Skins
Mittelstraße 4
40213 Düsseldorf
Deutschland
Neueröffnung: 23.07.2026
Skins
Mittelstraße 4
40213 Düsseldorf
Deutschland
Neueröffnung: 23.07.2026
Die 234 qm große Boutique liegt zwischen Rheinpromenade und Königsallee und ist nach Hamburg und Frankfurt am Main erst die dritte in Deutschland. Im Sortiment aus den Bereichen Duft, Skin- und Haircare, Home und Make-up sind rund 200 etablierte sowie Nischenmarken vertreten, darunter Aesop, Creed, Maison Crivelli, Le Labo, Westman Atelier, Trudon und Omorovicza.

An der Sample Bar werden Düfte für Kund:innen individuell abgefüllt und die Store-Mitarbeitenden schenken kostenlos Getränke aus
Foto: Skins
Fokus auf Sampling
An der sogenannten Sample Bar können Kund:innen Düfte und Hautpflegeprodukte in kleinen Mengen abfüllen und zu Hause testen, auch im Zuge der Beratungsgespräche auf der Verkaufsfläche können sie diese Proben erhalten. Im Laden ist der Service kostenlos, online wird dafür ein Betrag von 25 Euro berechnet, für den man einen Gutschein in gleicher Höhe bekommt. Der Store bietet außerdem einen 45-minütigen Make-up-Service, ein Online-Buchungstool befindet sich gerade im Aufbau. Kund:innen können im Laden vorkonfigurierte „Skins Boxes“ für unterschiedliche Anlässe kaufen sowie digitale Workshops zu Beautythemen besuchen, die sowohl live als auch als Aufzeichnung angeboten werden.
In jeder Skins-Boutique gibt es eine Bar mit Kaffee- und Wasserausschank. „Wir finden, dass es wichtig ist, dass man auch mal abschalten kann. Man soll sich bei uns wohl und eingeladen fühlen“, so Co-Founder Philip Hillege. Am Standort Düsseldorf lädt zudem ein Sitzbereich mit Loungemöbeln zum Ausruhen ein.
Vintage-Elemente und Marken-Storytelling

Markenwelten wie Diptyque und Creed erhalten jeweils eigene Präsentationsflächen
Foto: Skins
Der wie alle Skins-Läden mit dem Zertifikat für nachhaltige und sozial verantwortliche Unternehmensführung B-Corp ausgezeichnete Store ist optisch in warmen Sandelholztönen gehalten, ergänzt um Vintage-Leuchten aus den 1970er-Jahren und Storytelling-Elemente an den Markenflächen. Diese sollen Kund:innen zu den Produkten und Marken informieren, wenn sie lieber ohne Beratungsgespräch im Sortiment stöbern möchten. Viele Möbel können flexibel verschoben werden, etwa für Events im Laden, und sind in anderen Stores wiederverwendbar.
Für Co-Storemanager Jimmy Kuipers spielt die Lage der Boutique eine strategische Rolle: „Wir haben hier eine hervorragende Mischung. Es ist das typische Düsseldorfer Publikum, ein Umfeld, das Wert auf das Besondere legt. Im Vergleich zum Kö-Bogen besetzen wir hier einen exklusiven Nischenbereich. Das macht diesen Standort ideal.“
Gegründet wurde Skins im Jahr 2000 von Philip Hillege und Michiel Poelmans in Amsterdam. Der erste Store in der Runstraat war rund 100 qm groß und führte damals erst sieben Marken.
„Wenn wir ehrlich beraten, kommen die Kund:innen zurück“
Philip Hillege, CEO und Co-Founder von Skins, spricht im Interview mit stores+shops über das Konzept der Nischenparfümerie, nachhaltiges Storedesign und die Expansionsstrategie seines Unternehmens in Deutschland
Herr Hillege, Skins unterscheidet sich von klassischen Parfümerieketten. Was zeichnet Ihr Konzept aus, und wie binden Sie Ihre Kundschaft?
„Was wir versuchen, ist ein Konzept mit Marken zu schaffen, die für den Markt völlig neu sind. Wir setzen auf eine sehr persönliche Verbindung und auf Sampling, damit die Kundinnen und Kunden alles ausprobieren können. In der Parfümwelt dreht sich vieles um Rabatte, aber das machen wir nicht. Wir wissen: Wenn wir ehrlich beraten und Proben mitgeben, kommt unsere Kundschaft zu uns zurück. Unser Team kann genau das empfehlen, was es für richtig hält, ganz ohne Druck durch Aktionswochen oder Verkaufsprämien.“
Ihr Unternehmen ist B-Corp-zertifiziert, ein Nachhaltigkeitsstandard für verantwortungsvolles Wirtschaften. Wie spiegelt das physische Design Ihrer Boutiquen dieses Nachhaltigkeitsverständnis wider?
„Die Zertifizierung beeinflusst auch unser Storedesign: Alles, was Sie im Store sehen, ist nicht verklebt. Wir verwenden ausschließlich Schrauben und Muttern, sodass wir jederzeit alles auseinanderbauen und in einem anderen Geschäft wieder aufbauen können. Bei unserem früheren Design bestand vieles aus Holzmöbeln, die direkt vor Ort eingebaut wurden und sich später nicht mehr entfernen ließen. Heute ist alles modular und demontierbar. Außerdem legen wir Wert auf ein zeitloses Design, das auch in zehn Jahren noch gut aussieht, anstatt kurzfristigen Farbtrends zu folgen.“
Düsseldorf ist Ihr erster Standort in Nordrhein-Westfalen. Warum ist die Landeshauptstadt für Skins strategisch so wichtig?
„Düsseldorf ist für uns eine sehr wichtige Stadt, weil sie einerseits recht groß ist und andererseits so nah an den Niederlanden liegt. Wir haben viele Niederländer, die in Düsseldorf einkaufen, und umgekehrt fahren viele Menschen aus dem Raum Düsseldorf zum Urlaub in die Niederlande. Dort haben wir bereits sehr viele deutsche Kunden und Kundinnen, die uns zum Beispiel aus Amsterdam kennen. Die haben uns oft gefragt, wann wir endlich nach Deutschland kommen – und jetzt freuen sie sich, dass wir hier ganz in ihrer Nähe sind.“
Welche weiteren Expansionspläne verfolgen Sie auf dem deutschen Markt?
„Nach Düsseldorf sind Berlin und Wiesbaden die nächsten Standorte. Langfristig wollen wir in jeder großen Stadt vertreten sein, etwa in Stuttgart, München, aber auch zum Beispiel Münster. Unser Ziel ist ein gesundes Wachstum an relevanten Einkaufsstandorten. Ketten wie Douglas gibt es an jeder Ecke, aber sie sind für uns keine Konkurrenz. Das ist einfach etwas völlig anderes.“

