Modehaus Schneider: Ein Wohnzimmer für Fulda | stores+shops

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Der Umbau des seit fast 90 Jahren bestehenden Traditionshauses Erna Schneider hat lokal für große Aufmerksamkeit gesorgt.
Foto: Kleider Bauer / Michel Landmann

Modehaus Schneider: Ein Wohnzimmer für Fulda

Nach einer umfassenden Modernisierung setzt das in der Barockstadt verwurzelte Modehaus Schneider auf eine Wohlfühlatmosphäre mit hochwertigen Materialien. Das Traditionsgeschäft präsentiert sich nun deutlich offener, heller und stärker auf Aufenthaltsqualität ausgerichtet. Besonderes Highlight: ein rechteckiger Deckendurchbruch mit einer Mikado-Lichtinstallation, der sich vom Erdgeschoss bis in die oberste Etage erstreckt.

Modehaus Schneider

Universitätsplatz 3
36037 Fulda
Deutschland

Neueröffnung: 26.03.2026

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Modehaus Schneider

Universitätsplatz 3
36037 Fulda
Deutschland

Neueröffnung: 26.03.2026

„Wir möchten mit dem neuen Store mehr sein als ein klassisches Modehaus – ein Ort, der inspiriert und unseren Kundinnen und Kunden ein besonderes Gefühl vermittelt“, so Carmen Kramm, Filialleiterin von Modehaus Schneider. Entsprechend setzt das Konzept auf fließende Wegeführungen, zwei gleichwertige Eingänge und ein Raumgefühl, das sich bewusst von klassischen Warenhäusern unterscheidet.

Über Umkleidekabinen sind als offene Inseln mit Sitzmöglichkeiten für Begleitpersonen angelegt.

Über 50 Umkleidekabinen sind als offene Inseln mit Sitzmöglichkeiten für Begleitpersonen angelegt.
Foto: Kleider Bauer / Michel Landmann

Auf einer Verkaufsfläche von rd. 3.200 qm, die sich über fünf Ebenen inkl. Untergeschoss verteilt, ist eine klar gegliederte Struktur entstanden, die von Premium im Erdgeschoss bis zu Casual- und Outdoor-Themen in den oberen Etagen reicht. Sitzbereiche, offene Umkleideinseln und insgesamt 45 Kabinen sollen den Aufenthalt ebenso fördern wie mehrere Bars, an denen den Kund:innen kostenlose Getränke angeboten werden. Damit greift der Store ein Konzept auf, das auch in anderen Häusern der Handelsgruppe rund um Appelrath Cüpper, zu der Modehaus Schneider gehört, Anwendung findet und auf eine längere Verweildauer ausgelegt ist.

Bei der Gestaltung wurde die Idee eines urbanen Wohnzimmers umgesetzt. Dabei wurden hochwertige Materialien mit einer differenzierten Zonierung verbunden. Ausgewählte Materialien wie Terrazzo, Mikrozement und Sisal sowie Fischgrätparkett im Premiumsegment schaffen unterschiedliche Atmosphären innerhalb des Hauses. Ergänzt wird dies durch eine kuratierte Farbwelt aus hellen Tönen mit Akzenten in Bordeaux, Curry und einem prägenden „Butter Yellow“-Gelbton, der sich als Leitelement durch den gesamten Store zieht. Vorhänge, Spiegel und gezielt gesetzte Blickachsen verstärken die offene Raumwirkung ebenso wie der neu gestaltete Eingangsbereich mit einer eleganten Holz-Glas-Fassade.

Die räumliche Mitte des Modehauses bildet ein rechteckiger Deckendurchbruch mit einer Mikado-Lichtinstallation.

Die räumliche Mitte des Modehauses bildet ein rechteckiger Deckendurchbruch mit einer Mikado-Lichtinstallation.
Foto: Kleider Bauer / Michel Landmann

Sicht und Geschichte freigelegt

Zentrales architektonisches Element ist ein Deckendurchbruch, der sich über mehrere Etagen erstreckt und eine visuelle Verbindung über alle Ebenen hinweg schaffen soll. Eine am oberen Ende des Durchbruchs angebrachte Mikado-Lichtinstallation greift dieses Motiv auf und setzt zusätzliche Akzente im Raum. Gleichzeitig blieb der Umgang mit dem Bestand prägend: Eine freigelegte Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert wurde bewusst ins Erdgeschoss integriert und als identitätsstiftendes Element inszeniert. Auch die denkmalgeschützte Fassade wurde in enger Abstimmung mit den Behörden wieder mehr in Richtung ihres ursprünglichen Designs umgebaut und stärker zum Universitätsplatz hin geöffnet. Ein weiteres historisches Highlight ist die neu inszenierte Wendeltreppe in einem dezenten Gelbton. Sie ist ein skulpturales Element, das dem Haus Identität verleiht und als kraftvoller Blickfang dienen soll.

Umbau als Teil der Neuausrichtung

Eine historische Wendeltreppe bleibt ein zentrales Element des Modehauses und wurde in dem prägnanten Gelbton gefärbt, der den gesamten Store umgibt.

Eine historische Wendeltreppe bleibt ein zentrales Element des Modehauses und wurde in dem prägnanten Gelbton gefärbt, der den gesamten Store umgibt.
Foto: Kleider Bauer / Michel Landmann

Die Umsetzung erfolgte in mehreren Bauphasen bei laufendem Betrieb. Anschließend wurde das Haus für rund vier Wochen vollständig geschlossen. Insgesamt dauerte die Kernsanierung rund drei Monate, wobei Planung und Bau parallel organisiert wurden. Ein Großteil der Leistungen, von Ausbau über Möblierung bis hin zu vielen gestalterischen Details, wurde dabei mit eigenen Teams und eingespielten Gewerken aus dem Umfeld des Händlers umgesetzt. Stefan Schlicher, Marija Ljoljic und Ema Tomicic von Kleider Bauer haben das Projekt von der Konzeption bis zur Umsetzung begleitet. Die besondere Herausforderung lag in der Zusammenführung von vier Bestandsgebäuden mit unterschiedlicher Substanz zu einem durchgängigen Raumgefüge.

Hinter dem Projekt steht die Eigentümerstruktur um den österreichischen Händler Kleider Bauer, der Appelrath Cüpper nach der Insolvenz übernommen und die Standorte seither schrittweise neu ausgerichtet hat. Fulda ist ein weiterer Baustein dieser Entwicklung. Als nächstes Projekt ist die Neugestaltung des Flagship-Stores von Appelrath Cüpper in Köln geplant. Dieser soll die gestalterische Linie konsequent weiterführen und als sichtbares Aushängeschild der Marke fungieren.

Über Modehaus Schneider

Das Modehaus Schneider ist seit 1938 in Fulda ansässig und gehört zu den prägenden Traditionshäusern der Innenstadt. Seit 2017 ist das Unternehmen Teil von Appelrath Cüpper. Im Zuge der Sanierung von Appelrath Cüpper aus der Insolvenz gehört das Haus seit 2021 zur Unternehmensgruppe des österreichischen Unternehmers Peter Graf, zu der auch Kleider Bauer, Hämmerle sowie Mäntelhaus Kaiser gehören.

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