ERDA 2019: Die Gewinner | stores+shops

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Foto: Lengermann & Trieschmann

ERDA 2019: Die Gewinner

Am 26. April 2019 vergaben das EHI Retail Institute und die Messe Düsseldorf im Rahmen der Messe C-star in Shanghai zum 12. Mal den EuroShop RetailDesign Award. Mit gelungenem Storekonzept und -design überzeugten diesmal jeweils ein Projekt aus Deutschland, England und China.

Die drei diesjährigen Gewinner des EuroShop RetailDesign Award konnten sich gegen 83 Mitbewerber aus 23 Ländern durchsetzen und wurden auf einer Galaveranstaltung in Shanghai prämiert. Die drei gleichgestellten Gewinner sind: L&T Sport in Osnabrück/Deutschland, The Shop at Bluebird in London/England und der Zwilling Flagship-Store in Shanghai/China. Mit einer eindeutigen Zielgruppenansprache, einer klaren Sortimentsbotschaft, einem konsistenten Storekonzept und einem gelungenen Mix aus Architektur, Materialien, Beleuchtung, Farben und Visual Merchandising, der die Geschichte des Geschäfts klar dem Kunden kommuniziert, erfüllen die drei Gewinner in besonderem Maße die Kriterien der Jury – die sich aus prominenten Vertretern der führenden Laden- und Einzelhandelsverbände und der internationalen Fachpresse zusammensetzt.

L&T Sport, Osnabrück

Auf fünf Etagen und 5.000 qm Verkaufsfläche erstreckt sich das neue Sporthaus des Modeunternehmens Lengermann + Trieschmann in Osnabrück, das seine Kunden inspirieren, begeistern und zum Verweilen einladen will. Das Herzstück des Stores bildet die „Hasewelle“: Das veritable Wasserbecken mit Wellengang, auf dem richtig gesurft werden kann, schafft eine neue Dimension von „Erlebnis-Atmosphäre“.

L&T Sport: Das Store-Design basiert auf polygonalen Linien

Foto: Lengermann & Trieschmann

Der zentrale Freiraum führt die von der Welle ausgehende Energie vom Untergeschoss bis in die oberste Etage mit ihrem vieleckigen Fenster zum Himmel. Die ebenfalls polygonal geformten Brüstungen sind etagenweise versetzt angelegt, wodurch sich in jedem Stockwerk und von jedem Standpunkt aus ein neuer Blickwinkel ergibt. Es sind diese das Zentrum rahmenden polygonalen Linien, auf denen das gesamte Store-Design basiert. Ob an der Fassade, im Untergeschoss mit seinem Beachwear-Sortiment oder im Erdgeschoss mit Sneakers und Streetwear – überall setzen polygonale Elemente und geometrische Linien die gestalterische Klammer und bilden so ein in sich geschlossenes ästhetisches System. Auch bei der Warenpräsentation wird bewusst auf die üblichen Shop-in-Shop Lösungen der einzelnen Sportmarken verzichtet, um sich dieser Gestaltungsidee anzupassen.

Das 800 qm große Fitness-Studio „Premium City-Gym“, in dem Mitglieder unter Höhenluftbedingungen trainieren können, soll ist ein weiterer Anziehungspunkt für Sportbegeisterte. Nur durch Glaswände getrennt, ist das Studio Teil des Sporthauses, gleichzeitig die Verlängerung des Kerngeschäfts und rundet das Gesamtkonzept ab.

The Shop at Bluebird, London

The Shop at Bluebird, London

Foto: Jigsaw/The Shop at Bluebird

The Shop at Bluebird gehört zum britischen Modeunternehmen Jigsaw und versammelt High-End-Labels aus Fashion, Beauty, Kunst und Objektdesign. Das vielseitige Angebot des Concept Store findet nach 12 Jahren an der King‘s Road in London einen neuen Platz in einem denkmalgeschützten historischen Kutscherhaus aus dem 19. Jahrhundert in der Floral Street in Covent Garden.

Auffällige, opulente Dekorationen und Designelemente sollen dort einen „Spielplatz der Wunder“ kreieren. In der Mitte des Stores befindet sich ein tageshelles Atrium, das durch Kopfsteinpflaster „Open-Air“-Ambiente erzeugt. Eine speziell für dieses Atrium maßgeschneiderte Installation in

The Shop at Bluebird, London: Abwechslungsreiche und vielseitige Ästhetik

Foto: Jigsaw/The Shop at Bluebird

Form eines Würfels, der an der Decke befestigt ist, reflektiert und verzerrt mit 20 Spiegelflächen auf künstlerische Art die Umgebung. Als Service bietet der Händler ein Restaurant im Obergeschoss an.

Das Interieur des Stores ist durch Elemente wie drapierte Vorhänge, reiche samtige Strukturen und kunstvolle Musterungen auf die viktorianische Architektur des Gebäudes zugeschnitten. Geometrische Formen und geschwungene Kurven ergänzen harmonisch das Design-Konzept, das Tradition und Moderne kombiniert. Tapeten in abgestimmten Farben und Texturen setzen die vielseitige Ästhetik fort, sowohl die eleganten Geometrien des Art déco-Musters als auch florale viktorianische Motive.

Zwilling Flagship-Store, Shanghai

Der elegante Fine-Dining-Bereich im Zwilling Flagship-Store, Shanghai

Foto: Dirk Weibl

Der Store des traditionsreichen Solinger Schneidwarenherstellers Zwilling in Shanghai vereint Laden mit Kochschule und Restaurant und vereint stilistisch westliche und östliche Traditionen, zum Beispiel in seinem puristisch zurückhaltenden Interieur. „Das Beste aus drei Welten“ soll in einem Konzept miteinander verschmelzen: „deutsches Engineering, italienisches Design und chinesische Exzellenz“.

Ein dynamischer Wechsel in Farbe, Materialität bis hin zur Musik hebt die einzelnen Bereiche des Stores individuell voneinander ab. Im lichtdurchflutenden Verkaufsbereich des Erdgeschosses setzen helles Eichen- und dunkles Nussbaumholz, sandfarbener Terrazzzo-Boden, Stahl- und Messingrahmen die Produkte in Szene und sorgen für eine warme und mediterrane Atmosphäre.

Zwilling Flagship-Store, Shanghai

Foto: Dirk Weibl

Die obere Etage, die den verschiedenen Food-Konzepten gewidmet ist, prägen unterschiedliche Bodenhöhen und Bestuhlungsarten. Der „Fine Dining“-Bereich ist mit petrolfarbenen Samtsitzen bestückt. Ein 36 m langer Holztisch lädt hier zum Speisen ein und taucht den Raum in ein elegantes Ambiente. Die blauen Glastischplatten und Messinglampen sollen auf das „Art-déco-Erbe“ Shanghais verweisen. Die integrierte Kochschule ist mit dunklem Holz, weißem Marmor und Edelstahl ausgestattet.

Die Intention des Storekonzepts ist es, die Kunden über ein kulinarisches Erlebnis an die Produktwelt von Zwilling heranzuführen. Die Marke soll mit allen Sinnen erlebbar sein. Konsumenten können die Produkte nicht nur kaufen, sondern auch vor Ort testen und sich in einer Kochschule kulinarisch weiterbilden lassen.