Verbraucher auf neue Produkte aufmerksam zu machen, richten Hersteller während der Öffnungszeiten regelmäßig eigene Events auf der Fläche aus. Dadurch werden weitere potenzielle Kunden auf den Store aufmerksam gemacht. Auch private Veranstaltungen nach Ladenschluss ließen sich bei Bedarf durchführen.

Mit dem bisherigen Erfolg zeigt sich Christian Ladner sehr zufrieden. Weitere Stores sind geplant. „Die Fläche muss sich in 1A-Lage befinden, idealerweise im Erdgeschoss und rund 350 bis 500 qm groß sein“, so Ladner.