Online-Handel im 1. Quartal 2021: E-Food-Boom hält an | stores+shops

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Die Corona-Krise hat dem E-Commerce in den ersten drei Monaten 2021 weiterhin einen starken Schub verpasst.
Foto: adobe.photostock.com/Jelena

Online-Handel im 1. Quartal 2021: E-Food-Boom hält an

Zwischen Januar und März 2021 erzielte der E-Commerce mit Waren einen Gesamtumsatz von 21,09 Mrd. Euro. Spitzenreiter beim Wachstum bleibt wie in den Quartalen zuvor E-Food mit einem Plus von 84,5 Prozent zum Vorjahr.

Umsätze im E-Commerce sind im ersten Quartal 2021 weiter von Corona-Effekten geprägt, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (Bevh) in einer Pressemeldung mitteilte. Das außerordentliche Wachstum im E-Commerce mit Waren von 28 Prozent mit einem Warenumsatz von 21,09 Mrd. Euro (1. Q. 2020: 16,48 Mrd. Euro) resultiere vornehmlich aus der Stagnation des E-Commerce im ersten Quartal 2020 (+1,5 Prozent) im ersten Corona-Lockdown. Hätte sich das Vorjahresquartal wie im langjährigen Mittel von 11 Prozent entwickelt, wäre laut dem Bevh im ersten Quartal 2021 ein erhöhtes Wachstum von rund 17 Prozent erreicht worden.

Fashion-Online-Umsatz steigt

Das meiste Geld gaben Verbraucher:innen im Internet mit insgesamt 3,96 Mrd. Euro weiterhin für Bekleidung aus. Damit konnte der Online-Umsatz in dieser Warengruppe um 29,9 Prozent wachsen. Inklusive Schuhen lag der E-Commerce-Umsatz mit Fashion bei 5,11 Mrd. Euro (+25,6 Prozent zum ersten Quartal 2020).

Auf Platz 2 der im Online-Handel umsatzstärksten Warengruppen folgt Elektronikartikel & Telekommunikation mit einem E-Commerce-Umsatz im ersten Quartal 2021 in Höhe von 3,1 Mrd. Euro, gefolgt von Computer/Zubehör/Spiele/Software mit 1,96 Mrd. Euro und einem Umsatzplus von über 42 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Einzig im Minus zum Vorjahreszeitraum war die Warengruppe „Auto & Motorrad/Zubehör“ mit einem Umsatzrückgang von knapp 25 Prozent auf 343 Mio. Euro im ersten Quartal 2021 (Q1 2020: 454 Mio. Euro).

Nach Versendertypen betrachtet, lag das Plus bei den Herstellerversendern auf dem deutschen Markt mit 33,2 Prozent auf insgesamt 576 Mio. Euro am höchsten, gefolgt von den Multichannel-Versendern mit einem Wachstum von 30 Prozent auf 3,02 Mrd. Euro. Reine Internet-Pure-Player inkl. Shoppingclubs und Apothekenversender erzielten einen Zuwachs von 29,4 Prozent (6,77 Mrd. Euro). Umsatzstärkste Versendergruppe sind nach wie vor Online-Marktplätze. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von 10,56 Mrd. Euro, was einem Wachstum von rund 26,8 Prozent entspricht.

E-Food gewinnt an Bedeutung

Betrachtet man die Wachstumsraten zum Vorjahresquartal, konnten besonders der Onlinehandel mit Drogeriewaren (+62,2 Prozent), Haushaltswaren (+58,2 Prozent) und DIY inkl. Blumen (+49,7 Prozent) zulegen. Ebenfalls hoch im Kurs bei den Internetshoppern standen Medikamente (+45,4 Prozent) und Bürobedarf (44,6 Prozent). Gemessen am Wachstum zum Vorjahreszeitraum, bleibt der Online-Handel mit Lebensmitteln ungeschlagen der Spitzenreiter unter den Warengruppen – und das, obwohl die Lebensmittelmärkte durchgängig geöffnet hatten. Insgesamt setzte der Online-Handel mit Lebensmitteln im ersten Quartal 2021 666 Mio. Euro um, was einem Plus von 84,5 Prozent entspricht. Im ersten Quartal 2020 lag der Umsatz noch bei 361 Mio. Euro.

Der Lebensmittelhandel im Internet hat in der Corona-Krise in Deutschland einen kräftigen Schub erhalten. Mit der Pandemie brachen viele Konsument:innen mit ihren Gewohnheiten und kauften im letzten Jahr häufiger Lebensmittel online. Doch trotz der steigenden Bedeutung hält die E-Food-Branche in Deutschland immer noch einen eher geringen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt. Laut EHI-Schätzungen auf Basis von Daten des Bevh lag der Marktanteil im Jahr 2020 bei etwa 1,4 Prozent.

Kennzahlen zum E-Commerce und Versandhandel

Eine Auswahl der relevanten Statistiken und Marktdaten zum E-Commerce und Versandhandel im deutschsprachigen B2C-Handel finden Sie im EHI-Statistik-Portal Handelsdaten.

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