Kontrolle ist besser: Inflation beeinflusst Bezahlen im Internet | stores+shops
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Sicherheit siegt über Bequemlichkeit bei Online-Käufen und ist der Hauptfaktor für fast die Hälfte der Verbraucher:innen bei der Wahl einer Zahlungsmethode.
Foto: Paysafe

Kontrolle ist besser: Inflation beeinflusst Bezahlen im Internet

Ein Drittel der deutschen Verbraucher will aufgrund der Inflation seine Ausgaben bei Online-Käufen besser nachvollziehen und hat deshalb seine Zahlungsgewohnheiten geändert. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben, die der britische Zahlungsdienstleister Paysafe in Auftrag gegeben hat.

Laut der Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Sapio Research nutzen 30 Prozent von 1.000 in Deutschland befragten Personen lieber Bezahldienste, die ihnen ein Tracking der Ausgaben und damit eine verstärkte Kontrolle über diese ermöglichen.

Udo Müller, CEO der eCash-Division von Paysafe, erklärt: „Über die Jahre ist das Zahlungsverhalten im Internet relativ stabil geblieben. Getrieben von der starken Teuerung merken wir jedoch jetzt, wie die Menschen verstärkt Sicherheit suchen und daher ihr Zahlungsverhalten verändern: Einerseits profitieren davon die klassischen Formen wie Rechnungskauf, andererseits die neuen Angebote wie digitale Wallets. Hier sehen wir eine Schere aufgehen zwischen Fortschritts-Enthusiasten gegenüber anderen, die lieber einen Schritt zurück in altvertraute Optionen machen.“

Traditionelle Zahlungswege beliebt

Unter allen Studienteilnehmern aus Deutschland, die durch die Inflation ihr Bezahlverhalten geändert haben, nutzen 52 Prozent die EC-Karte für Einkäufe im Internet öfter als davor. 48 Prozent gaben an, sie im Monat vor der Befragung im März 2022 für das Online-Shopping verwendet zu haben. Damit liegt diese Bezahlart bundesweit an der Spitze. Auch die Kreditkarte wird zwar von 39 Prozent häufiger genutzt als im Vorjahr, ein Drittel allerdings setzt sie aufgrund der Inflation und mangelnder Kostenkontrolle seltener ein.

Mobile Wallets wie Apple Pay und Google Pay kommen bei 31 Prozent öfter zum Einsatz. E-Cash, ein PIN-basiertes Debitkarten-System der deutschen Kreditwirtschaft, nutzen ebenso viele Deutsche häufiger als früher. Stärker gefragt sind auch die traditionelle Zahlung per Rechnung mit 42 Prozent und die Direktüberweisung mit 38 Prozent.

EHI-Dossier: Preisentwicklung und Konsumverhalten

Das EHI Retail Insitute hat eine aktuelle Auswahl an Statistiken zur aktuellen Entwicklung der Verbraucherpreise in ausgewählten Warengruppen zusammengestellt. Im Hinblick auf weiter steigende Preise gibt es einen Einblick in Ergebnisse aktueller Verbraucherumfragen zur Wahrnehmung der Preisentwicklung und zu den Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsument:innen.

Das Dossier kann unter handelsdaten.de bis zum 18. August kostenfrei heruntergeladen werden.

Aufklärungsbedarf bei alternativen Bezahlmöglichkeiten

Bei alternativen Bezahlmethoden hakt es offenbar oft noch an einem grundlegenden Verständnis, wie sie genau funktionieren. 24 Prozent aller Teilnehmer:innen der Studie in zehn europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika geben zum Beispiel an, dass sie nicht genug über E-Cash Bescheid wissen. 12 Prozent würden es in den nächsten zwei Jahren einsetzen, wenn sie mit dieser Bezahlmöglichkeit vertrauter wären.

Ähnlich sieht es bei Checkout-free-Apps wie Uber aus. Hier mangelt es 33 Prozent der Studienteilnehmer:innen an Informationen, 17 Prozent sehen die geringe Verbreitung als Hemmnis. 10 Prozent würden bei stärkerer Vertrautheit innerhalb der kommenden zwei Jahre auf sie zurückgreifen.

Kryptowährungen bleiben beim Bezahlen weiter ein Nischenthema. Mit 48 Prozent möchte knapp die Hälfte von ihnen gar nicht Gebrauch machen und 27 Prozent fehlt das Wissen über diese Zahlungsform. Nur 4 Prozent geben an, sie aktuell zu nutzen.

Safety first

Die abnehmende Toleranz der Verbraucher gegenüber Online-Zahlungsrisiken ist ein langjähriger Trend. Mit 44 Prozent geben fast die Hälfte aller Befragten an, dass Sicherheit der wichtigste Faktor bei der Wahl der Online-Zahlung ist. Convenience steht hingegen nur für 21 Prozent an erster Stelle.

24 Prozent der Deutschen würden bei einer größeren Verbreitung von E-Cash von der Bezahlmöglichkeit Gebrauch machen.

24 Prozent der Deutschen würden bei einer größeren Verbreitung von E-Cash von der Bezahlmöglichkeit Gebrauch machen.
Foto: Paysafe

Schon im ersten Jahr der Umfrage 2017 sagten 58 Prozent der insgesamt 11.000 Befragten, sie wollten, dass Händler mehr Maßnahmen zur Betrugsprävention vornähmen, auch wenn sie das Bezahlen weniger komfortabel machen. Mittlerweile machen sich insgesamt 59 Prozent sich mehr Sorgen über Betrug als noch vor einem Jahr, von den Deutschen sind es 46 Prozent.

Das wirkt sich auf die Wahl der Zahlungsmethode aus: So sagen 55 Prozent der Deutschen, das sie ungern ihre Bankdaten online eingeben. Ebenso viele sind der Meinung, dass biometrische Maßnahmen zur Authentifizierung die Sicherheit beim Bezahlen im Internet erhöhen. Die gute Nachricht: Das Vertrauen in die Händler ist generell hoch. 43 Prozent der Deutschen halten Online-Zahlungen heute für sicherer als noch 2021.

Die Untersuchung zeigt, dass Händler im Bereich Online-Payment bereits über die Werkzeuge verfügen, den veränderten Verbrauchererwartungen zu begegnen. Sie können sie zur Steigerung ihrer Umsätze effektiv einsetzen und sich so unter Nutzung der technologischen Möglichkeiten auf dem Markt positionieren.

Datenbasis

Die Untersuchung ist Teil der Verbraucherforschungsreihe „Lost In Transaction“, die Paysafe seit 2017 jährlich veröffentlicht. Die diesjährige Studie wurde von dem britischen Marktforschungsunternehmen Sapio Research im April 2022 im Rahmen einer Online-Umfrage durchgeführt. Insgesamt befragte Sapio Research 11.000 Verbraucher (repräsentativ nach Alter und Geschlecht) in den USA, Großbritannien, Kanada, Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien, Peru, Chile und Brasilien. In Deutschland und Österreich nahmen jeweils 1.000 Menschen teil.

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