Designkiosk in Stuttgart: Mobile Zweitverwender | stores+shops

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Vom Optiker zum Design-Geschäft: Designkiosk in Stuttgart
Foto: Yvonne Rudisch Fotografie

Designkiosk in Stuttgart: Mobile Zweitverwender

Das Designkiosk, eine Gruppe Stuttgarter Designer, bezog das Ladenlokal eines ehemaligen Optikers. Zuvor hatte sich die Gruppe bereits in zwei anderen Locations als temporärer Zwischenmieter niedergelassen.

Designkiosk

Rotebühlplatz 15
70178 Stuttgart

Neueröffnung: 11.12.2019

Designkiosk

Rotebühlplatz 15
70178 Stuttgart
Ausgediente Handelsimmobilien zu beleben und neu zu gestalten, scheint eine Spezialität der Stuttgarter Design-Szene zu sein. Das Designkiosk, ein Zusammenschluss aus 12 Designern, bezog in der Stuttgarter City das Ladenlokal des Traditionsoptikers Peschke, der nach 87 Jahren schließen musste. Das Besondere: Der Ladenbau des Optikers verblieb im Store und kommt durch die Neumieter noch einmal zu allen Ehren.

In Symbiose ergänzen sich der Retro-Charme der maßgefertigten Schreinerarbeit aus den 50er Jahren samt integrierter Beleuchtung und die darin präsentierten Designerstücke. Die Schrankwände und Wandpaneele aus Holz, die Vitrinentische und der kurvige Kassentresen, der sich durch den gesamten Verkaufsraum windet, bilden die Kulisse für das gemischte Sortiment der Designer, darunter Geschenkartikel, hübsche und nützliche Kleinigkeiten, Keramik und Porzellan, Mode und textile Objekte, Schmuck, Kunst u. a.

„Der Laden ist zentral gelegen, wir haben hier Laufkundschaft und erzielen höhere Bekanntheit als in unseren kleinen Läden und Werkstätten abseits des Zentrums“, meint Schmuckdesignerin Cornelia Sautter. „Wir Designer wechseln uns ab im Verkauf und wir lernen durch den Kontakt mit den Kunden viel, was uns und unsere Arbeit weiterbringt.“

Es ist bereits die dritte innerstädtische Location, die die Designer provisorisch beziehen. Formiert hat sich die Gruppe vor Jahren im Fluxus, einer temporär von Zwischenmietern aus dem lokalen Kunst- und Design-Milieu bezogenen kleinen Shopping-Passage, den Calwer Passagen, die sich nach kurzer Zeit zu einem beliebten Treff- und Anziehungspunkt entwickelte. Nachdem zunächst drei Monate angedacht waren, wurden schließlich drei Jahre aus der „Pop-up-Mall“.

Auch im Optiker Peschke sollte eigentlich bereits im März 2020 wieder Schluss sein. Doch wie es derzeit bei Bauvorhaben und -genehmigungen so ist, sind Verzögerungen an der Tagesordnung. Gut für das Designkiosk und den Vermieter: Die Zwischenmiete wird verlängert, ein Ende ist noch nicht absehbar. Kurzfristige Verlängerungen sind für ein flexibles Projekt wie Designkiosk kein Problem.