Globus meldet höheres Ergebnis bei schwacher Konsumstimmung | stores+shops

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Die Globus Markthalle im saarländischen Neunkirchen
Foto: GLOBUS Gruppe

Globus meldet höheres Ergebnis bei schwacher Konsumstimmung

Die saarländische Globus-Gruppe berichtet von einem gesteigerten operativen Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr, obwohl das Unternehmen steigende Kosten, Bürokratie und geopolitische Unsicherheiten als Belastungsfaktoren nennt.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz im saarländischen St. Wendel erzielte im Geschäftsjahr 2025/2026 nach eigenen Angaben einen Bruttoumsatz von 8,0 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Ohne das Tankstellengeschäft lag das Wachstum bei 0,4 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 1,9 Prozent auf 195,1 Mio. Euro. Die Werte beziehen sich auf die gesamte Gruppe, zu der auch Tschechien und Luxemburg gehören.

„Das wirtschaftliche Umfeld war anspruchsvoll, die Konsumstimmung blieb verhalten. Gleichzeitig haben steigende Kosten, Bürokratie und geopolitische Unsicherheiten den Handel weiter gefordert“, resümiert Matthias Bruch, geschäftsführender Gesellschafter der Globus Gruppe. „Gerade in einem solchen Umfeld zeigt sich, wie tragfähig ein Geschäftsmodell wirklich ist.“

Eigene Herstellung als Kern

Die großflächigen Märkte, also die deutschen Globus Markthallen und die tschechischen Globus Hypermärkte, steigerten ihre Bruttowarenumsätze like-for-like um 1,5 Prozent auf 6,0 Mrd. Euro. In Spitzenmärkten machen laut dem Unternehmen selbst hergestellte Lebensmittel einen Umsatzanteil von über 30 Prozent aus. Insgesamt hat Globus rund 33.500 Beschäftigte, davon knapp 28.000 in Deutschland. Rund die Hälfte der Mitarbeitenden an den deutschen Markthallen arbeitet in Meisterbäckereien, Fachmetzgereien und Restaurants.

Wir sind keine Variante bestehender Handelsmodelle – wir sind eine eigene Kategorie im Handel.

Matthias Bruch

Geschäftsführender Gesellschafter, Globus-Gruppe

„Wir sind keine Variante bestehender Handelsmodelle – wir sind eine eigene Kategorie im Handel. Was uns auszeichnet, ist die Verbindung vieler Dinge, die in dieser Form kaum ein anderer Händler zusammenbringt: unsere handwerkliche Produktion direkt im Markt, die enge Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern und unsere Sortimentsvielfalt“, sagt Matthias Bruch.

Standortpflege und Expansion

Mitte September schloss die Gruppe den Markthallen-Standort Hamburg, eröffnete aber Anfang Oktober in Bielefeld ihren 91. Baumarkt und will die Präsenz in Nordrhein-Westfalen langfristig stärken. Die Baumärkte steigerten ihren Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,03 Mrd. Euro und bauen ihren Marktanteil auf 9,6 Prozent aus. In Trier liegt seit Ende 2025 die Baugenehmigung für eine neue Markthalle vor, die Erschließung des Baufelds wird vorbereitet.

Kundenprogramme im Ausbau

Im Baumarkt wurde die elektronische Preisauszeichnung ausgeweitet, mobile und KI-fähige Datenerfassungsgeräte kommen zum Einsatz. Auch das Kundenprogramm der Markthallen wurde erweitert. Seit 2. März 2026 erhalten Mitglieder von „mein GLOBUS” wöchentlich wechselnde Sonderpreise auf ausgewählte Aktionsartikel, die unter den regulären Angebotspreisen liegen. Der Vorteil gilt auch für Kund:innen mit verknüpfter Payback-Karte.

Im Baumarkt ist die sogenannte Bonuskarte eng mit der neuen Globus Baumarkt App verknüpft. Kund:innen sammeln damit ihren Einkaufsumsatz und nach einem Jahr erhalten sie je nach Umsatzhöhe ein Guthaben in bar. In der App gibt es zusätzlich Coupons, digitale Kassenbons und Einkaufslisten.

Globus ist Gesellschafter der RTG International GmbH, die als Gründungspartner an der europäischen Einkaufsallianz Concordis beteiligt ist. Die Allianz wurde im Juli 2025 von Carrefour, Coopérative U und RTG International angekündigt und im August 2025 offiziell gestartet. Sie bündelt die Einkaufspreisverhandlungen mit internationalen Lieferanten, die Partner behalten dabei ihre Entscheidungsautonomie.

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