Digitales Quittieren – Papierbon adé? | stores+shops

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Die Software-App „admin“ soll Händlern das Quittieren mit dem Smartphone ermöglichen. (Foto: A & G GmbH)

Digitales Quittieren – Papierbon adé?

Ab 2020 verbietet die EU den Einsatz von Kassenzetteln, die mit Bisphenol A (BPA) behandelt sind. Das stellt den Handel vor eine Herausforderung. Aktuell setzt ein Großteil der Wirtschaft noch auf den klassischen Papierbon, wie eine Untersuchung des BUND zeigt. Eine Software-Lösung der A & G GmbH aus Bremen quittiert den Papierbon digital – per Smartphone-App.

In einer Stichprobe enthielten 14 von 19 Kassenzetteln BPA. Als Garantie- und Steuerbeleg sind Papierbons fester Bestandteil im Handel. In knapp der Hälfte aller EU-Länder besteht sogar eine Bonpflicht, etwa in Belgien, Frankreich, Italien und seit Kurzem auch in Österreich. 200.000 Tonnen Altpapier werden jährlich durch Quittungen auf dem europäischen Markt erzeugt. Das BPA-beschichtete Thermopapier wird fälschlicherweise über das Altpapier entsorgt, so dass Hormone in die Umwelt gelangen können. Am POS gelangen viele Papierbons von der Bonrolle in den Abfalleimer.  

Kontaktloses Quittieren per NFC

Die App „admin“ soll Händlern das Quittieren mit dem Smartphone ermöglichen und Anfang 2019 für iOS und Android zum Download erscheinen. Zum Gebrauch müssen sich die Nutzer in der App registrieren und können anschließend per Near-Field-Communication (NFC) oder alternativ per personalisiertem QR-Code Quittungen empfangen – kontaktlos, direkt beim Bezahlvorgang. Die digitalen Belege enthalten alle vorgeschriebenen Informationen zu den Einkäufen und lassen sich vom Nutzer per Fingertipp in eigens angelegte Ordner sortieren. Alle Bons sind zentral in der Cloud abgespeichert.

Das mobile digitale Archiv für Kassenbons können die Nutzer auf Wunsch auch an Steuerberater, die Buchhaltung oder den Partner freigeben. Darüber hinaus verfügt die App über Filtermöglichkeiten zur Suche. Eine integrierte, intelligente Steuer-Software durchsucht die Belege nach absetzbaren Einkäufen, fragt den Nutzer, ob er sie absetzen möchte und hinterlegt diese wiederkehrenden Posten dann direkt auf einer Steuerliste. 

Hat sich ein Nutzer registriert, sammelt er an verschiedenen Orten Bons. Die Daten sollen anonymisiert aggregiert und den Partnerhändlern unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen zur Verfügung gestellt werden. Dem Handel sollen die gesammelten Erkenntnisse Aufschluss darüber geben, wann welche Art von Kunden was wo kauft und so dazu dienen können, beispielsweise das Sortiment oder das Marketing zu optimieren. Um die App zu integrieren, benötigen Händler ein NFC-Gerät und müssen ihre Schnittstelle im Kassensystem einmal an die Software-Entwickler der App freigeben, um den Zugriff einrichten zu können. Für Smartphones, die nicht NFC-kompatibel sind, wird ein persönlicher QR-Code generiert, den Kassierer scannen können.  

Ziel ist es, die beim Bondruck entstehenden Kosten für Papier, Farbrollen und die Wartung der Geräte einzusparen. Pro übertragenen Kassenbon soll der Händler künftig einen geringen Cent-Betrag bezahlen.  

Weitere Informationen: www.ag-development.de

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