Wasgau Outlet
Bitscher Str. 85
66955 Pirmasens
Deutschland
Neueröffnung: 26.10.2026
Peek & Cloppenburg GmbH & Co. KG
66955 Pirmasens
Deutschland
Neueröffnung: 26.10.2026
In dem Markt steht ein regelmäßig wechselndes Sortiment mit Artikeln, die mindestens 50 Prozent gegenüber ihrem ursprünglichen Preis reduziert sind, zum Verkauf. Je nach Artikel und Bestand können die Preisnachlässe auch höher ausfallen. Die rund 80 qm große Verkaufsfläche liegt in einer ehemaligen Reinigung, die seit 2023 leer stand. Der Standort neben dem Frischemarkt in Pirmasens wurde aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Zentrallager gewählt. Die dort vorhandenen Restbestände und Auslistungsartikel sollen von hier aus zentral vermarktet werden. Eine dezentrale Sammelstelle für Restware aus einzelnen Märkten ist das Outlet nach Angaben von Wasgau ausdrücklich nicht.
Neuer Absatzkanal
Ausgangspunkt für das Konzept war laut Wasgau die Frage, wie das Unternehmen künftig effizienter mit Restbeständen und ausgelisteten Artikeln umgehen kann. Bisher wurden diese Waren meist dezentral über die einzelnen Märkte verkauft, wodurch Verkaufs- und Lagerflächen gebunden und die Aufnahme neuer Sortimente erschwert werde.
Hintergrund ist nach Unternehmensangaben das steigende Innovationstempo der Industriepartner. Die entstehenden Restbestände blockieren demnach Regalflächen, die für neue Artikel benötigt werden. Das Outlet soll als zusätzlicher Absatzkanal für Artikel dienen, die wegen Sortimentswechseln, ausgelaufener Aktionen oder saisonaler Veränderungen nicht mehr zum aktuellen Sortiment gehören.
Keine Kühlwaren
Das Sortiment wechselt laufend und richtet sich nach den vorhandenen Beständen. Derzeit handelt es sich um rund 120 Artikel, eine dauerhaft feste Zahl lasse sich nicht nennen. Angeboten werden Auslistungsartikel, Rest- und Überbestände, Saisonartikel, Aktionsüberhänge, Sonderposten und ausgewählte Non-Food-Produkte.
Vertreten sein können unter anderem Süßwaren, Drogerieartikel oder Getränke, punktuell auch Produkte, bei denen sich die Nachfrage regional unterschiedlich entwickelt hat. Ausgeschlossen sind laut dem Händler kühlpflichtige Artikel, verderbliche Frischeartikel sowie beschädigte oder qualitätskritische Ware. Kühlwaren sind im Outlet-Konzept auch perspektivisch nicht vorgesehen.
Das Outlet soll dazu beitragen, Abschriften noch einwandfreier Produkte zu reduzieren. Es ergänzt damit laut Wasgau die bestehenden Maßnahmen des Händlers gegen Lebensmittelverschwendung, darunter die Zusammenarbeit mit der Tafel sowie mit Too Good To Go und Foodsharing.
SCO mit Unterstützung
Für die Einrichtung wurden vorhandene Regalsysteme genutzt, die zuvor in Wasga- Frischemärkten im Einsatz waren und etwa durch Umbauten oder Schließungen frei geworden sind.
Bezahlt wird an einer Self-Scanning-Kasse ausschließlich bargeldlos. Während der Öffnungszeiten ist stets mindestens eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter vor Ort. Diese Person soll Kund:innen bei Bedarf unterstützen und trägt nach Unternehmensangaben auch zur Sicherheit im Outlet bei. Für den Betrieb sind zwei Hauptverantwortliche und zwei weitere Mitarbeitende vorgesehen, die im Wechsel eingesetzt werden.
Einen festgelegten Endtermin für das Projekt gibt es nicht. Ob der Versuch erfolgreich ist, will Wasgau nicht an einer einzelnen Kennzahl festmachen. Beobachtet werden sollen die Entwicklung von Beständen und Abverkäufen, die Annahme des Angebots durch die Kund:innen, der Umfang vermiedener Abschriften und die Wirtschaftlichkeit des Konzepts.
Weitere Outlets sind derzeit nicht geplant. Über eine Weiterentwicklung soll erst nach Auswertung der Erfahrungen in Pirmasens entschieden werden.

