Schlemmen im historischen Kassensaal | stores+shops

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Neuer Interspar Hypermarkt in der ehemaligen Bank Austria Zentrale am Schottentor. Schwerpunkte liegen auf Essen „to go“, heimischen Lebensmitteln aus direkter Umgebung und internationalen Spezialitäten.
Foto: Interspar/Brunnbauer

Schlemmen im historischen Kassensaal

In der ehemaligen Zentrale des Wiener Bankvereins am Schottentor hat Interspar am 26. Mai seinen neusten Hypermarkt eröffnet. Nach mehr als dreijähriger Planungs- und Umbauzeit erhält die Kundschaft statt Banknoten auf rd. 1.770 qm nun warme Paninis, regionales Dry Aged Beef und lokalen Fisch. Neu ist auch das „Mezzanin“, das erste A-la-carte-Restaurant der Interspar, mit Angeboten vom Frühstück bis zum Dinner.

Interspar

Schottengasse 6-8
1010 Wien
Österreich

Neueröffnung: 26.05.2021

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Interspar

Schottengasse 6-8
1010 Wien
Österreich

 

Mit seinem Fokus auf Snacks und warmen Speisen, die rund ein Drittel des Sortiments prägen, richtet sich der Markt vor allem an Innenstadtbewohner, Student:innen und Mitarbeitende der umliegenden Büros. Darüber hinaus stehen Fisch, Fleisch und Käse in Bedienung sowie eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Lebensmitteln zur Verfügung. Hingegen auf ein Minimum reduziert wurden die Non-Food-II-Sortimente und Getränke in Kisten. „Der überwiegende Teil unserer Kundinnen und Kunden wird zu Fuß kommen, da machen großvolumige Artikel keinen Sinn“, sagt Interspar Österreich-Geschäftsführer Mag. Johannes Holzleitner und ergänzt „Wir haben in diesem besonderen Gebäude die besten Lebensmittel aus unserem bestehenden Sortiment zusammengeführt. Viele der Lebensmittel werden gekühlt, frisch zubereitet oder in Bedienung angeboten. Entsprechend groß waren die Herausforderungen, die Vielfalt in diesen historischen Räumen unterzubringen.“

Das Sortiment

 

Die Grundsortimente sind an die Wiener Vertriebslinie Spar-Gourmet angelehnt. Ergänzt wird dieses Basis-Sortiment aus Industriemarken und Eigenmarken von S-Budget bis Spar Premium durch die bestdrehendsten Interspar-Artikel und durch ausgewählte Spezialitäten, die nur im Interspar am Schottentor angeboten werden.

Zu den Highlights des Sortiments zählen u. a. eine Tann-Fleischabteilung mit eigenen Reifeschränken für Dry Aged Beef, Wagyu und Prosciutto sowie fangfrischer Fisch aus regionalen Zuchten wie dem Gut Dornau oder nachhaltig gezüchtete Doraden aus Kroatien. Frische Pasta wird täglich aus einer Wiener Manufaktur angeliefert. Die Spezialitäten lokaler Lieferanten aus Wien und kleiner Lebensmittelproduzenten aus jedem Bundesland laden zur kulinarischen Rundreise durch Österreich ein. Eine Abfüllstation für Cerealien, Nüsse und Pasta ergänzt das Sortiment. Im Oktagon, dem Mittelpunkt des gesamten historischen Gebäudes, werden saisonal wechselnde Spezialitäten präsentiert – beginnend mit „Italien am Schottentor“.

Modernisierte Historie

Ziel und besondere Herausforderung waren es, die historische Bausubstanz zu erhalten, das Gebäude jedoch gleichzeitig an die Bedürfnisse der neuen Nutzung zu adaptieren. Gebäudebestimmend im Mittelpunkt des Hochparterres liegt der Kassensaal, dekoriert mit stuckierter Balkendecke, getragen von 20 Atlanten auf Pfeilern und ornamentierten Fenstern. Der frühere Publikumsbereich mit Marmorvertäfelung erstreckt sich über zwei Etagen und wurde an beiden Seiten von eingeschossigen Schalterbereichen flankiert. Am Schnittpunkt der zentralen Gebäudeachsen öffnet sich der Kassensaal zum Oktagon. Während der Mittelteil über die bleiverglasten Fenster im ersten Stock beleuchtet wird, erhalten die seitlichen Schalterbereiche sowie das Oktagon Tageslicht über Lichtkuppeln in den Innenhöfen und den Milchglas-Boden des darüber liegenden Festsaals. „Die 100 Jahre alte Dekoration mit Atlanten, Glasfenstern und Ornamenten kommt nun erneut zum Vorschein, nachträgliche Einbauten wurden hingegen entfernt, Beschädigungen restauriert und der historische Zustand wiederhergestellt“, so Mag. Markus Kaser, Vorstand der Spar Österreich, von denen ein Teil der Waren stammt.

Vom Wiener Bankverein zur Interspar

Das von Anselm von Rothschild initiierte und von den Architekten Ernst von Gotthilf und Alexander Neumann realisierte Gebäude des Wiener Bankvereins wurde am 16. August 1912 eröffnet. Es war europaweit prägend für weitere Bankgebäude in Wien und Europa. Mit Zusammenschlüssen und Übernahmen zogen zuerst die Creditanstalt-Wiener Bankverein und zuletzt die Bank Austria in die repräsentativen Räume ein, bis 2016 der Bankbetrieb in der Schottengasse 6-8 geschlossen wurde. Der Immobilienentwickler PEMA ließ seither die Räume aufwändig restaurieren, bis Interspar den Zuschlag für die Umsetzung eines Lebensmittel-Marktes mit Gastronomie in der zentralen Kassenhalle erhielt.

Für die notwendigen Installationen eines Supermarktes wurden behutsam Materialien aus der Bauzeit des Gebäudes mit moderner Technik kombiniert und ein optisch identischer zweiter Boden über dem historischen Marmor eingezogen, in dessen Zwischenraum alle Versorgungsleitungen liegen. Im angrenzenden ehemaligen Schalterbereichen wurden neue Bodenbeläge gewählt, da hier keine historische Substanz mehr vorhanden war. Auch im heutigen Restaurant Mezzanin wurde der Boden nach historischen Vorlagen neu verlegt.

Das Beleuchtungskonzept in der gesamten Kassenhalle wurde auf Basis von historischen Bildern und in Abstimmung mit dem BDA zur Gänze erneuert. Die originalen Leuchten aus 1912 wurden bereits in den 1930er Jahren überwiegend entfernt und waren bei Übernahme lediglich im Oktagon vorhanden. Im Kassensaal spendeten zuletzt Halogen-Röhren über den Kassentischen künstliches Licht.

Eine Befestigung nachträglicher Einbauten am historischen Mauerwerk war nicht mit dem Denkmalschutz vereinbar. „Kein Standard-Regal, keines unserer Sortimentsmodule hat hier hereingepasst. Wir haben unser Sortiment, den Ladenbau und die Möblierung vollkommen neu geplant“, so Holzleitner. Jedes Regal und jede Kühltheke wurden extra an die Maße dieses Standorts angepasst.

Einige der Ladenbau-Elemente wurden erstmals und speziell für den neuen Standort am Schottentor umgesetzt, zum Beispiel freistehende Kühlmöglichkeiten in der Market Kitchen. Die Kühlmöbel von Carrier werden über die zentrale Verbundanlage mit Kälte versorgt, als Kältemittel wird klimaschonend CO2 eingesetzt.

Interspar, Wien

  • Adresse: Schottengasse 6-8, 1010 Wien, Österreich
  • Eröffnet am: 26. Mai 2021
  • Ladenplanung: KBIA (Kulmus Bügelmayer Interior Architects)
  • Regalsysteme: Umdasch Store Makers/Amstetten; Store Concept/Leibnitz
  • Kältetechnik: Carrier GmbH/Wien
  • Kühlmöbel Carrier, AKE, Kluckner
  • Beleuchtung: Zumtobel Lighting /Dornbirn
  • Kassensysteme Itab Germany

Services

Zentraler Servicepoint für die Kundschaft ist eine Rezeption in der Eingangshalle, an der Bestellungen für Partys getätigt und online bestellte Haushalts-Produkte und Weine abgeholt werden können, die aus Platzmangel nicht im Markt angeboten werden.

„Sobald es die Covid-Sicherheitsbestimmungen wieder zulassen, planen wir auch Veranstaltungen in unserem neuen Haus. Wein-Verkostungen mit heimischen Winzergrößen gemeinsam mit unserem Diplom-Weinakademiker vor Ort, ein Kennenlernen unserer Exklusivlieferanten wie Paradaiserkaiser Erich Stekovics oder Kochkurse sind geplant“, so Interspar-Geschäftsführer Holzleitner.

Restaurant-Konzept

Mit 80 Gastronomie-Betrieben ist Interspar einer der größten Gastronomen Österreichs. Das Restaurant Mezzanin, das erste A-la-carte-Restaurant der Interspar, bietet seinen Gästen klassische österreichische Küche und saisonale Gerichte, die vor Ort verzehrt oder abgeholt werden können.

In den Ausbau des Standorts investierte Interspar über 10 Mio. Euro.

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