Mobiles Bezahlen bei Saturn | stores+shops

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Seit Beginn des Weihnachtsgeschäfts bietet der Hamburger Saturn-Markt für fast 100.000 Artikel mobiles Bezahlen am Regal an.
Foto: Saturn/Martin Hangen

Mobiles Bezahlen bei Saturn

Eignet sich Self-Scanning per Smartphone als Bezahloption für einen großen, stark frequentierten Elektrofachmarkt? Das will Martin Wild, Chief Innovation Officer bei Media Markt Saturn, aktuell herausfinden: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bietet der Hamburger Saturn-Markt für fast 100.000 Artikel mobiles Bezahlen am Regal an.

App aufs Handy laden, QR-Code scannen, gewünschtes Zahlungsmittel auswählen, auf „Bezahlen“ klicken und den Store mit dem Wunschprodukt verlassen, ganz ohne Anstehen an der Kasse – so lautet das Versprechen der neuen Zahlungslösung „Saturn Smartpay“. Als erstes Unternehmen in Deutschland bietet die Fachmarktkette unter diesem Namen mobiles Bezahlen direkt am Produkt an.

Zur Bezahlung scannen Saturn-Kunden den QR-Code auf der Verpackung oder halten ihr NFC-fähiges Smartphone an das ESL.

Zur Bezahlung scannen Saturn-Kunden den QR-Code auf der Verpackung oder halten ihr NFC-fähiges Smartphone an das ESL.
Foto: Saturn/Martin Hangen

Überall im Hamburger Pilotmarkt werben Aufkleber, Deckenhänger und Plakate für die neue Bezahl-App (erhältlich für Android, iOS und als Web-App). Die Technologie dahinter stammt von dem britischen Start-up Mishipay und wird derzeit auch bei anderen europäischen Retailern erprobt, darunter zum Beispiel Decathlon in den Niederlanden.

Um den gewünschten Artikel zu bezahlen, scannen Saturn-Kunden entweder den QR-Code auf der Verpackung oder halten ihr NFC-fähiges Smartphone an das elektronische Preisschild. Europaweit sind alle Media Markt und Saturn-Märkte mit Electronic Shelf Labels (ESL) ausgestattet. Mishipay-CEO Mustafa Khanwala hält ESL/NFC für die kundenfreundlichere Variante, denn auf vielen Verpackungen befänden sich mehrere QR-Codes. NFC erspart das Suchen nach dem richtigen Code und vergebliche Scan-Versuche.

Google und Apple Pay inklusive

Neben Zahlungen per Kreditkarte und Paypal sind mit der Saturn-App ab Mitte Dezember auch Google Pay-Zahlungen möglich. Apple Pay soll folgen, sobald der Dienst in Deutschland verfügbar ist – dies ist seit Dienstag der Fall.

Das neue Bezahlverfahren deckt nahezu das komplette Sortiment ab: Zu den wenigen Ausnahmen, die vorerst nicht per Smartphone bezahlt werden können, gehören Haushaltsgroßgeräte mit Liefer- oder Einbauservice, FSK 18-Artikel (Spiele, DVDs) sowie Geräte, bei denen die Seriennummer für Garantie & Service registriert werden muss (Handys, Tablets, Laptops, PCs).

Martin Wild, seit Anfang 2018 als Chief Innovation Officer verantwortlich für die Innovationsstrategie der Media Markt Saturn Retail Group, möchte mit dem Pilotprojekt praktische Erfahrungen direkt am Kunden sammeln. Das Smartphone werde zur „Fernbedienung des Lebens“.

Mobiles Bezahlen ohne Kasse

Mobiles Bezahlen ohne Kasse sei die nächste relevante Evolutionsstufe. Nach einem erfolgreichen Testlauf im Frühjahr 2018 im kassenlosen Pop-up-Store Saturn Express in Innsbruck bringt Wild das System nun in den größten Elektronikmarkt der Welt: Mit 18.000 qm Verkaufsfläche und 6 Etagen bringt es der Saturn-Markt am Hauptbahnhof an einem durchschnittlichen Tag auf mehr als 10.000 Besucher, in Spitzenzeiten können es bis zu 30.000 sein. Wie viele von ihnen sich im Adventstrubel die App herunterladen und aktiv nutzen werden, wagt Martin Wild nicht zu schätzen. Allerdings erhofft er sich einen positiven Einfluss auf Umsatz und Conversion Rate.

Laut der Studie „Adyen Retail Report 2018“ des Zahlungsdienstleisters Adyen entgingen europäischen Einzelhändlern 2018 mehr als 34 Mrd. Euro Umsatz, weil Kunden aufgrund zu langer Wartezeiten an der Kasse den Kauf abbrachen. Mobile Bezahllösungen wie „Smartpay“ könnten hier Abhilfe schaffen.

Ob das neue Angebot fortgesetzt, weiterentwickelt und auf weitere Märkte ausgerollt wird, will Martin Wild im Februar 2019 entscheiden. Ein Manko ist derzeit das Thema Warensicherung. Aktuell müssen Smartpay-Nutzer noch eine digitale Quittung an einem extra eingerichteten Express-Schalter vorlegen, damit die Warensicherung deaktiviert wird und sie mit ihrer bezahlten Ware ohne Alarm den Markt verlassen können.

Mishipay unterstützt das automatische Deaktivieren von RFID-Tags, die bei Media Markt Saturn bislang jedoch nicht eingesetzt werden. Gefördert vom hauseigenen Retailtech Hub arbeiten Start-ups wie Rapitag oder Buy Buddy bereits an alternativen Ansätzen.

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