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Die Verbraucherstimmung steigt im November 2021 nach einem dreimonatigen Abwärtstrend erstmals wieder leicht an.
Foto: Adobe Stock

Verbraucherstimmung hellt sich im November leicht auf

Die Verbraucherstimmung steigt im November 2021 pünktlich zum Weihnachtsgeschäft nach einem dreimonatigen Abwärtstrend erstmals wieder leicht an. Dies geht aus dem aktuellen HDE-Konsumbarometer hervor.

Das Konsumbarometer zeichnet vor dem Hintergrund der nach wie vor unsicheren Lage jedoch eine uneinheitliche Entwicklung der Teilindikatoren. Eine steigende Anschaffungsneigung und eine leicht höhere Einkommenserwartung stehen dabei negativen Konjunktur- und Preiserwartungen gegenüber.

Insgesamt steigt das Konsumbarometer im November 2021 leicht um 0,17 Punkte zum Vormonat auf 98,18 Punkte. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich das Konsumklima kaum verändert. Im November 2020 lag das HDE-Konsumbarometer bei 98,09 Punkten.

Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland korrigierten im Oktober in der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose ihre deutlich optimistischere Konjunkturprognose aus dem Frühjahr nach unten. Statt eines Wirtschaftswachstums von 3,7 Prozent für 2021 rechnen die Wirtschaftsexperten nur noch mit einer Steigerung des realen BIP von 2,4 Prozent im Vergleich zum schwachen Referenzjahr 2020. Auch bei den Verbraucher:innen trübt sich die Konjunkturerwartung im November weiter ein und sinkt im vierten Monat in Folge. Sie liegt jetzt bei 101,59 Punkten. Im Juli stand der Teilindikator noch bei 111,84 Punkten.

Die Corona-Infektionslage gewann in den letzten Wochen wieder an Dynamik. Für die Wintermonate könnte das bedeuten, dass die Politik zusätzliche Corona-Maßnahmen beschließt, welche sowohl auf das Verbraucherverhalten als auch auf die Konjunktur Auswirkungen haben könnten.

Mehr Anschaffungen, höhere Preise

Trotzdem blicken die Verbraucher:innen zurückhaltend optimistisch auf die Entwicklung ihres Einkommens. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Der Teilindikator zur Einkommenserwartung steigt von 99,16 Punkten im Oktober auf 100,80 Punkte im November an. Mit der Einkommenserwartung steigt auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher im November wieder leicht an. Der Indikator liegt nun bei 101,72 Punkten, das ist ein Plus von 0,72 Punkten im Vergleich zum Vormonat (Oktober 2021: 101,04 Punkte). Mit dem erwarteten leichten Einkommensplus steigt auch die Sparneigung der Verbraucher:innen. Der entsprechende Teilindikator sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,76 Punkte auf 96,69 Punkte. Angesichts der inversen Bildung des Teilindikators kommt in dieser Entwicklung eine zunehmende Sparneigung zum Ausdruck.

Die zweite Jahreshälfte 2021 ist von stark ansteigenden Verbraucherpreisen geprägt. Im Oktober lag die Teuerungsrate im Vergleich zum Vormonat bei 4,5 Prozent, eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Dezember 1993. Insbesondere Preise für Energie, aber auch für Lebensmitteln stiegen stark an. Die Verbraucher: innen rechnen auch in nächster Zeit mit weiter steigenden Preisen. Der Einzelindikator Preiserwartung wird invers abgebildet und sinkt im November im Vergleich zum Vormonat um 1,88 Punkte auf 82,02 Punkte.

Das HDE-Konsumbarometer spiegelt die Erwartungen der Verbraucher für die folgenden drei Monate wider. Der Index basiert auf einer Befragung von 2.000 Personen unter anderem zur Anschaffungs- und Sparneigung sowie zu Konjunktur-, Preis- und Einkommenserwartungen.

Konsumklima: Kennzahlen

Statistiken zur Verbraucherstimmung sowie weitere Statistiken zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland finden Sie im EHI-Statistik-Portal Handelsdaten.

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