Zara-Mutter Inditex nahezu auf Vor-Pandemie-Niveau | stores+shops

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Der spanische Bekleidungskonzern Inditex – Industria de Diseño Textil SA – erholt sich im Geschäftsjahr 2021/2022 von den Folgen der Covid-19-Pandemie und erhöht seinen Umsatz um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Foto: Joaquin Corbalan/ stock.adobe.com

Zara-Mutter Inditex nahezu auf Vor-Pandemie-Niveau

Der spanische Bekleidungskonzern Inditex hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholt. Die Muttergesellschaft von Zara, Massimo Dutti, Pull & Bear, Bershka, Stradivarius und Oysho konnte den Gesamtumsatz um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern und den Nettogewinn fast verdreifachen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 (vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2022) setzte Inditex (Industria de Diseño Textil SA) insgesamt 27,7 Milliarden Euro um. Damit lag der Konzernumsatz 36 Prozent über dem Niveau des von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten Vorjahres, aber noch rund 570 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Währungsbereinigt stiegen die Erlöse des Modekonzerns um 37 Prozent zum Vorjahr und um 3 Prozent gegenüber 2019. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 3,2 Mrd. Euro (2020: 1,1 Mrd. Euro).

Wachstum im Online-Geschäft schwächt sich ab

Im E-Commerce stiegen die Umsätze gegenüber 2020 zwar zweistellig um 14 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro, aber nicht so stark wie im ersten Pandemiejahr. Aufgrund der in vielen Ländern behördlich angeordneten Schließung der stationären Läden hatte die Coronakrise dem Online-Geschäft des Fashion-Konzerns einen kräftigen Schub beschert. 2020 war Inditex im Internet um knapp 70 Prozent gewachsen.

Innerhalb der letzten fünf Jahre konnte der Textilkonzern seine Online-Umsätze sogar verdreifachen. Mittlerweile macht das Internetgeschäft über ein Viertel der Gesamtumsätze des Fashion-Unternehmens aus. Bis 2024 soll der Online-Umsatzanteil auf 30 Prozent ausgebaut werden. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr besuchten über 6,2 Mrd. Menschen die Onlineshops seiner Marken, 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor, und 228 Mio. waren Follower in den sozialen Medien.

Filialnetzoptimierung nahezu abgeschlossen

Parallel zum Ausbau des Online-Geschäfts vollzog der spanische Textilkonzern eine Bereinigung seines Filialnetzes. Zum Ende des Geschäftsjahres zählte Inditex auf einer Gesamtverkaufsfläche von 4,74 Mio. qm insgesamt 6.477 Geschäfte, 352 weniger als zum 31. Januar 2021 und rund 1.000 weniger als vor zwei Jahren. Insgesamt 358 vor allem kleine, wenig rentable Verkaufsstellen wurden geschlossen und 226 größere Flächen neu eröffnet. Weitere 130 Objekte wurden revitalisiert bzw. vergrößert. Der Filialoptimierungsplan soll nach Unternehmensangaben bald abgeschlossen sein. Neue Flagship-Stores sind in Planung. So soll am 8. April auf der Plaza de España in Madrid mit mehr als 7.000 qm die größte Zara-Filiale der Welt ihre Pforten öffnen. Das neue Objekt soll mit technologischen Innovationen ausgestattet werden, um das physische und das Online-Geschäft zu integrieren und der Kundschaft das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.

Starker Start ins laufende Geschäftsjahr

Im laufenden Geschäftsjahr 2022/2023 konnte Inditex seinen Aufwärtstrend bislang fortsetzen. Die Frühjahrs-/Sommerkollektion werde bei den Kund:innen gut angenommen. Insgesamt stiegen die Erlöse im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 13. März währungsbereinigt um 33 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau und um 21 Prozent über dem Vergleichswert von 2019.

Derzeit trifft der Russland-Ukraine-Konflikt den Fashion-Konzern besonders hart. So hat das Unternehmen seit Mitte März seine 502 russischen Läden vorerst geschlossen und seinen Onlineshop dort eingestellt. Gemessen an der Geschäftszahl ist Russland nach Spanien der weltweit größte Markt des Konzerns und steht für 8,5 Prozent seines operativen Gewinns. Auch die rund 80 Stores in der Ukraine sind vorübergehend geschlossen.

Angesichts der derzeit steigenden Rohstoffpreise und der Währungsabwertung in einigen Märkten will Inditex mit der laufenden Frühjahr/Sommer-Saison seine Preispolitik anpassen und Preiserhöhungen vornehmen, um die Margen zu schützen. Das Unternehmen erwarte mit den „gezielten Maßnahmen“ ein zusätzliches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, ohne das Absatzvolumen zu beeinträchtigen.

Weniger Stores in Deutschland

Deutschland ist für Inditex ein wichtiger Markt. Auch hierzulande wurde das Filialnetz bereinigt. Die Gesamtzahl der Geschäfte sank in den vergangenen beiden Jahren um 20 auf jetzt noch 114. Zum 31. Januar 2022 umfasste das Vertriebsnetz Inditex in Deutschland insgesamt 70 Zara, 14 Bershka, 11 Pull & Bear, 11 Massimo Dutti und 8 Zara Home

 

Inditex: Kennzahlen

Statistiken zur Umsatzentwicklung der spanischen Textilhandelsgruppe Inditex sowie weitere Informationen und Fakten finden Sie im EHI-Statistik-Portal handelsdaten.de.

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