EHI-Studie: Bewegung beim Bezahlen im E-Commerce | stores+shops

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Kreditkarte ist eine der beliebtesten Zahlungsarten der Deutschen, so Ergebnis der EHI-Studie „Online-Payment 2021“.
Foto: adobe.photostock.com/Farknot Architect

EHI-Studie: Bewegung beim Bezahlen im E-Commerce

Die Zahlungsarten Kauf auf Rechnung, Paypal, Lastschrift und Kreditkarte zählen weiterhin zu den Top Vier der beliebtesten Zahlungsarten beim Onlineshopping. In Folge der Corona- Pandemie ist jedoch eine neue Dynamik im Spitzenfeld der Zahlungsarten zu beobachten. Die aktuelle EHI-Studie „Online-Payment 2021“ liefert Details.

Besonders beliebt bei der E-Commerce-Kundschaft ist der Kauf auf Rechnung, der Platz eins der umsatzstärksten Zahlungsarten belegt. In 2020 wurden 30,4 Prozent des E-Commerce-Umsatzes mit dieser Zahlungsart generiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatzanteil allerdings um 2,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Innerhalb des EHI-Panels ist diese Entwicklung, mit einigen Ausnahmen bei Handelsunternehmen aus dem Segment Bekleidung, bei fast allen Händlern zu beobachten.

Eine mögliche Erklärung ist die erhöhte Anzahl an Neukunden, die vom stationären Handel in den E-Commerce abgewandert sind. Denn viele Handelsunternehmen bieten Neukunden die beliebte Zahlungsart bei den Erstkäufen noch nicht an, da sie mögliche Zahlungsausfälle aufgrund fehlender Bonität vermeiden möchten.

Aufsteiger Paypal

In 2020 hat Paypal einen Anteil von knapp 25 Prozent vom E-Commerce-Umsatz erzielt, was einen Anstieg um knapp fünf Prozentpunkte bedeutet (VJ: 20,2 Prozent). Damit hat Paypal den höchsten Umsatzanteil innerhalb der Online-Payment-Studie seit zehn Jahren erreicht – bleibt aber weiterhin auf Platz zwei der umsatzstärksten Zahlungsarten.

Gesamtmarkt* inkl. Amazon

Statistik: Gesamtmarkt* inkl. Amazon.
Foto: EHI-Studie Online-Payment 2021

Die Wallet ist bei den Kundinnen und Kunden insbesondere wegen des schnellen und unkomplizierten Bezahlvorgangs beliebt. Nicht ohne Grund zählt sie daher auch in 2020 zu der am häufigsten angebotenen Zahlungsart im Checkout und wird von knapp 96 Prozent der Top-1.000-Onlineshops im Zahlungsmix angeboten. Auch bei Neukunden ist die Zahlungsart beliebt. Knapp 90 Prozent der befragten Handelsunternehmen berichten, dass Neukunden im vergangenen Jahr am liebsten mit der E-Wallet gezahlt haben.

Das Lastschriftverfahren hat in 2020 einen Umsatzanteil von 17,9 Prozent erzielt (Vorjahr: 18,3 Prozent) und hält weiterhin Platz drei der umsatzstärksten Zahlungsarten. Bei genauem Blick in die Umsatzanteile ist zu erkennen, dass der E-Commerce-Riese Amazon ausschlaggebend für den hohen Lastschriftanteil am Gesamtmarkt ist. Da Amazon ein Fünftel der E-Commerce-Umsätze erzielt und vorrangig auf das Lastschriftverfahren und die Kreditkartenzahlung im Payment-Mix setzt, fallen hier die Anteile von Amazon stark ins Gewicht.

Nutzung Version 3D-Secure 1.0 vs. 2.0.

Nutzung Version 3D-Secure 1.0 vs. 2.0.
Foto: EHI-Studie Online-Payment 2021

Bei Betrachtung der Anteile der Zahlungsarten ohne Amazon ist zu erkennen, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Onlineshops hohe Umsatzanteile mit dem Lastschriftverfahren verzeichnen – in 2020 lag der Anteil ohne Amazon bei 3,1 Prozent. Die Kreditkarte liegt auf Platz vier und erzielte einen Umsatzanteil von 11,8 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Das entspricht einer Steigerung von 1,3 Prozentpunkten zum Vorjahr.

Die ursprünglich befürchteten Abbruchraten bei Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte aufgrund der Deadline der Payment-Services-Directive 2 (PSD2) und der damit verbundenen starken Kundenauthentifizierung (SCA) scheinen keinen negativen Einfluss auf das Bezahlverhalten gehabt zu haben – zumal die Deadline zur Umstellung auf die SCA erst zum Jahresende (31.12.2020) bzw. im März 2021 in Kraft getreten ist.

Der Rechnungskauf ist weiterhin die beliebteste Zahlungsart der Deutschen, wird aber insbesondere Neukunden nicht immer gewährt.

Caroline Coelsch

Projektleiterin Online- und Mobile-Payment, EHI Retail Institute

Umsetzung von Sicherheitsstandards

Bei der EHI-Befragung im vergangenen Jahr nutzten noch 51 Prozent der befragten Handelsunternehmen das 3D-Secure-Verfahren 1.0 und erst 49 Prozent das 3D-Secure-Verfahren 2.X zur Absicherung von Kreditkartenzahlungen.

Ein Jahr später (Feb./März 2021) haben bereits drei Viertel der befragten Handelsunternehmen auf den neuen Sicherheitsstandard 3D-Secure 2.X umgestellt. Insgesamt sichern bereits 93 Prozent der Handelsunternehmen aus der EHI-Stichprobe Kreditkartenzahlungen mit 3D-Secure (entweder über Version 1.0 oder Version 2.X) ab.

Zusammenfassung

Bei der Umsatzverteilung der Zahlungsarten in 2020 ist eine neue Dynamik beim Bezahlen im E-Commerce zu beobachten. Die Corona-Pandemie hat nicht nur das Bezahlen am Point of Sale, sondern auch im E-Commerce verändert. Die E-Wallet Paypal hat im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren einen deutlichen Anstieg an Umsatzanteilen zu verzeichnen.

Jedoch ist der Rechnungskauf weiterhin die beliebteste Zahlungsart der Deutschen und macht weiterhin rund 30 Prozent vom E-Commerce-Umsatz aus. Bis 2024 wollen Online-Händler ihren Payment-Mix weiter optimieren und befassen sich mit den Themen rund um Mobile- und Omnichannel-Payment. Auch das Thema Online-Marktplätze wird bis dahin eine wichtige Rolle bei einem Drittel der Befragten spielen.

EHI-Studie: Online-Payment 2021

Online-Payment in Deutschland: ein Überblick zu Zahlungsarten im E-Commerce, Zahlungsdienstleistern, Strategien, Herausforderungen und Perspektiven.

Die Studie erscheint am 08.07.2021.

ISBN 978-3-87257-549-4
Preis 465,00 € zzgl. MwSt.

Mehr Infos unter:
www.ehi-shop.de
vertrieb@ehi.org
Tel. + 49 221 57993-43

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