Bedeutung des Autos für den Einkauf

Bedeutung des Autos für den Einkauf
Foto: Whitepaper: „Laden beim Handel“

Das Auto spielt für den Einkauf eine große Rolle, so ein Ergebnis der Studie. Im ersten Panel der Befragung geben Verbraucher:innen ohne E-Auto bei der Frage nach ihrer Autonutzung ein klares Votum ab: Einkäufe sind mit 82,4 Prozent der meistgenannte Anlass – vor Freizeitaktivitäten (71 Prozent), Erledigungen wie Arztbesuchen oder Behördengängen (65,5 Prozent) und Urlaubsreisen (57,7 Prozent).

Ladestationen zu Hause

Im zweiten Panel, bei dem ausschließlich heutige Besitzer:innen eines E-Autos befragt wurden, geben mehr als drei Viertel (76 Prozent) an, ihr E-Auto zu Hause zu laden. Dahinter folgen das Laden von unterwegs (40 Prozent), an öffentlichen Plätzen (31 Prozent) und auf Kundenparkplätzen (30 Prozent). Aufgrund des begrenzten Angebots spielen Schnelllade-Hubs im öffentlichen Raum eine noch geringe Rolle (12 Prozent).

Kundschaft würde länger shoppen

Einfluss auf die Aufenthaltsdauer beim Einkauf

Einfluss auf die Aufenthaltsdauer beim Einkauf
Foto: Whitepaper: „Laden beim Handel“

Die konkrete Ausgestaltung des Ladeangebots entscheidet darüber, welches Angebot die Kundschaft wählt. Für die Befragten mit E-Autos ist bei der Wahl eines Händlers von großer Bedeutung, dass dieser eine Lademöglichkeit vor Ort bietet. Fast die Hälfte (49 Prozent) würde Shopping-Center mit Ladesäulen auswählen. Bei Supermärkten sind es 46 Prozent, 37 Prozent hingegen würden Baumärkte und Möbelhäuser mit Ladestationen bevorzugen.

Ladeangebote beeinflussen auch die Dauer des Einkaufs. 59 Prozent sagen, dass die Aufenthaltsdauer bei einem der oben genannten Orte durch die Möglichkeit eines Ladevorgangs „vermutlich eher länger“ sein würde.

Datenbasis

Die gemeinsame Studie von EHI und UScale besteht aus zwei Teilen. Es wurden 911 Verbraucher:innen aus Deutschland ohne E-Auto im Zeitraum vom 20. – 24. August 2021 zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Außerdem wurden unterschiedliche Befragungen von bis zu 4.242 Verbraucher:innen mit E-Auto aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von Mai bis September 2021 ausgewertet.

EHI-Initiative „Mobilität im Handel”

Mit der Initiative greift das EHI gemeinsam mit seinen Partnern das Thema Elektromobilität und Ladesäulen am Point of Sale auf. Ziel der Initiative ist es, den Handel über bereits existierende Konzepte und Lösungen zu informieren, diese weiterzuentwickeln und Stärken und Schwächen der jeweiligen Systeme zu identifizieren. Partner der Initiative 2021 sind ABB, CCV, Coneva, Has to be, HDE, Klimaschutzoffensive des Handels, Maschinenfabrik Rheinhausen, Pfalzwerke und UScale.

Whitepaper: „Laden beim Handel“

Um die ehrgeizigen Ziele für mehr Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen erfüllen zu können, muss der Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur mit der Entwicklung Schritt halten. Im Rahmen der Initiative „Mobilität im Handel” hat das EHI Retail Institute das Thema Elektromobilität und Ladestationen am Point of Sale im Einzelhandel aufgegriffen. Mit der vorliegenden Verbraucherbefragung rückt erstmals die Kundschaft mit ihren Wünschen, Einkaufsgewohnheiten und ihrem Ladeverhalten in den Fokus. Das Whitepaper ist eine gemeinsame Veröffentlichung von EHI und UScale.