Starkes Geschäftsjahr 2020 für Hawesko | stores+shops

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Der private Weinkonsum ist vor dem Hintergrund der Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Schließungen in der Gastronomie im vergangenen Jahr gestiegen.
Foto: stock.adobe.com/Davide Angelini

Starkes Geschäftsjahr 2020 für Hawesko

Laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) kaufen die Deutschen unter anderem wegen geschlossener Gaststätten deutlich mehr Wein als in der Vorkrisenzeit. Dies spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung von Hawesko wider: Hierzulande setzte der Weinhändler 533,61 Mio. Euro um, 2019 betrug der Umsatz noch 468,59 Mio. Euro.

Der Gesamtumsatz in Europa wuchs um 11,6 Prozent zum Vorjahr auf insgesamt 620,3 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte der Händler um 44,6 Prozent auf 42,4 Mio. Euro steigern. Im Vorjahr waren es noch 29,2 Mio. Euro. Nach Deutschland ist der zweitgrößte Markt Österreich mit einem Umsatz von 45,82 Mio. Euro, gefolgt von der Schweiz (22,58 Mio. Euro) und Schweden (10,42 Mio. Euro).

Die aufgrund der Pandemie veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten auch auf die einzelnen Geschäftsbereiche von Hawesko einen großen Einfluss. Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die Schließungen der Gastronomie haben die Bevorratung mit Wein und den Weinkonsum in die privaten Haushalte verlagert. Während die Sparten E-Commerce und Retail damit deutliche Zuwächse verzeichneten, musste das B2B Segment durch Gastronomie- und Hotelschließungen Umsatzeinbußen hinnehmen.

Online-Handel mit Wein wächst

Im stationären Einzelhandel mit den Marken Jacques‘ und Wein & Co. wuchs der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 12 Prozent auf 227,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments stieg von 18,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 24,3 Mio. Euro. Im Segment E-Commerce steigerte sich der Umsatz um 29,0 Prozent auf 230,4 Mio. Euro. Das EBIT lag hier bei 22,4 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro, inklusive eines Ertrags in Höhe von 4,0 Mio. Euro durch den Verkauf einer Immobilie). Das Segment B2B war 2020 am stärksten von Corona-bedingten Einschränkungen betroffen. Dadurch lag der Segmentumsatz von 162,1 Mio. Euro um 6,8 Prozent unter dem Vorjahr. Das Segment-EBIT betrug 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro). Die Holding- und Zentralkosten beliefen sich auf 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro).

Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit einem anhaltenden Wachstum des E-Commerce, aber auch mit einer Rückkehr zum Außer-Haus Weinkonsum nach dem Ende der Pandemie.

Weinmarkt 2020

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr insgesamt mehr und höherwertigeren Wein im Lebensmitteleinzelhandel eingekauft. Wie das Deutschen Weininstitut (DWI) mitteilt, wuchs der Weinabsatz dort im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent, der Umsatz mit Wein legte um 8 Prozent zu. Dabei ist der Durchschnittspreis um acht Cent auf 3,64 Euro pro Liter gestiegen. Dies geht aus den Daten des Marktforschungsinstituts Nielsen hervor, das seit 2020 im Auftrag des DWI den heimischen Weinmarkt analysiert.
Wie DWI-Geschäftsführerin Monika Reule erläutert, ist das Wachstum des Weinsektors im Lebensmittelhandel in erster Linie auf eine Verlagerung aus der Corona-bedingt geschlossenen Gastronomie zurückzuführen: “74 Prozent der weineinkaufenden Haushalte haben in einer Befragung des Nielsen Homescan Panels angegeben, durch den Einfluss von Covid-19 ihren Weinkonsum nicht verändert zu haben und 21 Prozent, ihn reduziert zu haben.“ Zudem hätte fast die Hälfte der Haushalte vermeldet, dass sich ihr Außer-Haus-Konsum ganz oder teilweise nach Hause verlagert habe. Der Nielsen-Befragung zufolge wurden die Weine hierzulande im vergangenen Jahr zu 66 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel eingekauft und zu 12 Prozent bei den Erzeugern vor Ort. Die Anteile der Weineinkäufe über die verschiedenen Onlinekanäle sowie im Weinfachhandel beliefen sich auf jeweils 9 Prozent.

Hawesko: Kennzahlen

Die börsenorientierte Handelsgesellschaft Hawesko Holding AG und ihre Tochterunternehmen sind auf den Handel mit Weinen aus dem gehobenen und Premium-Bereich spezialisiert. Die Konzernleitung hat ihren Sitz in Hamburg. Weitere Informationen und Statistiken zu Hawesko finden Sie auf unserem Statistik-Portal handelsdaten.de.

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