
Einsatz von KI-basierten Anwendungen
Foto: EHI
„Automatisierung ist vom Optimierungsprojekt zur strategischen Notwendigkeit geworden. Dennoch klafft in vielen Unternehmen eine Lücke zwischen Ambition und Umsetzung – nicht zuletzt, weil wirtschaftliche und technische Voraussetzungen noch immer den Ausschlag geben“, erklärt Niklas Stanislawski, Projektleiter im EHI-Forschungsbereich Logistik und Studienautor.
Die befragten Unternehmen bewerten den Automatisierungsgrad ihrer logistischen Prozesse durchschnittlich mit 5,3 von 10 Punkten. Bereits 66,7 Prozent der Unternehmen setzen automatische Lagersysteme ein. Die Umsetzung bleibt aber anspruchsvoll: 69,4 Prozent der Befragten nennen hohe Investitionskosten als größte Herausforderung bei Automatisierungsprojekten. Automatisierung wird zunehmend als strategischer Hebel verstanden, die wirtschaftliche Umsetzung muss jedoch weiterhin sorgfältig abgewogen werden.

Herausforderungen bei der Umsetzung von Automatisierungsprojekten
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Robotik bleibt Zukunftsthema mit wachsender Relevanz
Robotische Systeme sind innerhalb der Handelslogistik bislang deutlich weniger verbreitet als klassische Automatisierungslösungen. Die durchschnittliche Nutzung von robotischen Systemen liegt aktuell bei 2,8 Punkten auf einer Skala von 1 – 10. Dort, wo Robotik bereits genutzt wird, konzentriert sich der Einsatz insbesondere auf Lagerung (34,3 Prozent), Kommissionierung (31,4 Prozent) und innerbetriebliche Transportprozesse (25,7 Prozent). 41,7 Prozent der Unternehmen sehen Robotik bereits als wichtige Ergänzung oder zentrale Komponente ihrer langfristigen Logistikstrategie. Robotik ist zwar noch nicht flächendeckend angekommen, ihre strategische Relevanz nimmt jedoch zu.
KI verlagert sich von Pilotprojekten in die operative Anwendung
Auch Künstliche Intelligenz gewinnt innerhalb der Handelslogistik zunehmend an Bedeutung. Der aktuelle KI-Einsatz wird von den Unternehmen durchschnittlich mit 2,6 von 10 Punkten bewertet und liegt damit noch auf einem vergleichsweise frühen Entwicklungsniveau. KI wird vor allem für Nachfrage- und Absatzprognosen genutzt, hier mit 47,2 Prozent. Gleichzeitig sehen 61,1 Prozent der Unternehmen die Integration in bestehende Systeme und Prozesse als größte Herausforderung beim Einsatz von KI. Die Ergebnisse zeigen, dass KI zunehmend operativ genutzt wird, die organisatorische und technische Einbindung jedoch vielerorts noch die eigentliche Hürde darstellt.
„Die technologische Entwicklung verläuft derzeit schneller als die organisatorische Anpassung vieler Unternehmen. Entscheidend wird sein, Technologien, Daten und Mitarbeitende wirksam miteinander zu verbinden“, ordnet Dr. Tobias Röding die Ergebnisse ein.
Datenbasis
36 Handelsunternehmen haben sich an der Online-Befragung beteiligt. Von ihnen erwirtschaftete der Großteil mindestens 1 Mrd. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025. Die Befragung wurde online, im Zeitraum von 24. März bis 15. Mai erhoben.
KI und Automatisierung in der Handelslogistik 2026
Das Whitepaper zur Studie steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.
Kontakt:
Dr. Tobias Röding, Projektmanager Logistik, Tel: 0221-57993-362, roeding@ehi.org
Niklas Stanislawski, Projektleiter Logistik, Tel.: 0221/57993-887, stanislawski@ehi.org

