Mobile Self-Checkout: Spinne statt Schlange | stores+shops

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Rapitag-Spinnen bei Saturn in München: Die wiederverwertbaren Spinnen umschließen den Karton mit längenverstellbaren Drähten und verhindern so, dass Diebe das (ungesicherte) Produkt aus der gesicherten Verpackung stehlen. Bei gewaltsamen Durchtrennen der Drähte erklingt ein Alarm.
Foto: Media Markt Saturn

Mobile Self-Checkout: Spinne statt Schlange

Mobiles Bezahlen ohne Kassenschlange könnte zum attraktiven Kundenservice werden – wäre da nicht das Problem mit der Diebstahlsicherung. Das Start-up Rapitag entwickelt smarte Sicherungen für Artikel wie Mode, Flaschen oder Elektronik, darunter die sogenannte Spinne. Der Clou: Beim Bezahlen per App wird die Ware automatisch entsichert.

Eine Kundin in der Modeboutique: Das anprobierte Shirt passt perfekt. Anstatt es wieder auszuziehen und sich damit an der Kasse anzustellen, bezahlt sie den Artikel einfach per App direkt in der Umkleidekabine. Daraufhin kann sie die Elektronische Artikelsicherung (EAS) entfernen und in einen bereitstehenden Recycling-Behälter werfen. Ohne Wartezeit an der Kasse oder Alarm an der Ausgangstür verlässt sie schnell und entspannt im neuen Outfit das Geschäft.

Diebstahlsicheres 1-Klick-Shopping

Dieses für Kunden und Einzelhändler gleichermaßen attraktive Szenario zeigt ein Werbevideo des Münchner Start-ups Rapitag. Scan & Go-Lösungen versprechen dem stationären Handel ein besseres Einkaufserlebnis, zusätzliche Umsätze und schlankere Kassenzonen mit weniger Personal. Doch gesicherte Artikel wie Mode, Unterhaltungselektronik oder hochwertige Alkoholika kommen bisher für den mobilen Self-Checkout nicht infrage. Das will Rapitag ändern: Mit selbstentwickelten digitalen Sicherungsetiketten möchten die Gründer Alexander Schneider und Sebastian Müller künftig diebstahlsicheres 1-Klick-Shopping im stationären Handel ermöglichen.

Hervorgegangen ist das junge Unternehmen 2017 aus dem Accelerator-Programm Retailtech Hub der Handelskette Media Markt Saturn. Im Münchner Saturn-Markt im Einkaufscenter PEP kamen die innovativen Etiketten im Herbst 2018 erstmals zum Einsatz. Per Smartphone-App konnten die Kunden im Rahmen des 3-monatigen Pilotprojekts ausgewählte Produkte aus dem Kopfhörer-Sortiment direkt am Regal bezahlen und anschließend die Artikelsicherung – die sogenannten Spinnen – über eine Bluetooth-Schnittstelle entschärfen und entfernen. Ein selbstlernender Algorithmus verbessert die Bluetooth-Treffgenauigkeit und hilft der Software zu erkennen, welches Produkt sich am dichtesten am Kunden-Smartphone befindet.

Internationale Piloten in Planung

Auf der EuroCIS 2019 sowie auf der US-amerikanischen Retail-Messe Shoptalk stellte Rapitag neben der Spinne weitere Sicherungstags, beispielsweise für Flaschen und für den Fashionbereich vor. Gerade in den USA zeigten sich Retailer aufgeschlossen für digitale Innovationen, so CEO Schneider, der aktuell über weitere Pilotprojekte verhandelt. Denkbar seien künftig auch Services wie Etiketten-Leasing oder Analysen der Daten aus den ortbaren Etiketten.

Martin Wild, Chief Innovation Officer der Media Markt Saturn Retail Group lobt die positive Resonanz der Kunden auf innovative Self-Checkout-Konzepte. Rapitag sei dabei nicht sein einziges Eisen im Feuer: Mit „MishiPay“ oder „Buy Buddy“ fördert das Unternehmen im Retailtech Hub weitere Start-ups für die smarte, digitale Diebstahlsicherung.

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