Modehändler H&M wächst um 12 Prozent | stores+shops

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Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz (H&M) wächst wieder, vor allem online, und setzt sich ehrgeizige Ziele. Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz (H&M) wächst wieder, vor allem online, und setzt sich ehrgeizige Ziele.
Foto: Hennes & Mauritz

Modehändler H&M wächst um 12 Prozent

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz (H&M) wächst wieder, vor allem online, und setzt sich ehrgeizige Ziele. Das Geschäft in Deutschland ist im zweiten Corona-Jahr weiterhin rückläufig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 stieg der Konzernumsatz des Modehändlers währungsbereinigt um 12 Prozent auf 199 Mrd. Kronen, umgerechnet 19,6 Mrd. Euro, blieb damit unter dem Vor-Corona-Niveau. Das geht aus den jüngst vom Unternehmen vorgelegten Zahlen hervor. Zum Jahresende gab es erste Hoffnungsschimmer: Im vierten Quartal lagen die Gruppenumsätze in lokaler Währung trotz weltweit anhaltender Beschränkungen, Geschäftsschließungen und negativer Auswirkungen der Infektionsschutzmaßnahmen wieder auf dem präpandemischen Umsatzniveau des Jahres 2019.

30 Prozent mehr Umsatz im Online-Handel

Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete der Modekonzern im Online-Geschäft. „Die Pandemie habe die digitale Transformation beschleunigt und das Verhalten der Verbraucher:innen verändert“, so das Unternehmen. Die im E-Commerce erzielten Umsätze stiegen währungsbereinigt um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Konzernwährung waren sie mit 64,5 Mrd. Schwedischen Kronen, umgerechnet 6,4 Mrd. Euro, 24 Prozent höher als im Vorjahr – damit machten sie knapp ein Drittel der Gruppenumsätze (32 Prozent) aus. Das Online-Geschäft soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Heute ist H&M mit einer Internet-Präsenz in 54 Ländern aktiv. 2022 sollen H&M-Onlineshops in Weißrussland, Kolumbien, Kasachstan, Peru und in der Ukraine hinzukommen. Auch die Marken COS und Monki bauen ihre Online-Aktivitäten in der Südostasien-/Pazifik-Region aus.

Filialnetz wird bereinigt

Neben dem Fokus auf das Online-Geschäft stellte der Modekonzern sein Filialnetz auf den Prüfstand. Durch die Pandemie haben sich die Voraussetzungen für die Mietkonditionen der Filialen verändert. Das Unternehmen will eine große Anzahl an Mietverträgen angehen. Jedes Jahr liefen ein Drittel aller Mietverträge aus und könnten nachverhandelt werden.

Zum Stichtag 30. November 2021 war der Modekonzern in in 75 Ländern mit 4.801 Stores präsent. Die Gesamtzahl der Geschäfte sank somit um 217 Standorte gegenüber dem Vorjahr. 321 Schließungen standen 104 Neueröffnungen gegenüber. Für 2022 soll das Filialnetz um weitere 120 Standorte schrumpfen. Die Bekleidungsgruppe will rund 120 neue Stores eröffnen und 240 Läden aufgeben. Die Neueröffnungen sollen vorwiegend in den Wachstumsmärkten und Schließungen in den etablierten Märkten erfolgen. Die stationäre Expansion ist im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 in sechs neue Länder geplant, so in Ecuador, Kosovo und Nord-Mazedonien und mit Franchisepartnern in Costa Rica, Guatemala und Kambodscha.

Deutschland-Geschäft im Minus

Deutschland bleibt der umsatzstärkste Markt des Fast-Fashion-Konzerns. Im zweiten Corona-Jahr gingen die Umsätze jedoch erneut zurück. Die zweistelligen Umsatzzuwächse im zweiten und dritten Quartal nach der Aufhebung der im Winter behördlich verfügten Ladenschließungen konnten die von Dezember 2020 bis Februar 2021 entgangenen Umsätze nicht ausgleichen. Insgesamt beliefen sich die Umsätze in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 28 Mrd. Schwedische Kronen, umgerechnet 2,8 Mrd. Euro, dies entspricht einem Umsatzminus in Konzernwährung von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum 30. November umfasste das Vertriebsnetz des Modehändlers hierzulande, u. a. mit den Marken H&M, Cos, Weekday, Monki und Arket, insgesamt 441 Filialen (Vorjahr: 457). Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres eröffnete H&M 2 neue Filialen und schloss 18 Geschäfte.

Ziel bis 2030: Konzernumsatz verdoppeln

Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen kündigte H&M-CEO Helena Helmersson die ehrgeizigen Ziele für die kommenden Jahre an. So soll bis 2030 der Umsatz im Vergleich zu 2021 verdoppelt und gleichzeitig der klimatische Fußabdruck halbiert werden. Um diese Ziele zu erreichen, will H&M seine Investitionen erhöhen. Allein für 2022 sind rund 10 Mrd. Schwedische Kronen eingeplant.

H&M: Kennzahlen

Weitere Daten und Fakten zum H&M-Konzern finden Sie in unserer Statistik-Datenbank www.handelsdaten.de im Unternehmensporträt.

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