Bodenbeläge: Markt der unbegrenzten Möglichkeiten | stores+shops

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PVC-Designbeläge ermöglichen die individuelle Kombination verschiedener Materialoptiken und Designs
Foto: Project Floors

Bodenbeläge: Markt der unbegrenzten Möglichkeiten

Das Angebot an elastischen Bodenbelägen ist vielfältig wie nie. PVC ist als unverwüstlicher Alleskönner mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis nach wie vor führend. Doch das Spektrum der Alternativen rund um Linoleum, Kautschuk oder Bioböden sowie innovative Materialentwicklungen erweitert sich.

Trendtelegramm

Optiken – Eiche bleibt, forciert werden Fischgrät- und andere traditionelle Verlegemuster. Auch Betonoptiken behaupten sich.  Aufsteiger unter den Steinoptiken sind Terrazzo-Designs.

Farben – Für Uni-Flächen punkten Graunuancen. Wichtigster neuer Trend sind Pastelltöne.

Formate – XXL-Formate gelten als Must-have.  Oberflächen – je matter, desto besser.

Gestaltung – Es gibt neue Gestaltungsideen und elegante Lösungen  zur Zonierung und Wegeführung durch Kombination  unterschiedlicher Formate, ob innerhalb eines Dekors oder verschiedener Dekore (z.B. Holz mit Beton).

„Im Retail herrscht vielfach noch Unsicherheit, ob und wann man investieren soll“, sagt Dieter Overkamp, Vertriebsleiter bei Objectflor. Insbesondere im Modehandel zeigen die wochen- und monatelangen Schließungen während der Pandemie ihre Nachwirkungen; geplante Baumaßnahmen wurden daher nicht selten um ein Jahr verschoben. Doch ob der Umbau, die Renovierung oder Neueröffnung nun einige Monate früher oder später erfolgt: In jedem Fall steht die Entscheidung für einen neuen Bodenbelag an – und die ist nicht leicht.

Wer einen besonders umweltfreundlichen Bodenbelag sucht, ist mit Linoleum gut beraten – neu z.B. in Streifenoptiken

Wer einen besonders umweltfreundlichen Bodenbelag sucht, ist mit Linoleum gut beraten – neu z.B. in Streifenoptiken
Foto: Forbo

Denn die meisten Produkte der marktbestimmenden Unternehmen sind technisch ausgereift und langfristig erprobt, interessante Neuentwicklungen kommen hinzu. Um das für die fragliche Fläche optimal geeignete Produkt in der individuell richtigen Ausführung zu identifizieren, lohnt daher der Blick aufs Detail.

Generell ist die Branche der elastischen Bodenbeläge fortgesetzt auf Wachstumskurs: Der Absatz ist 2020 in der DACH-Region um 2,1 Prozent gestiegen (Quelle: FEB). Unumstrittene Stars der Sparte sind nach wie vor die PVC-Designbeläge, die inzwischen die Hälfte des Gesamtvolumens elastischer Beläge repräsentieren.

PVC: robust und vielfältig

Das hat gute Gründe: Die zu 100 Prozent recyclingfähigen PVC-Designbeläge sind bei geringem Pflegeaufwand nahezu unverwüstlich und entsprechend langlebig, geräuscharm, relativ soft und daher gelenkfreundlich. „Aus der langjährigen Erfahrung mit PVC-Designbelägen und ihren herausragenden Anwendungs- und Gebrauchseigenschaften wissen wir, dass sie selbst nach zwanzig Jahren noch tadellos aussehen“, sagt Dieter Overkamp.

Darüber hinaus gelten auch Optik- und Designvielfalt sowie Kombinierbarkeit als große Stärken der PVC-Designböden. Die beliebten Holzoptiken, bevorzugt nach dem Vorbild der Eiche, aber auch Stein- und Beton-Designs können auf PVC maximal naturgetreu umgesetzt werden. Neue Produkte mit Elementen in besonders großen Formaten gestatten eine noch bessere Ausschöpfung der Möglichkeiten der Digitaldrucktechnologie. „Da die Größe unserer Drucke sich hier vervierfacht hat, werden Wiederholungen im Designbild nicht mehr wahrgenommen, sodass wir natürliche Details wie Astlöcher, Strukturen und Risse zeigen können“, sagt Thorsten Beinke, Décor Director bei Tarkett.

Schnelle Verlegung gefragt

Die nach wie vor dominierende Anwendungstechnologie ist die vollflächige Verklebung, gefolgt von der schwimmenden Verlegung, etwa mit Produkten mit Clic-Verriegelung. Immer mehr Beachtung findet aber auch die neue Generation der Loose-Lay-Produkte. Dabei handelt es sich um großformatige, klebstofffrei anzuwendende Fliesen, die nach dem „Puzzle“- oder „Schwalbenschwanz“-Prinzip passgenau ineinandergefügt werden.

Der Vorteil: Solche Böden können besonders schnell verlegt werden, weil keine Klebstoffe notwendig sind, die entsprechende Trocknungszeiten nach sich ziehen. Und da die Verlegung ohne Baulärm und -staub vonstatten geht, kann der Geschäftsbetrieb nebenher weiterlaufen.

Smarte Systeme

So können selbst große Flächen, etwa in Supermärkten, wo häufig ein mit Fliesen belegter Bestandsboden überdeckt werden soll, in kürzester Zeit neu gestaltet und unmittelbar nach der Verlegung wieder genutzt werden. „Daher nennen wir Loose-Lay-Fliesen dieses Typs kurz und bündig ‚schnelle Böden‘“, sagt Jens Puda, Marketingleiter DACH bei Forbo Flooring.

Mittlerweile können übrigens auch ursprünglich für eine vollflächige Verklebung vorgesehene Böden dank neuartiger Unterlegmatten mit selbstklebender Oberfläche einfach verlegt und nach der Gebrauchsphase wieder aufgenommen werden. „Das sind smarte Systeme, die sehr langlebig und extrem schnell und anwendungsfreundlich sind“, ist die Erfahrung von Annika Windmöller, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Windmöller/ Wineo. Zudem „erweitert sich durch solche Unterlagen die Auswahl der Dekore, die für eine nicht fest verklebte Verlegung in Frage kommen, natürlich erheblich“, ergänzt Svenja Bends, Marketingbeauftragte bei Project Floors.

Kriterium Nachhaltigkeit

Betonoptiken, hier realisiert mit großformatigen Fliesen auf Bio-Polyurethan-Basis, sind quasi schon Klassiker

Betonoptiken, hier realisiert mit großformatigen Fliesen auf Bio-Polyurethan-Basis, sind quasi schon Klassiker
Foto: Windmöller/Wineo

Auch die Materialvielfalt nimmt zu, sodass die Auswahl an nachhaltigen Alternativen zu PVC größer wird. Neu ist beispielsweise ein auf thermoplastischen Polymeren basierender, emissionsfreier homogener Belag, der dank seiner besonders widerstandsfähigen Oberflächenvergütung auch für hochfrequentierte Flächen geeignet ist. „Diese spezielle Materialkomposition garantiert nicht nur hervorragende Anwendungs- und Gebrauchseigenschaften, sondern auch ein brillantes Erscheinungsbild“, sagt Frank Selbeck, Leiter Marketing bei Gerflor Mipolam.

Auch die weitgehend auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden emissionsfreien und besonders gut zu pflegenden Böden aus Bio-Polyurethan sind eine moderne Alternative zu PVC und für diverse Anwendungsbereiche geeignet. „Bioböden gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, sei es zum Kleben, Clicken oder in einer stabilen Neun-Millimeter-Multi-Layer-Version, die sich auch eignet, um Unebenheiten des Untergrunds zu überdecken“, erläutert Annika Windmöller.

Kautschuk und Linoleum als Alternativen

Ein ähnlich nachhaltiges Material ist Kautschuk. Basierend auf nachwachsenden Rohstoffen, besonders elastisch, rutschfest und trittschalldämmend, hat Kautschuk sich auf Retailflächen bereits bewährt. Die Böden sind uni, in Marmorierungen, mit Korn- und Granulat- Optiken oder individuell wählbaren Einschlüssen (z.B. Granitsplitter) in großer Farbvielfalt erhältlich und ermöglichen durch individuelle Zuschnitte die Kreation exklusiver Verlegemuster. Eine ähnlich eigenständige Ästhetik bietet Linoleum, das als Klassiker unter den besonders nachhaltigen elastischen Bodenbelägen gilt und erfahrungsgemäß sehr langlebig ist.

Die ohnehin hohe Strapazierfähigkeit wird bei einigen Produkten durch eine neuartige Oberflächenausrüstung noch gesteigert. Für den Ladenbau wird das klimaneutral produzierte, zu 98 Prozent auf natürlichen Rohstoffen wie Leinöl basierende Material nicht zuletzt durch seine Farbpalette mit vielen von der Natur inspirierten und sublimen Nuancen interessant.

Neue Terrazzo-Optik: großformatige PVC-Design-Fliesen mit feinkörnigen Einschlüssen

Neue Terrazzo-Optik: großformatige PVC-Design-Fliesen mit feinkörnigen Einschlüssen
Foto: Objectflor

Zuverlässig liefern und lagern

Neben den charakteristischen Marmorierungen gibt es jetzt ganz neue Optiken, wie zum Beispiel Streifen-Varianten. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bestimmen aber nicht nur Optik, Produkteigenschaften und Nachhaltigkeit die Kaufentscheidung: Da die Hersteller elastischer Böden wie viele andere Branchen auch von Rohstoffknappheit und Lieferschwierigkeiten und daraus resultierenden Preissteigerungen betroffen sind, spielen Herkunft und Lieferkette eines Produkts sowie die Lagerkapazität des Herstellers eine wichtige Rolle.

Bei Produkten made in Germany bzw. Europe ist – da der Seeweg entfällt – die Lieferzuverlässigkeit in der Regel gewährleistet. Bei in Asien hergestellten Produkten empfiehlt es sich, auf die Lagerkapazität des Herstellers zu achten.

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