76 Prozent aller Preisentscheidungen erfordern laut der Untersuchung des Price Management Institute weiterhin eine manuelle Aktion durch Mitarbeitende. Selbst dort, wo Systeme eingesetzt werden, ist das Vertrauen begrenzt: 39 Prozent der systemseitig erzeugten Preisvorschläge werden überschrieben, häufig aufgrund fehlender Transparenz oder unzureichender Datenbasis. Parallel dazu nutzen zwei Drittel der Unternehmen noch zumindest teilweise Excel für Preisentscheidungen, jedes achte Unternehmen sogar ausschließlich, was Pricing-Prozesse stark personenabhängig und fehleranfällig macht.
Hoher Handlungsbedarf bei Systemunterstützung
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass vorhandene Technologien ihr Potenzial bislang nur eingeschränkt entfalten. „Damit sind nicht nur alle Beteiligten unzufrieden, sondern der Einsatz einer professionellen Systemunterstützung lohnt sich auch aus finanzieller Unternehmenssicht“, sagt Dr. Markus Husemann-Kopetzky, Geschäftsführer des Price Management Institute. Unternehmen, die ihre Preisentscheidungen verstärkt durch systemgestützte Prozesse absichern, erzielen entsprechend der Untersuchungsergebnisse im Vergleich zu bedeutenden Wettbewerbern eine bessere finanzielle Leistung. Die Studie zeigt: Wer Pricing konsequent digitalisiert, schafft Effizienz, Transparenz und messbare Wettbewerbsvorteile.
Methodik
Für die Studie „Preist Du schon oder Excelst Du noch?“ befragte das Price Management Institute im September 2025 mehr als 200 Führungskräfte aus Einzelhandel, Großhandel und E-Commerce in der DACH-Region. Im Fokus standen der Reifegrad der Preisprozesse, der Einsatz digitaler Tools sowie Einschätzungen zu daten- und KI-gestütztem Pricing.

