Markthalle Braunschweig: Ein Team für alles | stores+shops

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Wie ein Marktplatz, vereint Real verschiedene „Genussmanufakturen“ unter einem Dach: eine Meistermetzger und Käsefachberater, einen Barista in der eigenen Kaffee-Rösterei, Weinfachberater, Fischhändler, Handwerksbäcker und Konditormeister. (Foto: Real)

Markthalle Braunschweig: Ein Team für alles

Nach der Premiere in Krefeld vor zwei Jahren ging vergangene Woche in Braunschweig die zweite „Markthalle“ des SB-Warenhausunternehmens Real an den Start. Konzeptionell knüpft die komplett renovierte Filiale an das Krefelder Manufakturkonzept an – mit dem Unterschied, dass Gastronomiestationen wie die Pasta- und Pizzastation, die Austern- und Sushi-Bar oder die Kaffeerösterei nicht mehr als separate Einheiten betrieben werden, sondern in einer zentralen Marktküche integriert sind.

Es sind beeindruckende Zahlen, die Victor Botelho, seit September letzten Jahres Geschäftsleiter der Braunschweiger „Markthalle“, für den kurzen Zeitraum nach der Wiedereröffnung am 18.10. präsentieren kann. 100.000 Besucher kamen an den ersten vier Tagen in das komplett umgebaute SB-Warenhaus. Am Morgen des Eröffnungstages klingelten schon nach einer Stunde 100.000 Euro in den Kassen, der Tagesumsatz lag bei einer Million Euro Nettoumsatz. Großer Andrang herrschte vor allem am „Marktplatz“ im Zentrum des Gastronomie-Areals, das rund ein Drittel der Gesamtfläche von 9.700 qm ausmacht. 2.300 Gerichte wurden dort am Tag der Markteröffnung an die Kunden ausgegeben. Am Montag, dem ersten „normalen“ Verkaufstag nach dem Wochenende, besuchten 6.500 zahlende Kunden die Markthalle und gaben für ihren Einkauf durchschnittlich 63 Euro aus. 

Der „Marktplatz“ bietet rund 100 Sitzgelegenheiten, an denen die Konsumenten frisch vor Ort zubereitete Speisen verzehren können. (Foto: Real)

Der „Marktplatz“ bietet rund 100 Sitzgelegenheiten, an denen die Konsumenten frisch vor Ort zubereitete Speisen verzehren können. (Foto: Real)

Herzstück der Braunschweiger Markthalle ist der „Ultra-Frische-Bereich“, wie Victor Botelho das Angebot der „Genussmanufakturen“ bezeichnet. Während die Markthalle in Krefeld Gastronomiestationen wie Austernbar, Pizza und Pasta, Grillstation oder Sushi-Bar einzeln betreibt, sind diese nun in Braunschweig in der zentralen Marktküche zusammengefasst. Der Aufwand, verschiedene Anlaufpunkte gleichzeitig betreiben zu müssen, entfällt damit. Die Mitarbeiter der Manufakturen helfen sich untereinander. Herrscht in der Kaffeerösterei gerade Hochbetrieb, hilft eine Kollegin von der benachbarten Bäckereitheke aus. Das Personal lässt sich so besser koordinieren, meint Botelho. Unter dem Strich soll dieses Konzept auf die Produktivität der Gastronomieabteilung einzahlen.  

Die Marktküche mit integrierter Snackbar bietet regional wechselnde Klassiker wie Rinderroulade mit Rotkohl und Klößen an ebenso wie Burger oder ein saftiges Kobe-Steak, das der Kunde vorher an der „Meistermetzger“-Theke bestellt hat und sich nun von den Köchen vor Ort zubereiten lässt. Das Küchenteam greift dafür auf die frischen Produkte der Markthalle zurück. Alle Gerichte werden vor den Augen der Kunden erstellt – im Wok, Beefer, Ofen oder auf dem Grill – und auf dem „Marktplatz“ mit rund 100 Sitzgelegenheiten verzehrt oder mit nach Hause genommen. Weitere 50 Sitzplätze gibt es im Café im Eingangsbereich und auf der Außenterrasse.

Hoher Personalaufwand

Im Vergleich zu einem „normalen“ SB-Warenhaus erfordert das Markthallenkonzept von Real einen ungleich höheren Personalaufwand. Die Mitarbeiterzahl summiert sich auf 380 Köpfe, das entspricht umgerechnet 270 Vollzeitkräften. 120 Personen wurden neu eingestellt. Im Gastro-Bereich arbeiten 14 Bäcker, 8 Personen in der Konditorei, 12 in der Snackbar und 20 im Verkauf. In der Marktküche sorgen sich 30 Angestellte für das leibliche Wohl der Kunden, darunter 20 ausgebildete Köche. 10 Personen sind in der Metzgerei tätig.

Im Eingangsbereich empfangen eine Cafeteria und Hausbäckerei mit benachbarter Kaffeebar sowie die Obst- und Gemüseabteilung den Kunden. (Foto: Real)

Im Eingangsbereich empfangen eine Cafeteria und Hausbäckerei mit benachbarter Kaffeebar sowie die Obst- und Gemüseabteilung den Kunden. (Foto: Real)

Das Gastronomie-Areal erreicht der Marktbesucher gleich nach Betreten des Marktes, nachdem er die Cafeteria, die Hausbäckerei mit benachbarter Kaffeebar und die Obst- und Gemüseabteilung passiert hat. Ähnlich wie in der Krefelder Markthalle können Kunden, die für ihren Wocheneinkauf vor allem konventionelle Lebensmittelprodukte einkaufen möchten, auf direktem Wege zu den Regalen mit dem Trockensortiment gelangen. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den Produkten des  Real-Biosortiments, vor den Markenartikeln der Industrie und den Eigenmarken.   

Die Nonfood-Abteilung mit rund 4.100 qm Verkaufsfläche bietet ein für die Betriebsform SB-Warenhaus sehr umfangreiches Sortiment an, u. a. Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, aber auch Smartphones, Tablets, Notebooks und TV-Geräte. Die Drogerieabteilung mit freistehenden, schräg angeordneten Verkaufsgondeln hat ebenso Fachgeschäftscharakter wie die Textilabteilung mit Umkleidekabine sowie die Schuh- und Wäscheabteilung mit einem Markenshop des Anbieters Schiesser.

100.000 Besucher verzeichnete das SB-Warenhaus an den ersten vier Tagen. (Foto: Real)

100.000 Besucher verzeichnete das SB-Warenhaus an den ersten vier Tagen. (Foto: Real)

In der Konzessionärszone jenseits des Checkouts mit 7 Tandemkassen (14 Kassenplätze) und 4 Selfcheckouts befindet sich das Service-Center der Markthalle. Dort können die Kunden die Artikel abholen, die sie zuhause im Online-Shop bestellt haben. Ein Lieferservice gehört ebenfalls zum Angebot.  

Nach Braunschweig sollen noch im laufenden Geschäftsjahr (bis 9/2019) weitere Standorte mit Markthallen-Elementen folgen, darunter ein neuer Real-Standort in Aschaffenburg, das SB-Warenhaus in Balingen und ein weiterer Markt im Raum Berlin, gab CEO Patrick Müller-Sarmiento bekannt. Strategisch betrachtet, sind die „Genussmanufakturen“ für den Großflächenbetreiber ein weiterer Schritt, sich vom preisorientierten Image der SB-Warenhäuser zu entfernen.  

Fotos: Real

Weitere Informationen: www.markthalle.de/braunschweig

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